DXF/DWG-Ausgabe mit Vorlagedatei

Beim Export von Zeichnungen oder von Topografiedaten ins DXF/DWG-Format können sogenannte Vorlagedateien definiert werden. Aus diesen Dateien, die ebenfalls im DXF/DGW/DWF-Format vorliegen müssen, werden nicht nur sämtliche Einstellungen für die neu zu erstellende Datei übernommen, sondern auch der darin enthaltene Datenbestand. Dieser wird bei der Ausgabe lediglich ergänzt um die Daten, die in der CARD/1-Zeichnung bzw. Topografie enthalten sind.

Welche Daten in der Vorlagedatei werden übergeben?
Häufig sollen Projektdaten, die als DXF/DWG/DWF-Datei weitergeben werden, bestimmten Vorgaben entsprechen. Zum Beispiel:

  • vorgeschriebene Layereinteilung mit fester Namensgebung und Farbgestaltung
  • vordefinierte Blöcke, auch mit Attributen
  • Textstile
  • Linientypen

Man kann diese Vorgaben in der Vorlagendatei definieren und diese bei der Ausgabe der Daten benutzen.

Woher bekommt man eine Vorlagendatei?
Man erstellt eine Vorlagendatei durch DXF/DWG -Ausgabe einer geeigneten CARD/1 Zeichnung oder durch Eingabe direkt im Zielsystem. Da die Vorlagendatei in der Regel nur Einstellungen und Definitionen enthalten soll, müssen die Verweise auf die Daten entfernt werden. In manchen Fällen erhält man auch eine fertige Vorlagendatei von dem Auftraggeber.

Wo verwendet man die Vorlagedatei?
Der Export von DXF/DWG-Daten mit Vorlagedatei ist in folgenden Menüs zu finden:

  • Zeichnung – Datenaustausch – DXF/DWG-Daten exportieren (Zeichnung) – Schema bearbeiten
  • Topografie – Datenaustausch – DXF/DWG-Daten exportieren (Topografie)

Unter diesen Funktionen setzt man das Häkchen für Vorlagendatei verwenden und wählt die Vorlagendatei. Das Ergebnis ist eine DXF/DWG/DWF-Datei, welche die CARD/1 Zeichnung bzw. Topografie enthält und in der Struktur der Vorlagendatei angelegt wurde.

Abb: Wahl der Vorlagedatei bei der Zeichnungsausgabe von DXF/DWG-Daten

Abb: Wahl der Vorlagedatei bei Topografieausgabe von DXF/DWG-Daten

So nutzen Sie die Vorlagendatei
Die Zuordnungen zwischen den vorhandenen Datenstrukturen und denen der Vorlage wird größtenteils über die Konvertierungstabellen geregelt. Beispielsweise weist man den CARD/1 Symbol-/Objektverweisen die entsprechenden Blocknamen oder den Zeichnungslayern die entsprechenden Layernamen der Vorlage zu. Nicht in der Vorlage enthaltene Definitionen (wie Blöcke, Layer, Textstile und Linientypen) werden bei Bedarf in der neuen DXF/DWG-Datei ergänzt.

Alternativ zu einer reinen Vorgabendefinition kann eine Vorlagendatei auch Daten enthalten. Möchten man z. B. eine DXF/DWG/DWF-Datei mit Bestandsdaten beim Export unverändert weitergeben, so kann man diese Datei als Vorlagendatei wählen. Das zu exportierende Zeichnungsobjekt darf dann nur die eigenen Planungen enthalten, so dass beim Export der Bestand um die Planung erweitert wird.

Beispiel zu Verwendung der Vorlagedatei:
Eine DXF-Datei mit Vermessungsdaten wird eingelesen und als Topografie gespeichert. Auf Grund der Vermessung kann eine Achse mit den dazugehörigen Stationsdaten, Gradienten und Querprofilen entworfen werden. Die Achszeichnungen werden global und ohne Zeichnungsrand erzeugt. Die Ausgabe der Achszeichnung über die DXF-Schnittstelle kann ohne Topografiehintergrund erfolgen, da dieser bereits in der Vorlagedatei enthalten ist. Dazu wählt man beim Export als Vorlage die entsprechende Datei, die bereits für den Import verwendet wurde. Alle Inhalte der Vorlage-DXF-Datei bleiben erhalten und werden um die Inhalte der Achszeichnung ergänzt.

Ein weiteres Beispiel für die Anwendung der Vorlagedatei bei der Ausgabe von Blöcken mit Attributen finden Sie unter diesem Infothekartikel.

 


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