Querprofillinien mit einem oder keinem Punkt anlegen

Wenn man von einer Linie, auch einer Querprofillinie, spricht, geht man normalerweise davon aus, dass sie mindestens 2 Stützpunkte enthält. Wenn nur ein oder gar kein Stützpunkt vorhanden ist, kann man im klassischen Sinne eigentlich nicht mehr von einer Linie sprechen. Trotzdem erfüllen solche „Querprofillinien“ ihre Zwecke, sodass es notwendig sein kann, diese anzulegen.

„Leere“ Querprofillinien spielen dann eine Rolle, wenn es darum geht, aus einzelnen Querschnitten in Längsverbindung Massen oder Bauwerke zu erzeugen. Denn wenn es an einer Zwischenstation gar keine Querprofillinie gibt, wird diese nicht berücksichtigt, die Masse und der Baukörper gehe darüber hinweg. Wenn sich an dieser Station dagegen ein Nullprofil befindet, werden Masse und Baukörper unterbrochen.

Im folgenden Beispiel werden Querprofile an 6 Querschnitten erzeugt, aller 10 m, beginnend an Station 0:

Abb1. :Querprofile aller 10m und daraus resultierendes Bauwerke

Abb1. :Querprofile aller 10m und daraus resultierendes Bauwerke

 

Wenn man nun die Querprofile an den Stationen 0+20,000 und 0+40,000 weg lässt, entsteht das gleiche Bauwerk, nur mit weniger Einzelabschnitten:

Abb2. :Querprofile in unregelmäßigen Abständen und daraus resultierendes Bauwerk

Abb2. :Querprofile in unregelmäßigen Abständen und daraus resultierendes Bauwerk

 

Wenn man erreichen möchte, dass der Teil zwischen den Stationen 0+10,000 und 0+40,000 ausgespart wird, genügt es nicht, die dazwischen liegenden Querprofile wegzulassen. Man könnte eine Profillinie auch im Querschnitt reduzieren und nur noch mit einem oder wenigen Punkten angeben, die keine Querschnittsfläche bilden. Damit wird Masse und Bauwerk im Übergangsbereich geschrumpft und wieder aufgeweitet:

Abb. 3: Querprofile an Zwischenstationen mit nur einem Punkt

Abb. 3: Querprofile an Zwischenstationen mit nur einem Punkt

 

Eine solche Vorgehensweise kann sinnvoll und erforderlich sein, wenn Bauwerk oder Masse durchgehen, aber in einem bestimmten Bereich keine weiteren Volumen erzeugen sollen. Dies kommt z.B. bei einer Massenberechnung nach REB 21.003 vor. Damit die Bereiche des Schrumpfens und Aufweitens realitätsnah gehalten werden, müssten jeweils 2 unmittelbar aufeinender folgende Stationen dafür genutzt werden, z.B. 0+19,999 und 0+20,000.

Es ist aber auch möglich, ein Nullprofil zu erzeugen. Dies geht über den Befehl

ELLING 0; 0; 0; 0; 110

wenn die zu erzeugende Profillinie die Nr. 110 bekommen soll. Wenn man derartige Profile an den Stationen 0+20,000 und 0+30,000 erzeugt, wird der Bereich zwischen dem vorherigen und dem nachfolgenden Querschnitt ausgespart:

Abb. 4: Aussparung von Bauwerken und Massen durch Nullprofile. Diese befinden sich hier an den Stationen 0+20,000 und 0+30,000 und sind nicht sichtbar.

Abb. 4: Aussparung von Bauwerken und Massen durch Nullprofile. Diese befinden sich hier an den Stationen 0+20,000 und 0+30,000 und sind nicht sichtbar.

 


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