Ermittlung von Standardraumelementen

In die CARD/1-Version 8.4 ist eine Funktion zur Ermittlung von Standardraumelementen eingebaut worden. Diese Funktion löst eine seit Version 8.308 vorhandene Skriptlösung ab und ist im Rahmen der Programmpflege für alle Lizenznehmer des Sichtweitenmoduls verfügbar.

In der aktuellen Version findet man unter Verkehrsweg – Sichtweiten berechnen den Menüpunkt H ViSt – SRE prüfen. Diese Funktion prüft gemäß H ViSt, ob sich die berechnete Trasse vollständig in eine Folge aus Standardraumelementen einteilen lässt.

Raumelemente entstehen durch die Überlagerung von Elementen der Achse und der Gradiente. Wenn sich diese Elemente in geeigneter Weise überlagern, spricht man von Standardraumelementen. Die neue Funktion untersucht die Überlagerung einer Achse und einer Gradiente auf deren Vorhandensein.

Besteht die Trasse aus Standardraumelemente, gibt es keine verdeckten Kurvenbeginne.
Eine Prüfung auf verdeckte Kurvenbeginne ist in diesem Fall nicht erforderlich.

Sichtschatten können jedoch trotzdem entstehen.

Durch die Überlagerung von Elementen der Lage und der Gradiente entstehen sechs verschiedene Raumelemente:

(11) Gerade mit konstanter Längsneigung
(12) gerade Wanne
(13) gerade Kuppe
(21) Kurve mit konstanter Längsneigung
(22) gekrümmte Wanne
(23) gekrümmte Kuppe

Überlagern sich diese Elemente in geeigneter Weise, dann sind es Standardraumelemente. Wenn nicht, dann muss eine unmittelbare Prüfung der Sichtweiten oder explizite Prüfung der 3D-Ansicht mittels Fahrsimulation erfolgen.
Sollte der Nachweis der Sichtweiten gemäß H ViSt so nicht erbracht werden, muss wohl umtrassiert werden.

Als Ergebnis werden vier Abschnittsbänder erzeugt:

  1. Elemente der Lage
  2. Elemente der Höhe
  3. Standardraumelemente
  4. Erforderliche Mindestverschiebungen des Kuppenbeginns (bei gekrümmten Kuppen zur Vermeidung von verdeckten Kurvenanfängen)

 

Abb.: Eingabedialog

 

Bedingungen für das entstehen von Standardraumelementen sind :

  1. Ein Lageplanelement (Kurve oder Gerade) muss gänzlich innerhalb eines Höhenplanelements (konstante Längsneigung, Wanne, Kuppe) liegen oder ein Höhenplanelement muss gänzlich innerhalb eines Lageplanelements liegen. Es darf also keine Zuordnung zu mehr als einem Element der anderen Seite existieren.
  2. Wenn es sich beim Höhenplanelement um eine Wanne handelt, dann muss sich das Lageplanelement komplett in der Wannenausrundung befinden.
  3. Wenn es sich beim Höhenplanelement um eine Kuppe handelt, dann muss sich die Kuppenausrundung komplett im Lageplanelement befinden.
  4. Die Differenz darf am Anfang und am Ende des Raumelements jeweils nicht mehr als 20% der Länge des Lageplanelements betragen.
  5. Im Falle einer gekrümmten Kuppe (Kuppe innerhalb Kurve) muss die Differenz mindestens einen in der H ViSt festgelegten Wert betragen. Dieser Wert ist abhängig vom Klothoidenparameter und vom Kuppenhalbmesser.

 

Arbeitsprotokoll

Abb.: Arbeitsprotokoll

Abb.: "Standardraumelement in ABS-Datei dokumentiert"

Abb.: Standardraumelement in ABS-Datei dokumentiert

Abb.: Standardraumelement im Lageplan visualisiert

Abb.: Standardraumelement im Lageplan visualisiert

 


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