Abbildung 1: Nebenattribute eines Gebäudes, Beispiel Berlin Hbf mit WMS-Hintergrund. (Quelle der Geodaten: © Geoportal Berlin, dl-de/by-2-0)

Übernahme von Attributen aus City-GML-Daten

Beim Import von 3D-Gebäuden aus CityGML-Dateien wird nicht nur die Geometrie übernommen, sondern die entstehenden Baugruppen erhalten auch Nebenattribute.

Abbildung 1: Nebenattribute eines Gebäudes, Beispiel Berlin Hbf mit WMS-Hintergrund. (Quelle der Geodaten: © Geoportal Berlin, dl-de/by-2-0)

Abbildung 1: Nebenattribute eines Gebäudes, Beispiel Berlin Hbf mit WMS-Hintergrund. (Quelle der Geodaten: © Geoportal Berlin, dl-de/by-2-0)

Welche Attribute CityGML-Daten haben, ist nicht einheitlich, sondern hängt vom Herausgeber ab. Manche Attribute sind über die AdV standardisiert. Dies wird von card_1 genutzt, um die Einträge auf Wunsch zu entschlüsseln.

Abbildung 2: Einstellungen zur Entschlüsselung

Abbildung 2: Einstellungen zur Entschlüsselung

Auch die geografischen Angaben können entschlüsselt werden. Dazu werden die Vorlagedatenbanken mit Katasterdaten verwendet, wie sie zusammen mit dem zentralen Projekt CARD ausgeliefert wurden.

Abbildung 3: Beispiel mit geografischer Entschlüsselung in Thüringen. (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, dl-de/by-2-0)

Abbildung 3: Beispiel mit geografischer Entschlüsselung in Thüringen. (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, dl-de/by-2-0)

Neben der Anzeige können die Nebenattribute auch zur Weitergabe im BIM-Prozess per IFC oder CpiXML oder zur Auswertung genutzt werden. Zum einen lassen sich aus den Nebenattributsinhalten Texte erzeugen.

Abbildung 4: Beispiel Hamburg, Geschosszahlen als Texte aus CityGML-Baugruppen. (Quelle der Geodaten: Freie und Hansestadt Hamburg © GDI-Th, dl-de/by-2-0)

Abbildung 4: Beispiel Hamburg, Geschosszahlen als Texte aus CityGML-Baugruppen. (Quelle der Geodaten: Freie und Hansestadt Hamburg © GDI-Th, dl-de/by-2-0)

Eine andere Auswertungsvariante ist, die Darstellung der Gebäude entsprechend ihrer Funktion zu definieren. Im Protokoll sind die einzelnen Funktionen aufgelistet:

───────────────────────────────────────────────────────────────────────────
Anzahl | Nebenattributsinhalt
───────────────────────────────────────────────────────────────────────────
    21 | Allgemein bildende Schule
    1 | Bibliothek, Bücherei
        2 | Burg, Festung
        3 | Einkaufszentrum
        5 | Feuerwehr
   7567 | Funktion nicht gefunden.
        2 | Gebäude für Bildung und Forschung
        8 | Gebäude für Erholungszwecke
      48 | Gebäude für Gesundheitswesen
        4 | Gebäude für kulturelle Zwecke
        4 | Gebäude für öffentliche Zwecke
      51 | Gebäude für soziale Zwecke
    561 | Gebäude für Wirtschaft oder Gewerbe
        1 | Gericht
      13 | Hochschulgebäude (Fachhochschule, Universität)
        5 | Kirche
        6 | Krankenhaus
        5 | Parkhaus
        1 | Rathaus
        7 | Schloss
        9 | Sport-, Turnhalle
        2 | Theater, Oper
        5 | Treibhaus, Gewächshaus
        8 | Verwaltungsgebäude
        2 | Wasserbehälter
   5553 | Wohngebäude
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Abbildung 4: Zuordnungstabelle Massenpositionen – Baugruppen – Bauwerksstruktur

Abbildung 4: Zuordnungstabelle Massenpositionen – Baugruppen – Bauwerksstruktur

Obige Abbildung zeigt auszugsweise die Zuordnung verschiedener Massenpositionen für eine zweibahnige Straße in getrennte Baugruppen.

Über einen gemeinsamen cpiFitMatchKey werden die Baugruppen für die Nutzung im weiteren Prozess (BIM+AVA) wieder zusammengeführt.

Zusätzliche Eigenschaften können in den 30 freien Attributspalten wie bei der Profillinientabellen vereinbart werden. Hier im Beispiel sind es Dicke und Belastungsklasse.

Transparente Stifte und Materialien bei der Bauwerksdarstellung nutzen

Wenn ein Bauwerk dauerhaft transparent dargestellt werden soll, so ist das durch die Verwendung transparenter Materialien möglich.

Abbildung 1:Prinzip Transparenz: Würfelförmiges Bauteil mit Material „Glas“ auf „Sockel“-DGM

Abbildung 1:Prinzip Transparenz: Würfelförmiges Bauteil mit Material „Glas“ auf „Sockel“-DGM

Die Notwendigkeit, Bauteile in Glas darzustellen, ist eher selten gegeben. Weit häufiger wird Transparenz dazu verwendet, eine prinzipielle Durchlässigkeit zu visualisieren. Dies ist z.B. bei einem Schutzgebiet „Wald“ sinnvoll, um einerseits den Raumbedarf der Bäume sichtbar zu machen, andererseits aber auch einen Durchblick durch den Wald zuzulassen.

Abbildung 2: Schutzgebiet mit Material „Transparent grün, 50 % Transparenz“.

Abbildung 2: Schutzgebiet mit Material „Transparent grün, 50 % Transparenz“.

Als weiterer Fall kann auftreten, dass man eine Bauteil nicht dauerhaft transparent haben möchte, aber zur Untersuchung darunter liegender Bauteile wäre eine zeitweise transparente Darstellung wünschenswert. Dies erreichen Sie, indem Sie zwar ein nicht transparentes Material, aber einen transparenten Stift zuordnen. Als Beispiel soll hier eine Straße mit darunter befindlichen Leitungen dienen.

https://www.igmilde.de/wp-content/uploads/2022/04/igm_feature_strasse_01_1000x667.jpg

Abbildung 3: Straße mit darunter befindlicher Leitung inkl. Schutzbereich

Hier wird augenfällig, dass die Straße normalerweise nicht transparent dargestellt sein soll, aber damit verdeckt sie die Leitung vollständig. Man könnte zwar die Darstellung der Straße ganz abschalten und damit die Leitung sichtbar machen, aber was dann fehlt ist die Relation der Leitung zur Straße. Deshalb wurde hier ein transparenter Stift zugeordnet.

Abbildung 4: Einstellung eines optionalen transparenten Stiftes

Abbildung 4: Einstellung eines optionalen transparenten Stiftes

Sie können diese Einstellung in Bauwerke verwalten auch nachträglich vornehmen und müssen dafür nicht Ersteller dieses Bauwerks sein. Wenn Sie anschließend die Darstellung auf „Farben: Stift“ stellen, entsteht der gewünschte Transparenz-Effekt:

Abbildung 5: Darstellung über optionalen Stift

Abbildung 5: Darstellung über optionalen Stift

Abbildung 2: 3D-Ansicht mit erzeugten Bauteilen und unterirdischer Leitung

Aktueller Stand der Querprofilentwicklungsbibliothek von IGM

Wer bei IGM eine Querprofilschulung besucht hat, kennt die Bibliothek QPSLIBIGM. Diese stellt eine Art „Turbo“-Taste für die Quer­profil­ent­wick­lung dar, weil bereits bestimmte Grundaufgaben gelöst sind und nicht erneut für jeden Profilpunkt einzeln bedacht werden müssen. So sind Sie beispielsweise mit einem einzigen Befehl HOBO in der Lage, einen Hochbord mit Oberflächenlinie darüber, umgrenzender Profillinie und Rückenstütze zu erzeugen. Auch eine Rinne z.B. aus Muldensteinen lässt sich über einen einzigen Befehl BETMURINNE schnell erzeugen.

Abbildung 1: Oberflächenprofil mit Bord und Rinne aus Muldensteinen in Busbucht

Abbildung 1: Oberflächenprofil mit Bord und Rinne aus Muldensteinen in Busbucht

Im Dialog mit den Anwendern entwickelt sich die Bibliothek stetig weiter. Angesichts der immer weiter verbreiteten 3D-Planung und BIM ist es nicht verwunderlich, dass die neueren Erweiterungen in diese Richtung gehen. Auch soll es zwischen den 3D-Bauwerken und den klassischen Profillinien keinen Bruch, sondern einen nahtlosen Übergang geben. Die dafür bereitgestellten Funktionen werden in diesem Artikel vorgestellt.

Richtung 1: Von der Profillinie zum Bauwerk

Wenn man z.B. die erwähnten Hochborde an mehreren aufeinander folgenden Querschnitten erzeugt, dann fehlt nur noch der Schritt, die umgrenzenden Profillinien in Längsrichtung miteinander zu verbinden, um daraus ein Bauwerk zu bilden. Die entsprechende Funktion heißt Bauteil_aus_ZuProfil. Damit können geschlossene Profillinien in Längsrichtung verbunden und damit zu einem Bauteil zusammengefasst werden. Verschiedene Parameter regeln dabei die Namensgebung, die Eingliederung der Bauteile in Baugruppen und Bauwerke sowie die Frage, ob und wenn ja nach welchem Prinzip die Bauteile in Längsrichtung getrennt werden. Wenn offene Profillinien wie z.B. eine Deckschicht zu Bauwerken gemacht werden sollen, gelingt dies mit der Funktion Bauteil_aus_Lprofil, die die Eingabe einer Schichtdicke zulässt.

Abbildung 2: 3D-Ansicht mit erzeugten Bauteilen und unterirdischer Leitung

Abbildung 2: 3D-Ansicht mit erzeugten Bauteilen und unterirdischer Leitung

Richtung 2: Vom Bauwerk zur Profillinie

Aufgemessene oder aus Datenbeständen übernommene Leitungen können Bauwerke sein, die nicht über die Profilentwicklung entstehen. Diese werden lagerichtig in Querschnitten und Querschnittszeichnungen angezeigt. Aber wenn sie außerdem bemaßt werden sollen, ist es sinnvoll, diese in Querprofile zu überführen, damit anschließend alle Bemaßungsfunktionen von Profillinien auch für diese Bauwerke genutzt werden können. Der Bibliotheksbefehl PrfLin_aus_Bauteil übernimmt diese Umwandlung.

Abbildung 3: Querprofilzeichnung mit bemaßtem Leitungsbauwerk

Abbildung 3: Querprofilzeichnung mit bemaßtem Leitungsbauwerk

Eine Beschreibung der QPSLIBIGM finden Sie hier.

Mit Klick auf den nachfolgenden Button können Sie die QPSLIBIGM.QPR anfordern.

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Abbildung 1: 3D-Projektansicht mit DGM, Orthophotos und LoD2-Gebäuden aus Geodaten Hessen Lizenzinformationen: Diese Daten stehen unter der Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0, © GeoBasis-DE / HVBG

Offene Geodaten Hessen

Es gibt eine gute Nachricht für alle, die Projekte in Hessen bearbeiten. Ab 1.2.2022  bietet die Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation ihre Geodaten als OpenData an (https://hvbg.hessen.de/pressemitteilungen/land-gibt-amtliche-geodaten-frei).

Dies ist ein Grund für uns, diese Daten unter die Lupe zu nehmen und für Sie ein Demoprojekt  zu erstellen, aus dem Sie die Zugangsadressen und -wege entnehmen können. Damit verringert sich für Sie neben dem bürokratischen auch der technische Aufwand zur Nutzung der Geodaten. Die Schemata für den Zugang für WMS- und WFS-Dienste können Sie aus diesem Projekt in Ihr zentrales Projekt CARD überführen. Damit stehen Sie Ihnen in allen Projekten zur Verfügung.

Abbildung 1: 3D-Projektansicht mit DGM, Orthophotos und LoD2-Gebäuden aus Geodaten Hessen Lizenzinformationen: Diese Daten stehen unter der Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0, © GeoBasis-DE / HVBG

Abbildung 1: 3D-Projektansicht mit DGM, Orthophotos und LoD2-Gebäuden aus Geodaten Hessen Lizenzinformationen: Diese Daten stehen unter der Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0, © GeoBasis-DE / HVBG

Die Orthofotos können mit einer Genauigkeit von 20 cm über einen WMS-Dienst abgerufen werden. 3D-Gebäudemodelle werden in der Detaillierungsstufe  2 (LoD2) im CityGML-Format angeboten. Das Digitale Geländemodell mit Rasterweite 1m steht landesweit zur Verfügung.

Auch in Hessen gibt es aktuell einen Wermutstropfen. Die Schutzgebiete unterliegen nicht dem OpenData, werden aber dennoch vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie kostenfrei für private und gewerbliche/kommerzielle Nutzung bereitgestellt. Allerdings funktioniert es derzeit nur für WMS, also als Rasterbilder. Wer die Schutzgebiete als Topografielinien oder 3D-Objekte in Projekte einbinden möchte, sollte dafür WFS-Dienste nutzen, aber diese sind leider aus technischen Gründen momentan nicht verfügbar (https://www.hlnug.de/themen/geografische-informationssysteme/geodienste/naturschutz).

Das Projekt „ 91_DEMO_Geodaten_Hessen“ können Sie sich hier herunterladen. Es enthält eine Projektdokumentation als PDF sowie Links zu den WMS- und WFS-Diensten als auch zu den Daten-Downloads. Zukünftig wird es auf https://www.card-1.com/ im Downloadbereich zusammen mit den anderen Beispiel- und Vorlagenprojekten angeboten und die Beschreibung wird Bestandteil der card_1 Hilfe sein.

Abbildung 1: Von Hand gebildetes Selektionspolygon

Selektionspolygone für Rechtecke und Projektgrenzen

Selektionspolygone sind ein vielseitig einsetzbares Werkzeug zur Eingrenzung der räumlichen Ausdehnung. Häufig kommt es dabei gar nicht genau auf die Position der einzelnen Stützpunkte an, sondern es genügt, dass bestimmte sichtbare Daten ein- oder ausgeschlossen sind, z.B. für eine Transformation.

Ein Tipp ist, bei der Definition oben links zu beginnen und von dort aus im Uhrzeigersinn den Bereich zu umfahren. Damit wird erreicht, dass bei der Darstellung inklusive Namen dieser ebenfalls oben links und in lesbarer Richtung steht.

Abbildung 1: Von Hand gebildetes Selektionspolygon

Abbildung 1: Von Hand gebildetes Selektionspolygon

Wenn der Verlauf genauer gezogen werden soll, sind auch für Selektionspolygone die üblichen Punktgewinnungsmethoden wie „markierte Punkte“, „Linienpunkt“ und „Zeichnungskoordinate“ verfügbar. Außerdem lassen sich Blattschnitte, Linien und  Achsabschnitte als Teile eines Polygons verwenden.

Abbildung 2: Genaues Selektionspolygon unter Nutzung markierter Punkte und Achsabschnitte

Abbildung 2: Genaues Selektionspolygon unter Nutzung markierter Punkte und Achsabschnitte

Für bestimmte Zwecke ist es sinnvoll, ein rechteckiges Selektionspolygon zu haben, dessen Kanten parallel zu den Koordinatenachsen verlaufen. Dies kann z.B. für die Festlegung eines Bereichs, in dem ein WMS-Rasterbild herunter geladen werden soll, oder für die Speicherung einer aktuellen Projektausdehnung sein. In diesem Fall ist es sinnvoll, ein Skript zu nutzen, denn Skripte können Selektionspolygone erzeugen und auf sie zugreifen, und der Eingabeaufwand reduziert sich damit auf 2 Eckpunkte. Gleich mehrere Funktionen vereint das Skript Selektionspolygone für Rechtecke und Projektgrenzen .

Abbildung 3: Skript "Selektionspolygon Rechteck und Projekt"

Abbildung 3: Skript "Selektionspolygon Rechteck und Projekt"

    1. Rechteckiges Selektionspolygon anlegen

      Über die Eingabe zweier Eckpunkte wird ein koordinatenachsenparalleles rechteckiges Selektionspolygon angelegt. Die Koordinaten können grafisch gewählt werden. Außerdem ist es möglich, gerundete Werte einzugeben oder nachträglich zu runden.

    2. Extern speichern

      Das Rechteck kann in eine Datei gespeichert werden. Damit kann auch von anderen Projekten aus darauf zugegriffen werden, z.B. um den gleichen Bereich zu selektieren.

    3. Projektausdehnung auf Werte des Polygons setzen

      Das Skript lässt die Anpassung der Projektausdehnung auf die Werte des Rechteck-Selektionspolygons zu.

    4. Aus Datei laden

      Über „Laden“ kann ein Rechteck importiert werden, welches über 2. abgespeichert wurde, z.B. in einem anderen Projekt.

    5. Aus Projektausdehnung gewinnen

      Die Eckpunkte können auch aus der Projektausdehnung gewonnen werden. Damit wird die aktuelle Projektausdehnung festgehalten. Z.B. beim Erzeugen eines Raster-DGMs kann dieses durch Angabe eines auf diese Weise erzeugten Selektionspolygons auf die Größe des Projekts beschränkt werden.

Abb. 01: 3D-Projektansicht mit Flurstücken aus card_1 Zeichnung

Flurstücksnummern aufs DGM mappen

Wer viel mit der 3D-Projektansicht arbeitet, ist sicherlich auch schon auf die eine oder andere Idee gekommen, welche Daten man gern noch in der 3D-Ansicht sehen möchte. Ganz vorn in der Wunschliste stehen da informative Texte wie beispielsweise Flurstücksnummern. Die Flurstückslinien lassen sich abbilden, wenn man ihnen Höhen zuordnet, auch die Grunderwerbsflächen lassen sich mittlerweile als 3D-Bauwerke darstellen, aber die Information zu den Flurstücksnummern fehlte bislang.

Hier hilft Ihnen einer kleiner Workaround weiter. Die Möglichkeit, ein Rasterbild auf ein DGM zu mappen, nutzen schon viele Anwender, hauptsächlich für Orthofotos oder topografische Karten. Hier kann man auch eine eigene Zeichnung aus card_1 verwenden, wenn man diese als JPG ausgibt und georeferenziert als Rasterbild im Lageplan wieder einliest. Das so entstandene Rasterbild im RAL-Format kann nun wie jedes Orthofoto auf ein beliebiges DGM gemappt werden.

Hier eine schrittweise Beschreibung der Vorgehensweise:

  1. Zeichnung aus Flurstücken mit Nummern erzeugen, ggf. auch mit Orthofoto im Hintergrund
  2. Zeichnung über Ausgeben JPG-Ausgabe als JPG-Datei ausgeben
  3. JGW-Datei zur Georeferenzierung der JPG-datei anlegen, am besten mit dem Skript „JPG_georeferenzieren.CSC (Download hier)“.
  4. JPG-Datei als Rasterbild über Einlesen JPG+JGW Stapel einlesen.
  5. In der 3D-Ansicht DGM mit dem Parameter Rasterbilder darstellen.
Abb. 01: 3D-Projektansicht mit Flurstücken aus card_1 Zeichnung

Abbildung 01: 3D-Projektansicht mit Flurstücken aus card_1 Zeichnung

Erweiterbar ist diese Vorgehensweise auch für andere informative Texte, wie Ortsnamen, Straßennamen und Hausnummern. So können Sie sich während Ihrer Bewegung in der 3D-Ansicht besser im Projekt orientieren.

igm_feature_geodaten_1000x667

Auswertung von Baugruppenattributen

Mit dem Übergang zur 3D-Planung und BIM steigt die Anzahl an 3D-Bauwerken innerhalb der card_1 Projekte. CityGML ist der erste Datentyp, der hauptsächlich als Bauwerk importiert wird. Andere Schnittstellen wie Shape und WFS ziehen nach und liefern z.B. Schutzgebiete, die für die Planung relevant sind, auch als Bauwerke.

Abb. 1: Schutzgebiet als transparentes 3D-Bauwerk (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, dl-de/by-2-0)

Abb. 1: Schutzgebiet als transparentes 3D-Bauwerk (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, dl-de/by-2-0)

Hinzu kommen Bauwerke, die in den Modulen „Bestandsmodellierung“ und „Brückengenerator“ innerhalb von card_1 erzeugt werden. Entsprechend wird es immer wichtiger, die Attribute der Baugruppen nicht nur im BIM-Prozess zu erfassen und weiterzugeben, sondern auch innerhalb des card_1 Systems auszuwerten. Entsprechend gibt es die Datenselektionen, die seit Version 8.4 für Punkte, Linien und Texte im GIS-Datenaustausch integriert sind, nun auch für Baugruppen.
Bei Punkten, Linien und Texten erfolgte die Auswahl über Markierung und Kodes und bei Linien und Texten zusätzlich über Schichten.

Abb. 2: Festlegung eines Anwendungsbereichs einer Datenselektion bei Linien

Abb. 2: Festlegung eines Anwendungsbereichs einer Datenselektion bei Linien

Baugruppen haben diese Eigenschaften nicht, so dass hier die Auswahl über alle, ausgewählte oder ein einzelnes Bauwerk erfolgt.

Abb. 3: Festlegung eines Anwendungsbereichs einer Datenselektion bei Baugruppen

Abb. 3: Festlegung eines Anwendungsbereichs einer Datenselektion bei Baugruppen

Auch die Bedingungen und Aktionen mit Baugruppen unterscheiden sich teilweise von denen der anderen Datenarten. Eine Änderung von Nebenattributsinhalten ist auch hier möglich, aber anstatt von Kode und Markierung können hier Stift und Material in Abhängigkeit von Nebenattributen verändert werden. Stift und/oder Material führen dann zu einer Visualisierung, die auch in der 3D-Ansicht die selektierten Daten entsprechend hervorhebt.
Ein Beispiel dafür findet sich in dem Artikel Übernahme von Attributen aus City-GML-Daten:

Abb. 4: Beispiel Sachsen-Anhalt Darstellung mit Stiftfarben nach Gebäudefunktion,  (Quelle der Geodaten: © GeoBasis-DE / LVermGeo LSA, 2019, es gelten die Nutzungsbedingungen des LVermGeo LSA)

Abb. 4: Beispiel Sachsen-Anhalt Darstellung mit Stiftfarben nach Gebäudefunktion,  (Quelle der Geodaten: © GeoBasis-DE / LVermGeo LSA, 2019, es gelten die Nutzungsbedingungen des LVermGeo LSA)

Erreicht wurde diese Darstellung durch das Ändern der Stifte der Baugruppen je nach Gebäudefunktion.

Abb.5: Datenselektion, bei der die Stifte je nach Inhalt des Nebenattributs „Funktion“ geändert werden.

Abb.5: Datenselektion, bei der die Stifte je nach Inhalt des Nebenattributs „Funktion“ geändert werden.

Wenn man die Darstellung so einstellt, dass die Baugruppen in den Stiftfarben zu sehen sind, ergeben sich in 3D- und Lageplanfenster die in Abb. 4 gezeigten Visualisierungen.

Abb. 6: Bauwerksdarstellung mit Stiftfarben

Abb. 6: Bauwerksdarstellung mit Stiftfarben

Abb. 2: Massendruckliste

Aussparung von Stationsbereichen bei der Massenberechnung

Das Problem bei Brückenbauwerken ist, dass bestimmte Massenpositionen in diesem Bereich ausgespart werden müssen. Das betrifft z.B. den Erdaushub.

Abb. 1: Drei Stationsbereiche innerhalb einer Achse

Abb. 1: Drei Stationsbereiche innerhalb einer Achse

Mit der Umstellung auf ein neues Massenberechnungsmodul für Querprofile innerhalb von card_1 wurde die REB-Verfahrensbeschreibung 21.013 „Massenberechnung zwischen Begrenzungslinien“ vollständig umgesetzt. Das beinhaltet unter anderem auch den Punkt 2.1.3.5., der die Unterbrechung einer Massenberechnung z.B. bei Bauwerken regelt. Darin ist zu lesen, dass die Eingabe von „0“ anstelle der oberen Begrenzungslinie die gewünschte Lücke erzeugt.

Beispiel:

StationsbereichAnfangsstationEndstationBegrenzungs-Profillinie obenBegrenzungs-Profillinie unten
vor Brücke400.00727.3406263
Brücke727.340774.414063
nach Brücke774.414780.0006263

In card_1 ergibt das die Eingabe von 3 Zeilen bei den Massenpositionen, während durchgehende Massen nur eine Zeile benötigen:

Positionvon Sationbis StationBezeichnungVorgabemasseOben 12KFZ/dZUnten 12
1.1400.000727.340Aushub vor Brücke0.000620630
1.1727.340774.414Brücke0.00000630
1.1774.414780.000Aushub nach Brücke0.000620630
2.1400.000780.000Volumen Deckschicht0.000610200

Es kann also eine Station sowohl als Endstation einer Masse als auch als Anfangsstation einer zweiten Masse verwendet werden. Das Einfügen von Pseudo-Stationen mit Nullprofilen, z.B. wenige Millimeter versetzt, ist nicht erforderlich.

Wichtig ist, dass die Positionsnamen für die mehrteiligen Berechungen gleich bleiben. Über diese Namen wird erreicht, dass die Gesamtmasse aus dem ersten Teil als Anfangswert für den dritten Teil benutzt wird. Es ist nicht erforderlich, eine Vorgabemasse einzutragen.

Im Ausdruck kann das für die Massenposition 1.1 im entscheidenden Abschnitt folgendermaßen aussehen:

Abb. 2: Massendruckliste

Abb. 2: Massendruckliste

Das hier gezeigte Beispiel wurde in einem kleinen card_1 Projekt realisiert, welches wir Ihnen auf Wunsch gern als E-Mail zusenden.

Abb. 01: Startbildschirm von Thunderbird

Dynamische Lesezeichen nutzen

In zunehmendem Maße nutzen Sie frei zugängliche Geodaten als Basis für Projektplanungen. Ein Thema dabei ist die Aktualität. Eine sichere Variante wäre, alle Daten vor jeder Nutzung neu aus dem Internet zu holen. Aus Aufwands- und Zeitgründen kommt diese aber normalerweise nicht in Frage, zumindest nicht für alle Daten.

Die gegenteilige Herangehensweise wäre, nach dem Erstbezug der Daten nie wieder die Aktualität zu prüfen. Das kann aber dazu führen, dass Ihre Daten veraltet sind und Sie daraus falsche Schlüsse ziehen. z.B. wenn sich die Grenzen eines Schutzgebietes verlagert haben oder wenn ein Flurstück von öffentlich an privat veräußert wurde.
Abhilfe können hier dynamische Lesezeichen bringen, die Sie in Ihre E-Mail-Applikation einbinden. Auf diese Weise erhalten Sie eine Nachricht, wenn es aktuellere Daten gibt und Sie ersparen sich das regelmäßige Überprüfen der Internet-Angebote und müssen dafür auch keinen Newsletter abonnieren, der größtenteils irrelevante Informationen enthält.
Die Einbindung in ein E-Mail Programm erklären wir Ihnen am Beispiel der beiden populären E-Mail Clients „Outlook“ von Microsoft und „Thunderbird“.

Thunderbird

In Thunderbird können Sie sehr einfach einen RSS-Feed einbinden. Dafür nutzen Sie den Startbildschirm des Thunderbird-Kontos. Klicken Sie im Bereich „Konten“ auf „Feeds“ (Abb. 01). Im folgenden Fenster vergeben Sie eine Bezeichnung für Ihre zukünftige Feed-Sammlung (Abb. 02). Nach Eingabe der Bezeichnung erstellen Sie Ihr Feed-Konto mit Klick auf „Fertigstellen“ (Abb. 03).

Abb. 01: Startbildschirm von Thunderbird

Abb. 01: Startbildschirm von Thunderbird

Abb. 02: Eingabe des Kontonamens

Abb. 02: Eingabe des Kontonamens

Abb. 03: Bestätigung zum Anlegen des Feed-Kontos

Abb. 03: Bestätigung zum Anlegen des Feed-Kontos

Ihr neu entstandenes Feed-Konto finden Sie in der Seitenleiste (Abb. 04). Wählen Sie dieses Konto aus. Im rechten Fenster finden Sie den Abschnitt „Feeds“. Klicken Sie hier auf den Punkt „Abonnements verwalten“ (Abb. 05). Anschließend geben Sie die gewünschte Feed-Adresse an, z.B.: http://sg.geodatenzentrum.de/web_download/dgm/dgm200/dgm200.atom.xml (Abb. 06).

Abb. 04: Das neue Konto in der Seitenleiste

Abb. 04: Das neue Konto in der Seitenleiste

Abb. 05: Abonnements verwalten

Abb. 05: Abonnements verwalten

Abb. 06: Verwaltung der Feed-Adresse

Abb. 06: Verwaltung der Feed-Adresse

Wenn Sie eine Adresse eingetragen haben, können Sie den Knopf „Hinzufügen“ anklicken. Nach der Prüfung erhalten Sie die Meldung „Feed hinzugefügt“ (Abb. 07). Die Einrichtung Ihres Feeds ist damit abgeschlossen. Für weitere Feeds wiederholen Sie die Schritte ab Abbildung 05.

Den Inhalt des jeweiligen Feeds finden Sie analog zum E-Mail Postfach im Nachrichtenbereich von Thunderbird (Abb. 08). Wenn Sie an dieser Stelle auf einen Eintrag doppelt klicken, startet unmittelbar ein Download der damit verbundenen Daten als eine zip-Datei (Abb. 09).

Abb. 07: Prüfung der eingegeben Adresse und Fertigstellung des Feeds

Abb. 07: Prüfung der eingegeben Adresse und Fertigstellung des Feeds

Abb. 08: Die Einträge des Feeds im Nachrichtenbereich von Thunderbird

Abb. 08: Die Einträge des Feeds im Nachrichtenbereich von Thunderbird

Abb. 09: Download der verknüpften Dateien

Abb. 09: Download der verknüpften Dateien

Outlook

Die Einrichtung eines RSS-Feeds ist in Outlook schnell erledigt. Nach dem Start von Outlook finden Sie in der linken Seitenleiste die Rubrik „RSS-Feeds“ (Abb. 10). Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf diese Rubrik und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag „Neuen RSS-Feed hinzufügen“ (Abb. 11). Im folgenden Fenster (Abb. 12) tragen Sie die gewünschte Feed-Adresse ein, z. B.: http://sg.geodatenzentrum.de/web_download/dgm/dgm200/dgm200.atom.xml.

Abb. 10: Rubrik: RSS-Feeds

Abb. 10: Rubrik: RSS-Feeds

Abb. 11: RSS-Feed hinzufügen im Kontextmenü

Abb. 11: RSS-Feed hinzufügen im Kontextmenü

Abb. 12: Pfadangabe zum gewünschten RSS-Feed

Abb. 12: Pfadangabe zum gewünschten RSS-Feed

Nach Prüfung des Pfades wird Ihnen ein Hinweisfenster gezeigt (Abb. 13). Hier können Sie den Vorgang abbrechen, das Anlegen des Feeds bestätigen oder Sie nutzen die Möglichkeit, den Eintrag noch anzupassen (Abb. 14).

Wenn Sie den Feed angelegt haben, finden Sie die dazugehörigen Einträge im Nachrichtenbereich von Outlook (Abb. 15).

Abb. 13: Hinweis zum Einrichten des Feeds

Abb. 13: Hinweis zum Einrichten des Feeds

Abb. 14: Konfiguration des Feeds

Abb. 14: Konfiguration des Feeds

Abb. 15: Anzeigen des Feed-Inhalts

Abb. 15: Anzeigen des Feed-Inhalts

Der Download der verknüpften Daten erfolgt nach Anzeigen der Nachricht (Abb. 16) und durch Klicken auf „Artikel anzeigen“.

Weitere Feeds erstellen Sie durch Wiederholen der Schritte ab Abbildung 10.

Abb. 16: Download der verknüpften Dateien

Abb. 16: Download der verknüpften Dateien

Nachfolgend finden Sie Beispiele für sinnvolle Feeds für card_1 Anwender:

Digitales Geländemodell Gitterweite 200 m (der im Beispiel verwendete Feed)
http://sg.geodatenzentrum.de/web_download/dgm/dgm200/dgm200.atom.xml

INSPIRE – Flurstuecke und Gemarkungen Sachsen
http://geodownload.sachsen.de/inspire/cp_atom/Dataset_sn_cp_shape.xml

INSPIRE – Schutzgebiete Sachsen ATOM Service Feed
http://geodownload.sachsen.de/inspire/ps_atom/Service_ps.xml

INSPIRE Dataset Feed: INSPIRE TH Schutzgebiete ALKIS Thüringen
http://www.geoproxy.geoportal-th.de/inspire-dl/atom/DataSet/DataSet_605d5273-0c78-45b2-a472-68b422d142b4.xml

INSPIRE Downloadservice Schutzgebiete Baden-Württemberg
https://rips-gdi.lubw.baden-wuerttemberg.de/Atom_feed/de-bw-lubw_inspire_downloadservice_rips_naturschutz/de-bw-lubw_inspire_downloadservice_rips_naturschutz.xml

INSPIRE-Downloaddienst – Bundesamt für Naturschutz
https://geodienste.bfn.de/arcgis/rest/directories/arcgisforinspire/inspire/protectedsites_MapServer/Service_e2e51dc2-af22-486f-8e66-ebf12c3a2f77.atom.xml

Atom-Feed Straßennetz Landesbetrieb Straßenbau NRW
http://www.gis-rest.nrw.de/atomFeed/rest/atom/f4affc5e-a01a-4531-895c-5c6e59685ed1.html

Offene Geodaten des GeoSN: Einfach nutzen!

Quelle: GeoSN, dl-de/by-2-0

Quelle: GeoSN, dl-de/by-2-0

Für die Arbeit mit card_1 setzt sich immer mehr durch, dass georeferenzierte Luftbilder, topografische Karten und andere allgemeine Geodaten wie Straßennetze und Schutzgebiete eine erste Planungsgrundlage bilden. Diese, meist über WMS oder WFS bereit gestellten Daten haben sich nicht nur durchgesetzt, weil sie sich in card_1 einfach verwenden lassen, sondern auch, weil sie in verschiedenen Bundesländern gebührenfrei und ohne einschränkende Nutzungsbedingungen zur Verfügung stehen. Dies gilt ab 1.9.2019 auch für Sachsen!

Seit kurzem stellt der GeoSN seine digitalen Geodaten offen bereit. Die angebotenen Daten können von jedem Nutzer, jederzeit für beliebige Zwecke eingesetzt werden.
Startseite: https://www.geodaten.sachsen.de/index.html

So können Sie Daten zu 3D-Gebäuden, zum Beispiel im Format „CityGML“, finden, indem Sie auf der Seite des GeoSN unter dem Punkt Höhenmodelle auf Digitales 3D-Stadtmodell – Daten herunterladen – CityGML klicken. Wermutstropfen: Die hier angebotenen CityGML-Daten haben nur LoD1, obwohl in Sachsen, wie hier (im unteren Teil der sich neu öffnenden Seite) zu sehen ist, bereits LoD2-Daten existieren. Diese werden derzeit auf Bestellung und mit Erhebung einer Verwaltungsgebühr abgegeben.

(Hier der direkte Link zur Seite mit den landesweiten CityGML-3D-Gebäuden)

Zu beachten sind die entsprechenden Nutzungsbedingungen.