15. April 2026
Ein Artikel von
Maja Oelmann
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Seit der Version 10.112 gibt es eine weitere hilfreiche Funktion zur Nutzung der Geodatendienste der einzelnen Bundesländer. Die im Lageplanfenster dargestellten Kartendienste können nun einfach in der 3D-Projektansicht auf das DGM gemappt werden.
In den vorherigen Versionen konnte man über die Funktion „Rasterbilder bearbeiten“ und dem „WMS-Import“ ein Rasterbild im RAL-Format herunterladen. Dabei musste darauf geachtet werden, dass dieses Rasterbild die Größe des DGMs vollständig bedeckt. Diese RAL-Datei konnte daraufhin dem DGM in der 3D-Projektansicht zuordnet werden. Dabei wurde aus dem Rasterbild eine Rasterzeichnung im RAZ-Format generiert. Gerade bei großen Rasterbildern mit hoher Auflösung nahmen diese beiden RAL- und RAZ-Dateien viel Speicherplatz in Anspruch und vergrößerten die Projekte.
Seit Einführung der Funktion „Hintergrundkarte“, mittlerweile „Kartendienste“, ist es nicht mehr notwendig Rasterbilder im RAL-Format im Projekt abzulegen, da diese Karten immer zum jeweiligen Ausschnitt passend vom WMS-Server heruntergeladen werden. Auch das Erzeugen von Rasterzeichnungen im RAZ-Format kann mittlerweile direkt aus den dargestellten Kartendiensten erfolgen. Daraus entstand verständlicherweise der Wunsch, auch die DGM-Darstellung im 3D-Fenster direkt aus den Kartendiensten abzuleiten, ohne vorher ein Rasterbild herunterladen zu müssen. Das spart zum einen Speicherplatz und sorgt dafür, dass die DGMs immer vollständig mit Rasterdaten überdeckt sind, ohne sich Gedanken über die Größe des Rasterbildes machen zu müssen.
In der aktuellen card_1 Version können nun in 2 Schritten WMS-Rasterdaten auf das 3D-DGM gemappt werden.
Die Auswahl der Kartendienste, die in der 3D-Projektansicht dargestellt werden sollen, wird direkt von den Einstellungen im Lageplanfester übernommen. Deshalb ist es wichtig, dass zunächst im Lageplan die gewünschten Dienste hinterlegt werden. Man aktiviert das Lageplanfester und wählt unter „Daten darstellen“ den gewünschten „Kartendienst“ aus.
Nun können diese Rasterdaten auch in der 3D Projektansicht angeschaltet werden. Dazu aktiviert man das 3D-Fenster und findet im Darstellungsmenü die Funktion DGM. Hier kann man auswählen, welches DGM darstellt werden soll und wie die Darstellung erfolgen soll. Neu ist hier die Möglichkeit, auf die DGM-Oberfläche die Daten des Kartendienstes zu mappen. Bei der ersten Auswahl dieser Option wird die Auflösung aus der Zoomstufe des Lageplanfensters übernommen, diese Auflösung sollte aber in der Regel noch sinnvoll angepasst werden.
Sobald man den Dialog mit OK bestätigt, werden von dem WMS-Server die Rasterdaten in der richtigen DGM-Größe heruntergeladen und eingelesen. Diese werden in einer Datei abgelegt, die den DGM-Namen enthält. Heißt das DGM wie in unserem Beispiel $$Bestand, so heißt die Rasterdatendatei nun $$Bestand_K.RAD.
Die Einstellung der passenden Auflösung ist ein wichtiger Punkt dieser Darstellung. Bei Luftbildern mit 20 cm Bodenauflösung ist es möglich, auch die Auflösung von 0,2 m einzustellen, dann erhält das gemappte Rasterbild den bestmöglichen Detailierungsgrad. In der folgenden Abbildung ist der Unterschied zum vorherigen Bild gut zu erkennen.
Der Unterschied der Auflösung zeigt sich natürlich in der Größe der Datei DGM-Name_K.RAD. Die Datei in Abbildung 4 hat beispielsweise eine Größe von 0,66 MB und später mit einer Auflösung von 0,2 m 433 MB. Hier sollte man immer passend zur Ausdehnung des Projektes eine sinnvolle Auflösung für die gemappten Kartendaten finden, um die Downloadzeit und die Projektgröße im Rahmen zu halten.
Möchte man auf dem DGM später die Rasterdaten eines anderen Kartendienstes anzeigen lassen, so muss man zunächst wieder im Lageplanfester die Darstellung anpassen. Daraufhin wird bei der Darstellung des DGMs im 3D-Fenster nachgefragt, ob die gemappte Karte aus dem eingestellten Kartendienst aktualisiert werden soll.
Es ist möglich auch eine farbliche Anpassung des gewählten Kartendienstes über ein Schema vorzunehmen. Möchte man im DGM beispielsweise eine topografische Karte in Graustufen oder das Luftbild blasser darstellen, so muss man zuerst wieder im Lageplanfenster diese Einstellung vornehmen (siehe Abbildung 7). Daraufhin kann die Darstellung auch für das DGM übernommen werden.
Unter dem folgenden Link finden Sie einen kleinen Film zur 3D-Kartendienst-Darstellung:
www.card-1.com/fileadmin/files/help/version-101/download/kartendienst-3d.mp4
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