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15. November 2022

Neu in Version 10: Hintergrundkarte

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Die Version 10 bietet als neue Darstellungsoption eine Funktion Hintergrundkarte an, mit der man beliebige freie WMS-Dienste in ver­schie­de­nen Zoomstufen einblenden kann. Mit den angezeigten Hintergrundkarten ist es nun möglich, sich schnell und einfach eine Übersicht über die Projektumgebung zu verschaffen und zu prüfen, welche WMS-Dienste in dem Koordinatenbereich zur Verfügung stehen.

Daten darstellen

Im CAD-Menü unter Daten darstellen findet man nun die Funktion Hintergrundkarte. Hier kann man einen der angebotenen WMS-Dienste auswählen.

Abbildung 1: Auswahl der Hintergundkarte unter „Daten darstellen“
Abbildung 1: Auswahl der Hintergundkarte unter „Daten darstellen“
Daraufhin wird in allen geöffneten Lageplanfenstern live die Karte vom WMS-Server in der jeweiligen Zoomstufe dargestellt.

Geeignete WMS-Dienste

Das Angebot offener Geodaten erweitert sich in Deutschland ständig. So stehen beispielsweise WMS-Dienste namens TopPlusOpen des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie deutschlandweit zur Verfügung, die Karten in verschiedenen Zoomstufen und Farben (Vollton, Light, grau) bereitstellen und die sich frei verwenden lassen: https://gdz.bkg.bund.de/index.php/default/wms-topplusopen-wms-topplus-open.html

Abbildung 2: Der WMS-Dienst TopPlusOpen zeigt abhängig von der Größe des Lageplanausschnittes Topografische Karten in unterschiedlichen Maßstäben und Detaillierungsgrad an.
Abbildung 2: Der WMS-Dienst TopPlusOpen zeigt abhängig von der Größe des Lageplanausschnittes Topografische Karten in unterschiedlichen Maßstäben und Detaillierungsgrad an.

Die TopPlusOpen-WMS-URLs sowie einige andere Dienste, z. B. die Topografischen Karten Sachsen, bieten bereits Layer an, die verschiedene Inhalte anzeigen, je nachdem, welcher Abstand in Metern dem Pixelabstand im Lageplanfenster entspricht. Während in einer Zoomstufe, die ein ganzes Bundesland in einem Lageplanfenster umfasst, lediglich die Namen der Orte als Text erscheinen, sind bei der maximalen Vergrößerung Straßennamen sowie einzelne Gebäude mit Hausnummern sichtbar. Bei solchen URLs genügt es, einen WMS-Dienst je Hintergrundkarte zu definieren.

Abbildung 3: Die Topografische Karte von Sachsen mit verschieden Ansichten abhängig vom Ausschnitt des Lageplanfenster.
Abbildung 3: Die Topografische Karte von Sachsen mit verschieden Ansichten abhängig vom Ausschnitt des Lageplanfenster

Es gibt aber auch den Fall, z. B. bei den Topografischen Karten Thüringens, dass die verschiedenen Maßstäbe nicht über eine einheitliche URL oder einen einheitlichen Layer angeboten werden. Um diese Inhalte optimal als Hintergrundkarte zu nutzen, können zu einer Hintergrundkarte je nach Zoomstufe /Pixelabstand verschiedene Layer oder URLs definiert werden. Das Programm entscheidet dann je nach Lageplan­aus­schnitt, welcher WMS-Layer zur Anzeige verwendet wird.

Abbildung 4: Die Verwaltungsgrenzen von Sachsen mit verschieden Inhalten abhängig vom Ausschnitt des Lageplanfenster
Abbildung 4: Die Verwaltungsgrenzen von Sachsen mit verschieden Inhalten abhängig vom Ausschnitt des Lageplanfenster

Einen Überblick verschaffen

Die Hintergrundkarte kann dazu genutzt werden, um sich zu Beginn eines Projektes einen Überblick über die angebotenen Daten zu verschaffen. So kann man für ein Projekt wahlweise das Orthofoto, die topografische Karte, die Verwaltungsgrenzen oder die Schutzgebiete für Umwelt und Wasser anschalten. Durch die Anzeige einer Hintergrundkarte lassen sich aber auch die Projektkoordinaten und das gewählte Koordinatensystem überprüfen.

Abbildung 6: die Schutzgebiete für Umwelt und Wasser können deutschlandweit angezeigt werden. Die Grenzen für die Schutzgebiete sollten später aber besser über die WFS-Dienste heruntergeladen werden, um auch Attribute wie Name oder Status zu den Schutzgebieten zu erhalten.
Abbildung 6: die Schutzgebiete für Umwelt und Wasser können deutschlandweit angezeigt werden. Die Grenzen für die Schutzgebiete sollten später aber besser über die WFS-Dienste heruntergeladen werden, um auch Attribute wie Name oder Status zu den Schutzgebieten zu erhalten.

Voraussetzungen

Bei der Hintergrundkarte handelt sich um eine reine Darstellungsfunktion. Daher genügt es, wenn das Modul „Rasterbilder darstellen“ lizenziert ist, um die neue Funktionalität zu nutzen. Zusätzlich ist eine gute und stabile Internetverbindung notwendig, um die Daten direkt live vom Server anzeigen zu lassen. 

Jeder WMS-Dienst bietet die Daten nur in auswählten Koordinatensystemen an. Das heißt, dass in card_1 nur eine Hintergrundkarte angezeigt werden kann, wenn hier ein Koordinatensystem mit richtiger Zone gewählt wurde, welches der entsprechende Dienst auch verarbeitet.  Des Weiteren muss man darauf achten, dass der Koordinatenausschnitt auch zum Dienst passt. So kann man für ein Projekt in Thüringen keinen Dienst von Sachsen nutzen. Die Hintergrundkarte bleibt in diesem Fall einfach weiß.

Welche WMS-Dienste für die Hintergrundkarte angeboten werden, wird in der Datei Hintergrundkarte.XML definiert. Diese Datei kann entweder im lokalen Projekt oder im zentralen Projekt vorliegen. Eine Vorauswahl der wichtigsten WMS-Dienste liefert card_1 bereits mit. Im zentralen Projekt CARD ist eine Hintergrund.XML-Datei hinterlegt. Darin sind den Namen der einzelnen WMS-Dienste Kürzel für die Bundesländer vorangesetzt, DE steht für deutschlandweite Dienste, TH für Thüringen, SN für Sachsen usw.

Die Auswahl der WMS-Dienste wird ständig erweitert. Mit den kommenden Freshups können demzufolge neue Versionen der Datei Hintergrund.XML mitgeliefert werden. Da die Dateien im zentralen Projekt nicht ungefragt überschrieben werden, kann man sich die jeweilige aktuelle Version aus dem INSTTEMP-Ordner im Programmverzeichnis holen.

Sollte man WMS-Dienste benötigen, die noch nicht in der Auswahl enthalten sind, so besteht die Möglichkeit, diese selbst in der XML-Datei zu ergänzen. Sie können uns aber auch gern Bescheid geben und wir tragen den neuen Dienst für Sie in die Datei ein.

Bisherige Rasterbildfunktionen

Die Funktion Hintergrundkarte ergänzt die Rasterbildfunktionen in card_1, ersetzt diese aber nicht. Wenn Sie Zeichnungen mit Rasterbildern hinterlegen wollen, ist es weiterhin notwendig, die Daten von dem WMS-Server herunterzuladen, um in card_1 in gewohnter Weise mit RAL-Dateien und RAZ-Dateien weiter arbeiten zu können.

Wenn man gelegentlich offline arbeitet oder eine unzureichende Internetverbindung hat, sollte man ebenfalls weiterhin die Rasterbilder herunterladen.

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