Dynamische Lesezeichen nutzen

In zunehmendem Maße nutzen Sie frei zugängliche Geodaten als Basis für Projektplanungen. Ein Thema dabei ist die Aktualität. Eine sichere Variante wäre, alle Daten vor jeder Nutzung neu aus dem Internet zu holen. Aus Aufwands- und Zeitgründen kommt diese aber normalerweise nicht in Frage, zumindest nicht für alle Daten.

Die gegenteilige Herangehensweise wäre, nach dem Erstbezug der Daten nie wieder die Aktualität zu prüfen. Das kann aber dazu führen, dass Ihre Daten veraltet sind und Sie daraus falsche Schlüsse ziehen. z.B. wenn sich die Grenzen eines Schutzgebietes verlagert haben oder wenn ein Flurstück von öffentlich an privat veräußert wurde.
Abhilfe können hier dynamische Lesezeichen bringen, die Sie in Ihre E-Mail-Applikation einbinden. Auf diese Weise erhalten Sie eine Nachricht, wenn es aktuellere Daten gibt und Sie ersparen sich das regelmäßige Überprüfen der Internet-Angebote und müssen dafür auch keinen Newsletter abonnieren, der größtenteils irrelevante Informationen enthält.

Die Einbindung in ein E-Mail Programm erklären wir Ihnen am Beispiel der beiden populären E-Mail Clients „Outlook“ von Microsoft und „Thunderbird“.

Thunderbird

In Thunderbird können Sie sehr einfach einen RSS-Feed einbinden. Dafür nutzen Sie den Startbildschirm des Thunderbird-Kontos. Klicken Sie im Bereich „Konten“ auf „Feeds“ (Abb. 01). Im folgenden Fenster vergeben Sie eine Bezeichnung für Ihre zukünftige Feed-Sammlung (Abb. 02). Nach Eingabe der Bezeichnung erstellen Sie Ihr Feed-Konto mit Klick auf „Fertigstellen“ (Abb. 03).

Abb. 01: Startbildschirm von Thunderbird

Abb. 01: Startbildschirm von Thunderbird

 

Abb. 02: Eingabe des Kontonamens

Abb. 02: Eingabe des Kontonamens

 

Abb. 03: Bestätigung zum Anlegen des Feed-Kontos

Abb. 03: Bestätigung zum Anlegen des Feed-Kontos

 

Ihr neu entstandenes Feed-Konto finden Sie in der Seitenleiste (Abb. 04). Wählen Sie dieses Konto aus. Im rechten Fenster finden Sie den Abschnitt „Feeds“. Klicken Sie hier auf den Punkt „Abonnements verwalten“ (Abb. 05). Anschließend geben Sie die gewünschte Feed-Adresse an, z.B.: http://sg.geodatenzentrum.de/web_download/dgm/dgm200/dgm200.atom.xml (Abb. 06).

Abb. 04: Das neue Konto in der Seitenleiste

Abb. 04: Das neue Konto in der Seitenleiste

 

Abb. 05: Abonnements verwalten

Abb. 05: Abonnements verwalten

 

Abb. 06: Verwaltung der Feed-Adresse

Abb. 06: Verwaltung der Feed-Adresse

 

Wenn Sie eine Adresse eingetragen haben, können Sie den Knopf „Hinzufügen“ anklicken. Nach der Prüfung erhalten Sie die Meldung „Feed hinzugefügt“ (Abb. 07). Die Einrichtung Ihres Feeds ist damit abgeschlossen. Für weitere Feeds wiederholen Sie die Schritte ab Abbildung 05.

Den Inhalt des jeweiligen Feeds finden Sie analog zum E-Mail Postfach im Nachrichtenbereich von Thunderbird (Abb. 08). Wenn Sie an dieser Stelle auf einen Eintrag doppelt klicken, startet unmittelbar ein Download der damit verbundenen Daten als eine zip-Datei (Abb. 09).

Abb. 07: Prüfung der eingegeben Adresse und Fertigstellung des Feeds

Abb. 07: Prüfung der eingegeben Adresse und Fertigstellung des Feeds

 

Abb. 08: Die Einträge des Feeds im Nachrichtenbereich von Thunderbird

Abb. 08: Die Einträge des Feeds im Nachrichtenbereich von Thunderbird

 

Abb. 09: Download der verknüpften Dateien

Abb. 09: Download der verknüpften Dateien

 

Outlook

Die Einrichtung eines RSS-Feeds ist in Outlook schnell erledigt. Nach dem Start von Outlook finden Sie in der linken Seitenleiste die Rubrik „RSS-Feeds“ (Abb. 10). Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf diese Rubrik und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag „Neuen RSS-Feed hinzufügen“ (Abb. 11). Im folgenden Fenster (Abb. 12) tragen Sie die gewünschte Feed-Adresse ein, z. B.: http://sg.geodatenzentrum.de/web_download/dgm/dgm200/dgm200.atom.xml.

Abb. 10: Rubrik: RSS-Feeds

Abb. 10: Rubrik: RSS-Feeds

 

Abb. 11: RSS-Feed hinzufügen im Kontextmenü

Abb. 11: RSS-Feed hinzufügen im Kontextmenü

 

Abb. 12: Pfadangabe zum gewünschten RSS-Feed

Abb. 12: Pfadangabe zum gewünschten RSS-Feed

 

Nach Prüfung des Pfades wird Ihnen ein Hinweisfenster gezeigt (Abb. 13). Hier können Sie den Vorgang abbrechen, das Anlegen des Feeds bestätigen oder Sie nutzen die Möglichkeit, den Eintrag noch anzupassen (Abb. 14).

Wenn Sie den Feed angelegt haben, finden Sie die dazugehörigen Einträge im Nachrichtenbereich von Outlook (Abb. 15).

Abb. 13: Hinweis zum Einrichten des Feeds

Abb. 13: Hinweis zum Einrichten des Feeds

 

Abb. 14: Konfiguration des Feeds

Abb. 14: Konfiguration des Feeds

 

Abb. 15: Anzeigen des Feed-Inhalts

Abb. 15: Anzeigen des Feed-Inhalts

 

Der Download der verknüpften Daten erfolgt nach Anzeigen der Nachricht (Abb. 16) und durch Klicken auf „Artikel anzeigen“.

Weitere Feeds erstellen Sie durch Wiederholen der Schritte ab Abbildung 10.

Abb. 16: Download der verknüpften Dateien

Abb. 16: Download der verknüpften Dateien

 

Nachfolgend finden Sie Beispiele für sinnvolle Feeds für card_1 Anwender:

Digitales Geländemodell Gitterweite 200 m (der im Beispiel verwendete Feed)
http://sg.geodatenzentrum.de/web_download/dgm/dgm200/dgm200.atom.xml

INSPIRE – Flurstuecke und Gemarkungen Sachsen
http://geodownload.sachsen.de/inspire/cp_atom/Dataset_sn_cp_shape.xml

INSPIRE – Schutzgebiete Sachsen ATOM Service Feed
http://geodownload.sachsen.de/inspire/ps_atom/Service_ps.xml

INSPIRE Dataset Feed: INSPIRE TH Schutzgebiete ALKIS Thüringen
http://www.geoproxy.geoportal-th.de/inspire-dl/atom/DataSet/DataSet_605d5273-0c78-45b2-a472-68b422d142b4.xml

INSPIRE Downloadservice Schutzgebiete Baden-Württemberg
https://rips-gdi.lubw.baden-wuerttemberg.de/Atom_feed/de-bw-lubw_inspire_downloadservice_rips_naturschutz/de-bw-lubw_inspire_downloadservice_rips_naturschutz.xml

INSPIRE-Downloaddienst – Bundesamt für Naturschutz
https://geodienste.bfn.de/arcgis/rest/directories/arcgisforinspire/inspire/protectedsites_MapServer/Service_e2e51dc2-af22-486f-8e66-ebf12c3a2f77.atom.xml

Atom-Feed Straßennetz Landesbetrieb Straßenbau NRW
http://www.gis-rest.nrw.de/atomFeed/rest/atom/f4affc5e-a01a-4531-895c-5c6e59685ed1.html


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