Datenprüfung mit erweiterter Protokollausgabe bei der DGM-Erstellung

Seit der Version 8.430 gibt es innerhalb der DGM-Bearbeitung zwei Erweiterungen, die die Bearbeitung von Fehlern in den Basisdaten eines DGM erleichtern.
Diese Funktionen befinden sich innerhalb der Funktion „Fehler beheben“.

Für die automatische Fehlerbehebung gibt es eine frei konfigurierbare Höhendifferenz. Dieser Wert legt fest, bis zu welcher Höhendifferenz die automatische Fehlerbeseitigung wirksam werden darf. Angewendet wird dieser Wert  bei allen Massenoperationen.

 

Abb. 1: max. Höhendifferenz für automatische Fehlerbeseitigung als Vorgabewert

Abb. 1: max. Höhendifferenz für automatische Fehlerbeseitigung als Vorgabewert

 

Als ein Anwendungsfall sei hier die Funktion „höchste behalten“ innerhalb „Lageidentität“ genannt.

Überschreitet die Höhendifferenz zwischen den lageidentischen Punkten den vorgegebenen Wert (im Bild 0,05 m), so werden die Referenzen auf die betroffenen Punkte nicht entfernt.

Wenn beispielsweise bei einer Stützwand bedingt durch Konstruieren Unterkante und Oberkante lageidentische Punkte aufweisen, wird durch die Höhendifferenz vermieden, dass wichtige Punktreferenzen automatisch entfernt werden. Im Beispiel Stützwand werden alle Punkte zur geometrischen Abbildung im DGM benötigt. Und eine Bearbeitung des Modell-Fehlers ist nur über die Topografie unter Beibehaltung aller Bauwerkspunkte sinnvoll möglich.

Nach der automatischen Korrektur der Fehler werden die verbleibenden Restfehler mit der maximalen Höhendifferenz angezeigt. Hier besteht dann in einem nächsten Schritt die Möglichkeit, die verbliebenen Fehler durch eine zweite Massenoperation zu beheben, für die die maximale Höhendifferenz vergrößert werden müsste.

 

Abb. 2: Anzeige Restfehler

Abb. 2: Anzeige Restfehler

 

Die maximale Höhendifferenz wirkt bei den drei Fehlerarten „Lageidentität“, „Punkt auf Linie“ und „Linienschnitte“.

Die zweite Erweiterung im DGM-Modul sind Protokolle bei den vorgenannten drei Fehlerarten. Mit der Funktion „Protokoll“ werden spezifische Einträge zur Fehlerart jeweils ins Arbeitsprotokoll geschrieben. Die Protokolleinträge sind mit grafische Interaktionen gekoppelt.

Bei der Funktion „Punkt auf Linie“ wird im Protokoll der Punkt gelistet mit Höhe und Kode sowie dem Kode der Linie und der Linienhöhe. Darüber hinaus ist vermerkt, ob der Punkt ein freier Punkt oder ein Stützpunkt einer Bruchlinie ist. Die letzte Spalte weist die Höhendifferenz aus.
Aus der Höhendifferenz und der Option Stützpunkt einer weiteren Linie lässt sich beispielsweise ableiten, ob der Punkt bedenkenlos in die kritische Bruchlinie als Stützpunkt eingefügt werden kann.

 

Abb. 3: Protokoll für "Punkt auf Linie"

Abb. 3: Protokoll für „Punkt auf Linie“

 

Bei der Funktion „Linienschnitte“ wird im Protokoll der Linienkode, die Schicht, der Stützpunkt, die Höhe der Linien im Schnittpunkt sowie die Höhendifferenz aufgelistet. Die einfache Unterstreichung beim Linienkode (Abb. 4) dient gleichzeitig als grafische Schaltfläche.

 

Abb. 4: Protokoll für Linienschnitte mit Verlinkung über Linienkode

Abb. 4: Protokoll für Linienschnitte mit Verlinkung über Linienkode

 

Durch Antippen des Linienkodes wird im Grafikfenster der gewählte Einzelfehler im Detail dargestellt, so dass eine manuelle grafische Suche entfällt.

 

Abb. 5: grafischer Fokus auf gewählten Einzelfehler

Abb. 5: grafischer Fokus auf gewählten Einzelfehler

 

Die dritte Protokollart ist für die Fehleranalyse bei lageidentischen Punkten eingebaut worden. Auch hier bietet das DGM-Fehlerprotokoll neben den Punktnummern Informationen zum Kode und zur Höhendifferenz. Die unterstrichene Punknummer dient gleichzeitig als Link auf einen detaillierten Ausschnitt auf das identische Punktepaar im Modell.

 

Abb. 6: Liste mit identischen Punkten und Verlinkung

Abb. 6: Liste mit identischen Punkten und Verlinkung

 

 

 


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