Gradiente transformieren oder übertragen?

Viele Büros haben als Ergänzung der Gradientenbearbeitung ein kleines Zusatzmodul erworben, die Gradiententransformation.
Im Support werden öfters Fragen zur Einsatzmöglichkeiten dieses Moduls gestellt
Soll eine Gradiente übertragen oder transformiert werden?
Die Erklärung ist relativ einfach, da beide Funktion sehr unterschiedliche Aufgabe mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen abdecken.

Gradiente übertragen

Bei einer Gradientenübertragung wird eine Gradiente auf eine andere Achse mit Halbmessern übertragen. Die übertragene Gradiente bildet die gleiche Höhenabwicklung auf der Zielachse wie auf der Quellachse. Lediglich die Stationen der Tangentenschnittpunkte werden umgerechnet.

Diese Funktion setzt voraus, dass die Achsen relativ parallel zueinander verlaufen. Die Schnittpunkthöhen werden immer 1:1 übernommen.
Die Ausrundungshalbmesser können unverändert (konstant) oder angepasst übernommen werden.  Bei „Anpassung“ wird die Tangentenlänge beibehalten und der Halbmesser „angepasst“.

Die Stationen der Tangentenschnittpunkte werden auf der Zielachse orthogonal übertragen.
Da dabei auch eine Verkürzung von Längen stattfinden kann, entstehen u.U. Überschneidungen bei benachbarten Halbmessern, die dann im Gradientenentwurf noch überarbeitet werden müssen.
Ebenfalls bedingt durch Längendifferenzen zwischen Quell- und Zielachse ändern sich Neigungswerte der Tangente.

Abb.1: Dialog zur Gradientenübertragung von Achse 1 auf Achse 11 mit unveränderten Halbmessern

Abb.1: Dialog zur Gradientenübertragung von Achse 1 auf Achse 11 mit unveränderten Halbmessern

 

Gradiente transformieren

Bei einer Gradiententransformation werden an vorgegebenen Stationen einer Zielachse die Gradientenhöhen einer in etwa parallel verlaufenden Quellachse übernommen. Es entsteht auf diese Weise auf der Zielachse eine Gradiente mit einer Folge von Tangentenschnittpunkten ohne Ausrundung, vergleichbar mit einer Kleinpunktliste. Maßgebend für die erzeugten Schnittpunkte sind die Stationsliste oder ein fester Regelabstand.

Diese Funktion wird zum Beispiel benötigt, wenn Sie in einer Längsschnittzeichnung der Zielachse auch die Gradiente einer annähernd parallel trassierten Achse beispielsweise eines Radwegs oder einer Leitung mit darstellen und beschriften wollen.

Abb.2: Dialog zur Gradiententransformation mit Kleinpunkten auf der Zielachse im 10-m-Raster

Abb.2: Dialog zur Gradiententransformation mit Kleinpunkten auf der Zielachse im 10-m-Raster

 

Abb.3: Beispiel: Gradiententransformation

Abb.3: Beispiel: Gradiententransformation

 

Beide Funktion beinhalten die Möglichkeit, die seitliche Lage von Gradienten über die Eingabe des entsprechenden parallelen Abstandes zu berücksichtigen.

 

 

 


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