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15. Juli 2020

Ergebnisse der Modellverschneidung in einer Zeichnung darstellen

Ergebnisse der Modellverschneidung in einer Zeichnung darstellen

Die Verschneidung von Mo­dell­en ist eine ein­fache und schnel­le Mö­glich­keit zur Er­mitt­lung von Mass­en. Die Er­geb­nis­se mit Auf- und Ab­trags­fläch­en wer­den am Bild­schirm für je­den ver­ständ­lich vi­su­a­li­siert. Da­raus er­gibt sich ...

Die Verschneidung von Mo­dell­en ist eine ein­fache und schnel­le Mö­glich­keit zur Er­mitt­lung von Mass­en. Die Er­geb­nis­se mit Auf- und Ab­trags­fläch­en wer­den am Bild­schirm für je­den ver­ständ­lich vi­su­a­li­siert. Da­raus er­gibt sich auch der Wunsch der An­wen­der, die­se Er­geb­nis­dar­stell­ung zu­samm­en mit der Er­geb­nis­lis­te aus­zu­ge­ben. Vie­le lö­sen das mit Hil­fe ei­nes Bild­schirm­ab­zu­ges. Wer aber eine maß­stäb­liche Dar­stell­ung in ei­ner Zeich­nung wünscht, kann das über die ge­spei­cher­ten Schnitt­lin­ien schnell um­setz­en.

1. Massenverschneidung

Über die Funktion „Topografie – DGM Massen – Massen aus Verschneidung berechnen“ kann man zwei DGMs miteinander verschneiden und die Massen für den Auf- und Abtrag ermitteln.

Abbildung 1: Ergebnisse aus der Verschneidung von zwei DGMs und die grafische Darstellung von Auf- und Abtragsflächen
Abbildung 1: Ergebnisse aus der Verschneidung von zwei DGMs und die grafische Darstellung von Auf- und Abtragsflächen
Abbildung 2: Farbliche Darstellung der Auf- und Abtragsflächen
Abbildung 2: Farbliche Darstellung der Auf- und Abtragsflächen

Am Bildschirm werden die unterschiedlichen Flächen farblich markiert. Liegt das erste DGM über dem zweiten DGM handelt es sich um Abtrag und die Fläche wird rot dargestellt. Grün sind dagegen die Auftragsflächen, wo das erste DGM unter dem zweiten DGM liegt. Zusätzlich gibt es noch die violetten Flächen, wo beide DGMs die gleiche Höhe abbilden.

Da wo der Auftrag in den Abtrag übergeht, scheiden sich die beiden DGMS, haben an dieser Stelle also identische Höhen. Diese sogenannten Schnittlinien können in card_1 als Topografielinien gespeichert werden.

Abbildung 3: Schnittlinien der beiden DGMs in der Topografie speichern
Abbildung 3: Schnittlinien der beiden DGMs in der Topografie speichern

Dazu legt man eine neue Schicht an. Auf dieser Schicht werden die Flächenumringe für die drei Arten von Flächen mit unterschiedlichen Kodes gespeichert. Die Vergabe der Kodes ist wichtig, weil diese für die Zeichnungserzeugung benötigt werden. Falls in der vorhandenen Kodetabelle noch keine passenden Kodes definiert wurden, können diese hier unter Beachtung der bereits im Projekt vorhandenen Kodes neu angelegt/eingetragen werden.

2. Darstellung in der Topografie

Um diese Schnittlinien auch in der Topografie farbig betrachten und evtl. weiterverwenden zu können, sollten die Kodes der drei verschiedenen Linientypen in den Darstellungstabellen mit jeweils einem Flächenstil vereinbart werden.

Zunächst legt man unter „Einstellungen – Flächenstile bearbeiten“ drei Flächenstile mit den gewünschten Farben an.

Abbildung 4: Flächenstile mit Flächenfüllung, Transparenz und Rand anlegen oder importieren
Abbildung 4: Flächenstile mit Flächenfüllung, Transparenz und Rand anlegen oder importieren

Im Menü Einstellungen – Kodetabellen – Linienkode bearbeiten, werden die neuen Kodes ergänzt und unter dem Menüpunkt „Einstellungen – Darstellungstabellen – Linientabelle bearbeiten“ kann man den Kodes diese Flächenstile zuweisen. Dabei sollte den aktiven und passiven Schichten der Stift „0“ vergeben werden, um die im Flächenstil definierten Farben zu sehen.

Abbildung 5: In der Darstellungstabelle für Linien den Kode mit den Flächenstile definieren
Abbildung 5: In der Darstellungstabelle für Linien den Kode mit den Flächenstile definieren

Diese Darstellung wird dann aktiv, wenn man unter „Daten darstellen“ die Kodedarstellung mit Farbe und Schraffuren anschaltet.

Benötigt man nur die Ergebniszeichnung, kann die Bearbeitung der Kode- und Darstellungstabellen auch weggelassen werden.

3. Zeichnungserzeugung

Im Menü „Zeichnung – Lageplanzeichnung erstellen“ wählt man eine vorhandene Zeichnungsvereinbarung aus. In dieser Datei müssen nun die Kodes mit dem Flächenstilen verknüpft werden.  Die folgenden Zeilen können in die PLV kopiert werden, ggf. müssen noch die Kodes angepasst werden:

*****Zeichnungsinhalte: Ergebnisse aus der Verschneidung*****
* (Schicht mit den Schnittlinien bei der Zeichnungserzeugung wählen)

***Abtragsfläche

LFLÄCHE 2002;2002; 'DGM_Verschneidung_Abtrag';LAYER:'DGM_VERSCHNEIDUNG_ABTRAG'
***identische Fläche
LFLÄCHE 2003;2003; 'DGM_Verschneidung_identisch';LAYER:'DGM_VERSCHNEIDUNG_IDENTISCH'
***Auftragsfläche
LFLÄCHE 2004;2004; 'DGM_Verschneidung_Auftrag';LAYER:'DGM_VERSCHNEIDUNG_AUFTRAG'

Nach der Zeichnungserzeugung mit Blattschnitt und den gewählten Schichten und DGMs werden die Flächen folgendermaßen dargestellt:

Abbildung 6: Flächen der DGM-Verschneidung in der Zeichnung dargestellt
Abbildung 6: Flächen der DGM-Verschneidung in der Zeichnung dargestellt

Wer lieber eine eigene Zeichnung nur für die Verschneidungsergebnisse erzeugen möchte, kann sich hier eine Beispiel-Plotvereinbarung herunterladen. Im Download stehen auch die Zeichnungslegende und eine Exportdatei für die Flächenstile zur Verfügung. Diese müssen zusammen mit der PLV-Datei in das jeweilige Projekt kopiert werden. Damit die Flächenstile im Projekt verwendet werden können, müssen diese unter „Einstellungen – Flächenstile bearbeiten“ und „Bearbeiten – Einträge importieren“ eingelesen werden. Alle anderen Zeichnungsinhalte und Stifte stehen im Programm bereit, wenn das Regelwerk RE2012 aktiviert wurde.

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