15. Oktober 2026
Ein Artikel von
Claudia Handke
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Seit dem Freshup 10.115 haben Sie die Möglichkeit, in card_1 über Dialoge und Tabellen Kartendienste anzulegen. Vorab war es nur möglich, die Einstellungen direkt in der Datei „Hintergrundkarte.XML“ vorzunehmen. Voraussetzung für die Bearbeitung ist eine Lizenz für „Rasterbilder bearbeiten“ (Modul „Hybrid“).
Zugriff auf die Einstellungen erhalten Sie über „Daten darstellen > Kartendienste“. In der Tabelle, wo die Kartendienste aktiviert werden, können sie auch angelegt und bearbeitet werden. In der Liste der im Projekt zur Verfügung stehenden Kartendienste, kann über „Bearbeiten“ ein vorhandener Kartendienst bearbeitet bzw. ein neuer Kartendienst angelegt werden.
Wenn ein neuer Kartendienst angelegt wird, legen Sie einen Namen und eine Bezeichnung für den Kartendienst fest. Der EPSG-Kode wird aus den Koordinatensystemeinstellungen des aktuellen Projektes übernommen und kann angepasst werden.
Die Darstellungsfolge ist dann relevant, wenn Sie thematische Karten wie z.B. einen Kartendienst für ein Schutzgebiete oder Straßennetz anlegen. Diese Dienste sollen ggf. oberhalb von Topografischen Karten oder Luftbildern angezeigt werden, daher ist dann eine Darstellungsfolge größer 1 festzulegen.
Für die Festlegung eines Kartendienstes benötigen Sie die URL-Adresse eines WMS-Dienstes. Adressen können u.a. über die Geoportale der Bundesländer recherchiert werden. Für einen Kartendienst ist mindestens eine Maßstabstufe in der Zusammenstellung des Kartendienstes anzulegen. Wenn Sie in unterschiedlichen Zoomstufen verschiedene Karten angezeigt bekommen wollen, so legen Sie mehrere Maßstabstufen für bestimmte Anzeigebereiche fest. Ein Beispiel hierfür sind Kartendienste zur Anzeige der Topografischen Karten. Je nach Zoomstufe wird hier entweder die DTK 1:25.000, DTK 1:50.000 oder ein kleinerer Maßstab angezeigt. Der Wechsel zwischen den angezeigten Karten ist über den Anzeigebereich festzulegen. Es gibt aber auch Kartendienste, die über eine URL verschiedene Inhalte je nach Zoomstufe/Maßstab präsentieren. In solchen Fällen müssen keine Extra-Zeilen für Maßstabsstufen angelegt werden.
In der Bearbeitung einer Maßstabsstufe geben Sie die URL-Adresse ein und lesen die Informationen zur URL über die Schaltfläche „Infos zu URL auffrischen“ ein. Daraufhin können Sie die Layer auswählen, die angezeigt werden sollen. Diese sind in der Tabelle „WMS Layer“ (Schaltfläche „Layer“) zu markieren.
Layer eines WMS-Dienstes können in der Anzeige auf bestimmte Pixelabstände beschränkt sein. Dies wird beim Einlesen einer WMS-Adresse erfasst und in den Parametern „Pixelabstand minimal“ und „maximal“ angezeigt. Liegt eine Einschränkung seitens des Dienstes vor, so sollte auch der Anzeigebereich entsprechend festgelegt werden, da außerhalb der Pixelabstände der Kartendienst nicht mehr angezeigt werden kann. Für eine kleinere Zoomstufe, d.h. einen größeren Anzeigebereich, kann dann ein anderer Kartendienst z.B. mit Verwaltungsgrenzen definiert werden. Dann kann bei der Anzeige des Kartendienstes über die Verwaltungsgrenzen gezielt ein Bereich anvisiert werden und in der kleineren Zoomstufe der eigentlich gewünschte Kartendienst angezeigt werden.
In welchem Koordinatensystem Kartendienste angezeigt werden können, hängt davon ab, welche EPSG-Kodes vom WMS-Dienst unterstützt werden. Die meisten WMS-Dienste unterstützten die UTM-Koordinatensysteme (EPSG-Kodes 25832 und 25833). Einige können aber auch in Gauß-Krüger-Koordinatensystemen angezeigt werden. Dann ist zumeist ein Tausch der Koordinatenachsen festzulegen, da hier der Hochwert vor dem Rechtswert ausgegeben wird. Dies kann über die Schaltfläche „Spezielle Festlegungen für EPSG-Kodes“ definiert werden.
Neben den Rasterdaten werden in vielen WMS-Diensten gleichzeitig auch Sachdaten für die Pixel hinterlegt, die über sogenannte Feature-Info-Requests vom Dienst abgefragt werden können. Die Feature-Info kann für aktive Kartendienste über „Daten zeigen und messen > Rasterbilder Feature-Info“ aufgerufen werden. Die Einstellung zur Feature-Info sind Teil der Einstellungen eines Kartendienstes und können in der Tabelle „Zusammenstellung Kartendienst“ über die Menüfunktion „Feature-Info“ festgelegt werden.
Wenn Sie eine Feature-Info neu anlegen, wird automatisch die URL-Adresse der ersten Maßstabsstufe übernommen. Dies kann bei Bedarf angepasst werden. Sie legen in den Einstellungen den Anzeigenamen für das CAD-Menü fest. Über die Schaltfläche „WMS-Layer festlegen“, werden alle Layer ermittelt die abfragbar sind, d.h. für welche Sachdaten-Informationen abgefragt werden können. Diese können in der Tabelle für die Feature-Info-Anzeige markiert werden und ein Anzeigename für das CAD-Menü festgelegt werden.
Zukünftig soll es möglich sein, Kartendienste in Koordinatensystemen anzuzeigen, die vom WMS-Dienst nicht unterstützt werden. Dann wird jeweils eine Online-Transformation des angezeigten Kartenausschnittes in des Ziel-Koordinatensystems erfolgen. Damit können dann Kartendienste in Koordinatensystemen wie z.B. DBRef oder Soldner, die von keinen oder wenigen WMS-Diensten unterstützt werden, angezeigt werden.
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