Flächenbeschriftung in der Querprofilzeichnung

Zur vereinfachten Kontrolle von Massenberechnungen aus Querprofilen kann die der Berechnung zu Grunde liegende Fläche in der Querprofilzeichnung bzw. im Profilkontrollplot als Text ausgegeben werden.

Das ist bei der Erzeugung der Querprofilzeichnung mit Hilfe des Kennwortes WBESCHRIFTUNG möglich, mit dem vorher ermittelte Werte als Texte in die Zeichnung übernommen werden können.

Syntax:

     WBESCHRIFTUNG 
     Ausdruck; T; Z [; Platzhalter [; Stil [; Winkel] 

Ausdruck:

Der Ausdruck darf aus Wertkonstanten, Wertsymbolen, Funktionen und Rechenoperatoren bestehen. Die Funktionen sind in mehrere Gruppen untergliedert, die in der CARD/1-Hilfe ausführlich beschrieben sind.

  • Mathematische Funktionen
  • Winkelfunktionen
  • Funktionen zum Positionieren von Objekten
  • Funktionen für Stationen
  • Funktionen für Querprofillinien/-punkte
  • Hilfsfunktionen zur Ermittlung der Punktindizes
  • Hilfsfunktion zur Umrechnung der Einheit

Bei den Funktionen für Querprofillinien und -punkte gibt es u.a. eine Funktion zur Ermittlung der Fläche.

Syntax:

     QFLÄCHE(  Kennung; P1; P2  ) 

Es wird die Querschnittsfläche zwischen den Profillinien P1 und P2 ermittelt. Dabei wird mit der Kennung nach Auftrag und Abtrag unterschieden.

Kennung: AUFTRAG Auftragsfläche berechnen
ABTRAG Abtragsfläche berechnen

 

 

P2 ist die Linie, welche die Fläche links und rechts begrenzt. Ist P2 zu kurz, so wird die Linie intern horizontal verlängert. Soll der Flächeninhalt für eine geschlossene Linie berechnet werden, so kann P2 = 0 oder P2 = P1 gesetzt werden. Das ist oftmals dann der Fall, wenn die Flächenbegrenzungspolygone der Massenberechnung verwendet werden.

T- und Z-WERT:
Die Positionierung des ermittelten Ausdruckes erfolgt, wie gewohnt, über die T- und Z-Werte. Auch hier können die Funktionen für Querprofillinien und -punkte verwendet werden.

Um den Text mittig bzw. im Schwerpunkt einer Fläche zu platzieren, können hier die maximalen und minimalen T- und Z-Werte einer Profillinie gemittelt werden.

Syntax:

(TI(1001;MAXT(1001))+ TI(1001;MINT(1001)))/2 gemittelter T-Wert
(ZI(1001;MAXZ(1001))+ ZI(1001;MINZ(1001)))/2 gemittelter Z-Wert

MINT ( P ): Index des Profilpunktes in Linie P mit dem kleinsten T-Wert
MAXT ( P ): Index des Profilpunktes in Linie P mit dem größten T-Wert
MINZ ( P ): Index des Profilpunktes in Linie P mit dem kleinsten Z-Wert
MAXZ ( P ): Index des Profilpunktes in Linie P mit dem größten Z-Wert

Platzhalter:
Um die Lage, Länge und Genauigkeit der Wertdarstellung zu steuern, können Sie im Text Platzhalter einfügen. Ein Platzhalter besteht aus einer Kette von „#“-Zeichen.

Syntax:

"Fläche: ###.### m²"


Stil:
Die Schriftart, die Schrifthöhe und der Stift des erzeugten Textes wird über einen Schriftstil aus der CARD/1-Schriftstildefinition (CARD.STL) festgelegt.

Beispiel für WBESCHRIFTUNG:

WBESCHRIFTUNG QFLÄCHE(ABTRAG;1001;1001);TI(10;1);ZI(10;1)+1,0; "Auftrag: ###.### m²";"S5_2.0Blau"
WBESCHRIFTUNG QFLÄCHE(AUFTRAG;1002;1002);TI(10;1);ZI(10;1)+0,5; "Abtrag: ###.### m²";"S5_2.0Rot"

Abb: „Flächenbeschriftung Profile“

Der Text mit dem Flächeninhalt für die zwei geschlossenen Profillinien 1001 und 1002 wird 0,5m bzw. 1,0m über dem ersten bzw. linken Punkt der Profillinie 10 positioniert und in den Farben der dazugehörigen Fläche dargestellt. An den Stationen, an denen die Profilinie 1001 oder 1002 nicht vorhanden ist, wird auch der Text nicht ausgegeben.

 

Tipp: Eine Anleitung zum Erstellen dieses Massenkontrollplots gibt in diesem Infothektext.


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