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Scrollen mit der Maus im CAD-Menü in card_1 unter Windows 10

Das Arbeiten mit Fenstern in Windows kann an­streng­end sein. Möchte man bei­spiels­weise den In­halt zweier Fenster nebeneinander legen und zeilen­weise ver­glei­chen, so war das Scrollen im Fenster, welches inaktiv ist, nicht möglich. Mit Windows 10 hat nun eine Maus­funk­tion Ein­zug ge­hal­ten, die vor­her nur durch die In­stal­lation von Zusatz­pro­gram­men* mög­lich war. Es handelt sich um die Funk­tio­nali­tät: „In­ak­tive Fen­ster beim Da­rauf­zei­gen scrol­len“.

Bisher war es notwendig, dem Fenster, in dem gescrollt werden soll, den Fokus zu geben, beispielsweise per Klick auf die Titelleiste. In Windows 10 ist das deutlich einfacher. Es genügt, den Mauszeiger auf das inaktive Fenster zu ziehen und es kann gescrollt werden.

Möglich macht das eine Option im Einstellungsfenster „Geräte – Maus und Touchpad“.

Abb. 1: Darstellung des Einstellungsdialoges der Mausoptionen

Abb. 1: Darstellung des Einstellungsdialoges der Mausoptionen

Standardeinstellung für das „Inaktive Fenster beim Daraufzeigen scrollen“ ist „Ein“.

Abb. 2: Zoom auf die Mausoption „Inaktive Fenster beim Daraufzeigen scrollen“

Abb. 2: Zoom auf die Mausoption „Inaktive Fenster beim Daraufzeigen scrollen“

Die Tatsache, dass die neue Windows-Funktionalität mit einer Einstellmöglichkeit versehen ist lässt erkennen, dass es damit offensichtlich nicht nur Vorteile gibt.
Möglicherweise haben Sie bereits bemerkt, dass mit dieser Einstellung das CAD-Menü in card_1 nicht mehr scrollt. Somit können die unteren Zeilen des CAD-Menüs nur noch über das Pfeil-Symbol sichtbar gemacht werden.

Möchte man lieber die Funktionalität des bequemen Scrollens im CAD-Menü haben, so stellt man die Option „Inaktive Fenster beim Daraufzeigen scrollen“ im Einstellungsmenü für die Maus auf „Aus“.

Abb. 3: Anpassen der Mauseigenschaften (animiert)

Abb. 3: Anpassen der Mauseigenschaften (animiert)

Hilfreich sei an dieser Stelle der Hinweis auf die Möglichkeit, dass das CAD-Menü abgedockt werden kann. Dann ist auch ein Scrollen im CAD-Menü möglich, wenn in den Eigenschaften für die Maus die Option „Inaktive Fenster beim Daraufzeigen scrollen“ auf „Ein“ eingestellt ist.

 

* Die Software, die für diese Funktionalität unter Windows 7 und Windows 8 verwendet werden kann, findet man im Internet unter den Suchwörtern „WizMouse“ oder „Katmouse“.

igm_feature_unicode_1000x667

Unicode-Zeichen in card_1 darstellen

Seit der Version 8.4 können in card_1 neben den card_1 Standardschriften auch Windows-Schriftfonts in Zeichnungen und in der Topografie für Texte eingesetzt werden. Die Schriftartennummern 100 bis 149 wurden für vordefinierte Standard-Windows-Schriftarten reserviert, wobei die Arial-Schrift mit der Nummer 100 wahrscheinlich am häufigsten verwendet wird. Ab der Nummer 150 können auch beliebige andere Windows-Schriftarten benutzt werden.

Abb. 1: Windows- Zeichentabelle

Abb. 1: Windows- Zeichentabelle

Die Basis für die Texteingabe bilden die per Tastatur eingebbaren Zeichen. Unter Zuhilfenahme der ALT-Taste lassen sich jedoch auch weitere Zeichen aus dem ASCII-Zeichensatz eingeben.

Eine Erweiterung zum ASCII-Zeichensatz stellt der sogenannte Unicode dar, ein ISO-Standard zur alphanumerischen Kodierung von Textzeichen (Buchstaben, Silbenzeichen, Ideogrammen, Satzzeichen, Sonderzeichen). Unicode ist der Versuch, weltweit alle bekannten Textzeichen in einem Zeichensatz zusammenzufassen, also nicht nur die Buchstaben des lateinischen Alphabets, sondern beispielsweise auch des griechischen, kyrillischen, arabischen, hebräischen oder chinesischen Alphabets. Des weiteren können mathematische und technische Sonderzeichen als Unicode abgebildet werden.
Dazu wurde eine hexadezimalen Schreibweise mit mindestens 4 Stellen eingeführt, denen ein „U“ und ggf. führende Nullen vorangestellt sind („U+00A3“ für £).

Auch in card_1 können die Unicode-Zeichen für beliebige Sonderzeichen benutzt werden. Bei der Eingabe von Texten bedient man sich einer speziellen Schreibweise „$#nnnn“, wobei „nnnn“ der Hexadezimale-Code für das jeweilige Zeichen ist.

Werden Texte mit Unicode-Zeichen über die Zwischenablage in card_1 Texte eingefügt, erfolgt eine automatische Umwandlung der Unicode-Zeichen in diese Schreibweise.
Ob das entsprechende Unicode-Zeichen auch tatsächlich am Bildschirm erscheint, hängt davon ab, ob in der verwendete Schriftart für das gewünschte Zeichen eine Grafik zur Verfügung steht, denn viele Zeichen sind nur in bestimmten Windows-Schriftarten enthalten.
Das bedeutet manchmal eine etwas mühsame Suche nach einer Schriftart und dem gewünschten Zeichen.

Der hexadezimale Code für ein bestimmtes Zeichen lässt sich an vielen Stellen finden.

Eine davon ist die Zeichentabelle von Windows.

Eine andere Informationsquelle findet man unter folgendem link: https://unicode-table.com/de/

Abb. 2: Tabelleauszug von unicode-table.com

Abb. 2: Tabelleauszug von unicode-table.com

Anhand eines Zeichens für Winkel ∢ soll hier der Ablauf bei der Texteingabe in card_1 kurz dargelegt werden.

Der Arial-Font wird häufig verwendet, ist jedoch leider hinsichtlich mathematischer Sonderzeichen nicht vollständig.
Wenn man in der Texteingabe beispielsweise über die Zwischenablage das Zeichen für Kugelwinkel einfügt, erscheint folgendes Bild:

Abb. 3: Unicode-Zeichen in Arial

Abb. 3: Unicode-Zeichen in Arial

Der Unicode wird zwar korrekt übernommen, aber das Zeichen existiert nicht im Font Arial. Daraus ergibt sich, dass man einen geeigneten Font finden muss. Als erste Alternative könnte man statt Arial den Font Arial Unicode MS benutzen.

Abb. 4: Unicode-Zeichen in Arial Unicode MS

Abb. 4: Unicode-Zeichen in Arial Unicode MS

Leider ist die dort eingesetzte Grafik für das Winkelzeichen optisch nicht so ansprechend wie beispielsweise im Font Lucida Sans Unicode. Um einen Text mit der gewünschten Darstellung des Winkelzeichens in Verbindung mit Arial zu erhalten, ist ein Wechsel der Schriftart im Text erforderlich.
Diesen Wechsel erreicht man mit „$Fnnn;“  (nnn für die Schriftart-Nummer von 0 bis 249).

In unserem Beispiel wird der Kugelwinkel mit folgender Zeichenfolge „$F106; $#2222“ eingegeben.

Abb. 5: Text mit Arial und Unicode-Zeichen in Lucida Sans Unicode

Abb. 5: Text mit Arial und Unicode-Zeichen in Lucida Sans Unicode

Der vorgestellte Text wird in dem für das Projekt voreinstellten Font Arial ausgegeben, dann erfolgt die Umstellung des Schriftfonts gefolgt vom Unicode für Kugelwinkel. Will man nach dem Winkelzeichen weiteren Text in Arial darstellen, muss die Schriftart durch $F100;“ wieder nach Arial umgeschaltet werden.

igm_feature_esszet_1000x667

Der Großbuchstabe „ẞ“ in card_1

Bereits Ende des 19. Jahrhundert wurde über die Aufnahme eines Großbuchstabens für „ß“ bzw. das sogenannte scharfe S in das deutsche Alphabet diskutiert. In einer aktualisierten Fassung des „Amtlichen Regelwerks der deutschen Rechtschreibung“ vom 29.6.2017 wurde der Großbuchstabe „ẞ“ offiziell im deutschen Sprachraum eingeführt.

Damit kann die ersatzweise vorgenommen Schreibweise beispielsweise für das Wort STRASSE in Großbuchstaben durch STRAẞE abgelöst werden. Hauptgrund für die Einführung des neuen Buchstabens war jedoch die korrekte Schreibweise von Eigennamen in Pässen und Ausweisen.

In card_1 kann der neue Buchstabe durch das entsprechende Unicode-Zeichen benutzt werden. Die Unicode- Zeichenkette für „ẞ“ ist „1E9E“. Voraussetzung für die Verwendung ist natürlich, dass die verwendete Schriftart auch das Zeichen „ẞ“ enthält. Bei der Texteingabe in Topografie oder Zeichnung werden Unicode-Zeichen über ein vorangestelltes „$#“ eingeleitet. Möchte man einen Straßennamen komplett mit Großbuchstaben schreiben, muss beispielsweise folgende Zeichenkette eingegeben werden: „KARL-MAY STRA$#1E9EE“.

Abb. 01: KARL-MAY-STRAẞE mit Klein- und Großbuchstaben in einer PLT

Abb. 01: KARL-MAY-STRAẞE mit Klein- und Großbuchstaben in einer PLT

Der neue Buchstabe lässt sich mit ARIAL geschrieben erst im Vergleich zum Kleinbuchstaben deutlich wahrnehmen.

Unicode Zeichnen ermöglichen die Verwendung verschiedenster Sonderzeichen innerhalb der card_1-Texte. Einen weiterführenden Artikel finden Sie hier:

https://www.igmilde.de/unicode-zeichen-in-card1-darstellen/ 

igm_feature_plotvereinbarung_01_1000x667

Variable Zeichnungsvereinbarungen aus Nebenattributen

In diesem Artikel wollen wir Ihnen zeigen, wie Sie mit Ihren Plotvereinbarungen für Lagepläne auf Werte aus den Nebenattributen von Punkten, Linien, Texten und Symbolen zugreifen können.

Filter zur Auswahl der gezeichneten Elemente

Mit den Kennworten LINIE, TEXT, SYMBOL oder PSYMBOL usw. werden Elemente aus der Topografie gezeichnet. Dabei wird in der Regel über den Kode der Elemente ausgewählt, welche in die Zeichnung übernommen werden sollen.

Zusätzlich zum Filtern über den Kode ist es auch möglich, über ein Nebenattribut zu filtern. Es werden dann alle Elemente gezeichnet, die innerhalb des angegebenen Kodebereiches liegen und deren Nebenattribute einen bestimmten Wert annehmen.

Abbildung 1: Beispiel für Nebenattribute an Topografielinien

Abbildung 1: Beispiel für Nebenattribute an Topografielinien

Variablen für Faktoren, Stifte, Symbolnummern oder Textgrößen

Es ist auch möglich, die Werte der Nebenattribute für Parameterangaben in den Zeichnungsvereinbarungen zu nutzen. Dazu wird anstatt des konstanten Parameterwertes das Nebenattribut des Topografieelementes abgefragt, indem der Nebenattributsname in eckige Klammern eingesetzt wird.

 Beispielweise kann die Stiftnummer zum Zeichnen der Linie aus dem Nebenattribut „Stift“ ermittelt werden.

LINIE $ERSTER; $LETZTERSTIFT:[STIFT]   |es werden alle Linien aus dem gesamten Kodebereich mit einem Stift gezeichnet, der aus dem Nebenattribut "Stift" übernommen wurde.

In einem anderen Beispiel wird die Breite der Makrolinie aus dem Nebenattribut „Linienbreite“ übernommen. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise die unterschiedlichen Nennweiten der Kanäle visualisieren.

Der Schriftstil und Faktor von Texten oder die Symbolnummer von Punktsymbolen können ebenfalls aus den Nebenattributen übernommen werden. Auch die Festlegung des Zeichnungslayers wäre mit dieser Methode denkbar.

Abbildung2: In der Ergebniszeichnung haben die Linien verschiedene Farben, werden mit unterschiedlichen Makrolinien und Breitenfaktoren gezeichnet und auf vorgegebenen Layern abgelegt.

Abbildung2: In der Ergebniszeichnung haben die Linien verschiedene Farben, werden mit unterschiedlichen Makrolinien und Breitenfaktoren gezeichnet und auf vorgegebenen Layern abgelegt.

igm_feature_libre_office_2017_01_1000x667

PDF-Dateien in Libre Office bearbeiten

Das neue card_1 Programm zur Kostenberechnung nach AKVS füllt automatisch eine große Anzahl an Form­blättern/­For­mu­laren aus, die durch die AKVS-Vorschrift vorgegeben werden. Eine Nachbearbeitung dieser Formblattausgabe ist innerhalb des Programmes nicht mehr vorgesehen, da es mittlerweile ver­schie­denen Mö­glich­kei­ten gibt, eine ausgegebene PDF-Datei nach­träg­lich zu be­ar­bei­ten und somit Änderungen am Inhalt vor­zu­nehmen. Diese Mö­glich­kei­ten sollen hier kurz vorgestellt werden.

Adobe Acrobat

Zum Betrachten von Dokumenten im Portable Document Format (PDF) hat sich der Acrobat Reader von Adobe als Standardprogramm weitgehend durchgesetzt. Das dazu gehörende Programm zum Erzeugen von PDF-Dokumenten ist Acrobat. In Acrobat von Adobe (dem Begründer des PDF-Formates) ist unter anderem die Erstellung und Bearbeitung von PDF-Dokumenten enthalten. PDF-Standards werden größtenteils umgesetzt, im Vergleich zu Produkten anderer Hersteller, das liegt auch daran, dass Adobe im Besitz von Patenten ist, die das PDF-Format betreffen. Als Anwender profitiert man davon, bezahlt das aber mit einem hohen Preis für die Software und mit über 500 MB ist das Adobe Acrobat Paket auch kein Leichtgewicht mehr.

Libre Office

Eine eher unbekannte Funktion von Libre Office ist die Möglichkeit, neben dem Erstellen von PDF-Dokumenten (eine Funktionalität, die im Übrigen auch viele andere Programme beherrschen), bestehende PDF-Dokumente bearbeiten zu können. Das Ergebnis kann überzeugen, bleibt allerdings im Vergleich zum Acrobat in der Wiederausgabe von PDF-Dokumenten hinter dem Produkt von Adobe zurück.

Libre Office ist kein Konkurenzprodukt zu Adobe Acrobat. Libre Office ist als alternatives Programmpaket zu Office von Microsoft anzusehen. In diesem Bereich kann Libre Office seine Stärken ausspielen. Dazu gehören Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationserstellung auf qualitativ hohem Niveau. Und das alles zu einem äußerst günstigen Preis, denn als Open Source Software kann sich jeder geneigte Anwender das Programmpaket kostenlos aus dem Internet auf den eigenen Rechner laden und installieren.

Beispiel: Bearbeitung von AKVS-Formblättern im LibreOffice Draw

Nach der Formularerstellung im AKVS-Kostenberechnungsprogramm können diese über die Druckfunktion und der Auswahl eines PDF-Druckers ins PDF-Format ausgegeben werden.

Öffnet man diese Dateien im Windows werden sie lediglich mit einem PDF-Reader betrachtet. Um die Dateien bearbeiten zu können, starten Sie am besten zunächst das Libre Office Draw und wählen von dort die erzeugte PDF-Datei zum Öffnen (Abbildung 1).

Hierbei wählt das Libre-Office automatisch das Programm Libre Draw. Damit kann nun durch Anklicken jeder beliebige Text inhaltlich bearbeitet und positioniert oder auch neue Texte eingegeben werden (Abbildung 2).

Anschließend kann das Dokument wieder mit der Funktion „ Exportieren als PDF“  im PDF-Format gespeichert werden (Abbildung 3).

Abb. 1: PDF-Datei im Libre Office Draw zur weiteren Bearbeitung öffnen

Abb. 1: PDF-Datei im Libre Office Draw zur weiteren Bearbeitung öffnen

Abb. 2: Texte im Libre Office Draw zum Bearbeiten auswählen oder neuen Text eingeben

Abb. 2: Texte im Libre Office Draw zum Bearbeiten auswählen oder neuen Text eingeben

Abb. 3: in Libre Office Draw bearbeitete Formblätter wieder im PDF-Format abspeichern

Abb. 3: in Libre Office Draw bearbeitete Formblätter wieder im PDF-Format abspeichern

Nachbearbeitung von Dokumenten, Listen und Zeichnungen

Innerhalb von card_1 gibt es viele weitere Möglichkeiten PDF-Dateien zu erzeugen, beispielsweise bei der Ausgabe über Fastreport oder beim Drucken von Zeichnungen. In der Regel sind diese Druckausgaben so gestaltet, dass vor der Ausgabe noch Änderungen an dem auszugebenden Inhalt vorgenommen werden können. Trotzdem kann es manchmal notwendig werden, einzelne Texte nachträglich inhaltlich anzupassen bzw. zu verändern. Hier können dann ebenfalls die oben beschriebenen Programme genutzt werden.

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PDF-Dateien im Word-Format speichern und bearbeiten

Beim Erstellen von Formularen für die Kostenberechnung kommt es oft vor, dass eine nachträgliche Anpassung der Formulare gewünscht wird.

 
Eine Möglichkeit der Bearbeitung der PDF-Datei haben wir Ihnen bereits im Artikel „PDF-Dateien in Libre Office bearbeiten“ aufgezeigt. In diesem Artikel wollen wir Ihnen nun eine zweite Variante vorstellen, die bei gegebener Programmausstattung komfortabler in der Bearbeitung ist.

Unter https://smallpdf.com/de wird ein Programm zum Bearbeiten von PDF-Dateien angeboten. Eine der vielfältigen Funktionen ist das Umwandeln von PDF-Dokumenten in das Word-Format.

Abb1.: Screenshot von der Webseite von Smallpdf

Abb1.: Screenshot von der Webseite von Smallpdf

In dem kostenlosen Online-Konverter kann eine PDF-Datei pro Tag gewandelt werden. Sollte das nicht ausreichen, kann man mit der 14-Tage Testversion unbeschränkt PDF-Dateien umwandeln. Wer dauerhaft diese Funktionen nutzen möchte, zahlt 10 €/Monat oder 90 € /Jahr. Mit einem Smallpdf-Pro-Abonnement kann man den Online-Konverter im Web sowie als Desktop-Variante nutzen und hat unbegrenzten Zugriff auf alle Werkzeuge.

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Offene Geodaten nun auch in Brandenburg

Wie in der Pressemitteilung des Landes Brandenburg zu lesen gibt es ab sofort (Januar 2020) auch in Brandenburg Offene Geobasisdaten.

Damit Sie schnell davon profitieren können, haben wir das 91_DEMO_WMS_Brandenburg aktualisiert. Es enthält nun die neuen Zugänge für Topografische Karten 1:10000, Digitale Orthofotos mit 20 cm Bodenauflösung sowie die Liegenschaftskarte als Rasterbild.

Doch nicht nur bei Rasterbildern profitieren Sie von den offenen Daten. Auch 1m-Gitter-DGM und CityGML-Dateien können frei herunter geladen werden. Damit kann jeder Zipfel Brandenburgs in card_1 dreidimensional nachgebildet werden.

 

Abb: 3D-Projektansicht aus offenen Geodaten des Landes Brandenburg. Lizenzinformationen: Diese Daten stehen unter der Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0, Bereitsteller: GeoBasis-DE / LGB.

Abb: 3D-Projektansicht aus offenen Geodaten des Landes Brandenburg. Lizenzinformationen: Diese Daten stehen unter der Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0, Bereitsteller: GeoBasis-DE / LGB.

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Darstellungstabellen für Symbole und 3D-Symbole

Seit einiger Zeit gibt es das Modul für den 3D-Symbol-Katalog. Die Eingabe und die Darstellung der Symbole in der Topografie wurde damit um die Eingabe der 3D-­Sym­bole er­gänzt. Diese Funk­tionen wollen wir Ihnen hier gern vor­stellen.

Eingabe von Symbolen und 3D-Symbolen

Unter dem Menüpunkt „Topografie – Symbole bearbeiten“ können bei der Eingabe von Symbolen seit der Einführung des Moduls gleichzeitig 3D-Symbole erfasst werden. Da die 3D-Symbole hauptsächlich die Verkehrszeichen abbilden, sollte im Vorfeld unter „Einstellungen – Regelwerke verwalten“ der Verkehrszeichenkatalog aktiviert werden.

Abb. 1: die Eingabemaske für Symbole wurde mit 3D-Symbolen ergänzt

Abb. 1: die Eingabemaske für Symbole wurde mit 3D-Symbolen ergänzt

Zunächst wählt man den Objektverweis für das gewünschte Verkehrszeichen und kann daraufhin das passende 3D-Symbol zuordnen. Nach dem Bestätigen der Maske muss das Symbol platziert werden. Das 3D-Symbol benötigt eine Höhe. Deshalb setzt man das Symbol auf einen vorhandenen Punkt mit Höhe oder man weist dem Symbol in der Maske bereits eine absolute Höhe zu. Nach dem Platzieren ist das Symbol somit gleichzeitig in der Lageansicht und im 3D-Fenster zu sehen.

Abb. 2: rechts – das Symbol im Lageplanfester (grün wegen der Standarddarstellung) und links das 3D-Symbol in der 3D-Projektansicht

Abb. 2: rechts – das Symbol im Lageplanfester (grün wegen der Standarddarstellung) und links das 3D-Symbol in der 3D-Projektansicht

Als weiterer Fall kann auftreten, dass man eine Bauteil nicht dauerhaft transparent haben möchte, aber zur Untersuchung darunter liegender Bauteile wäre eine zeitweise transparente Darstellung wünschenswert. Dies erreichen Sie, indem Sie zwar ein nicht transparentes Material, aber einen transparenten Stift zuordnen. Als Beispiel soll hier eine Straße mit darunter befindlichen Leitungen dienen.

Darstellungstabellen für Symbole

Ist für das Lageplanfenster die Standardansicht gewählt, so wird das Symbol bzw. der Objektverweis zunächst in violett/rot/grün angezeigt. Die Originalfarben des Objektverweises können nur dargestellt werden, wenn das Objekt mit Stift 0 als farbneutral vereinbart wird. Dieser Stift kann über die Kodedarstellung angezeigt werden, wenn er in den Darstellungstabellen für den jeweiligen Symbolkode eingetragen wurde.

Abb. 3: die Darstellungstabelle für Symbole wurde um 3D-Symbole ergänzt

Abb. 3: die Darstellungstabelle für Symbole wurde um 3D-Symbole ergänzt

Im Menüpunkt „Einstellungen – Darstellungstabellen bearbeiten – Symbol“ ordnet man dem jeweiligen Symbolkode den Stift 0 für die aktive und passive Schicht zu. Sobald die Kodedarstellung unter „Daten darstellen“ angeschaltet ist, wird das Verkehrszeichen in Farbe dargestellt.

Abb. 4: rechts – das Symbol im Lageplanfester (farbig durch die Kodedarstellung) und links das 3D-Symbol in der 3D-Projektansicht

Abb. 4: rechts – das Symbol im Lageplanfester (farbig durch die Kodedarstellung) und links das 3D-Symbol in der 3D-Projektansicht

In der Symboldarstellungstabelle lassen sich aber noch weitere Einstellungen vornehmen. So ist es möglich für die Dateneingabe Symbolnummer, Winkel, Faktor und neuerdings auch das 3D-Symbol voreinzustellen.

Sobald unter „Topografie -Symbole bearbeiten“ in der Eingabemaske für Symbole ein Kode gewählt wird, werden alle weiteren Felder entsprechend der Darstellungstabelle ausgefüllt.

Aktualisierung der Symbole aus Darstellungstabellen

Unter „Topografie – Symbole bearbeiten“ gibt es eine neue Funktion „Aktualisieren“. Hiermit können einzelne oder markierte Symbole mit den Darstellungstabellen abgeglichen werden.

Es gibt 3 Möglichkeiten der Aktualisierung:

  • Hat man in einem Projekt bereits Topografie-Symbole, können zusätzlich 3D-Symbole zugeordnet werden. Mit „3D-Symbole ergänzen“ werden nur Symbole ohne 3D-Symbolreferenz aktualisiert. Symbole mit vorhandener 3D-Symbolreferenz werden nicht verändert.
  • In einem Projekt sind bereits Topografiesymbole enthalten, denen teilweise auch schon ein 3D-Symbol zugeordnet ist. Mit „Alle 3D-Symbole überschreiben“ werden alle 3D-Symbolreferenzen mit den Einstellungen aus der Darstellungstabelle überschrieben.
  • Sollen alle Eigenschaften der Topografie- und 3D-Symbole aus der Symboldarstellungstabelle übernommen werden, so wählt man die Option „Alle Parameter überschreiben“.
Abb. 5: „Topografie – Symbole bearbeiten“ – mit „Aktualisieren“ werden die Einstellungen der Symboldarstellungstabelle übernommen.

Abb. 5: „Topografie – Symbole bearbeiten“ – mit „Aktualisieren“ werden die Einstellungen der Symboldarstellungstabelle übernommen.

igm_feature_baukoerper_01_1000x667

Implizite Bearbeitung der Kataloge

Seit der Einführung der Eins­tellungs­kata­loge für Stif­te, Strich­ar­ten, Makro­li­nien, Flä­chen­stile usw. ist es mög­lich, wäh­rend der Aus­wahl der Katalog­ein­träge, diese auch zu be­ar­bei­ten oder neue an­zu­legen. Den­jenigen, die diese Funk­tion noch nicht ent­deckt ha­ben, möch­ten wir sie hier gern vor­stell­en.

Das Einstellungsmenü zum Bearbeiten der Kataloge

Im Menü „Einstellungen“ finden wir eine Reihe von Katalogen, die mit dem card_1 Katalogsystem verwaltet werden. Dazu zählen die Kataloge für Stifte, Stricharten, Makrolinien, Flächenstile, Schriftstile, Zeichnungsränder, Zeichnungsdesigns und mit eingeschränkter Katalogfunktion auch die Symbole.

Abb. 1: Das Einstellungsmenü zum Bearbeiten der Kataloge

Abb. 1: Das Einstellungsmenü zum Bearbeiten der Kataloge

Katalogeinstellungen, die hier bearbeitet werden, werden meistens auch sofort an den Stellen im Projekt geändert, an denen Sie bereits verwendet wurden. Wenn Sie beispielsweise die Farbe eines Stiftes von Rot auf Blau ändern, wird dieser Stift sofort in allen Zeichnungen in der neuen Farbe dargestellt.

Aufruf zur Verwendung der Kataloge und implizite Bearbeitung

Immer wenn Sie einen Katalogeintrag verwenden wollen, können Sie diesen aus der Katalogtabelle auswählen.  Bei der Auswahl hilft Ihnen auch die Vorschau, die mit der F2-Taste aufgerufen werden kann.  In dieser Auswahltabelle gibt es auch immer die Funktion zum Bearbeiten des jeweiligen Kataloges. Dabei geht eine neue Tabelle auf, in der Sie wiederum unter dem Menüpunkt „Bearbeiten“ Funktionen zum Neuanlegen und Ändern von Katalogeinträgen finden.

Abb 2: In der Darstellungstabelle für Linien können beispielsweise Stifte, Makrolinien und Flächenstile aus Katalogen ausgewählt werden. Bei der Auswahl hilft die F2-Vorschau.

Abb 2: In der Darstellungstabelle für Linien können beispielsweise Stifte, Makrolinien und Flächenstile aus Katalogen ausgewählt werden. Bei der Auswahl hilft die F2-Vorschau.

Wenn man erreichen möchte, dass der Teil zwischen den Stationen 0+10,000 und 0+40,000 ausgespart wird, genügt es nicht, die dazwischen liegenden Querprofile wegzulassen. Man könnte eine Profillinie auch im Querschnitt reduzieren und nur noch mit einem oder wenigen Punkten angeben, die keine Querschnittsfläche bilden. Damit wird Masse und Bauwerk im Übergangsbereich geschrumpft und wieder aufgeweitet:

Beispiel für implizite Bearbeitung

Wollen Sie zum Beispiel in der Zeichnungsbearbeitung eine neue Schraffur eingeben, werden Sie dort zur Auswahl eines Flächenstils aufgefordert. Dabei bemerken Sie, dass es den Flächenstil, den Sie gerade benötigen, noch nicht gibt. Anstatt nun die Zeichnungsbearbeitung zu verlassen und über das Einstellungsmenü in die Flächenstilbearbeitung zu wechseln, können Sie direkt bei der Auswahl des Flächenstils die Bearbeitungstabelle öffnen und dort einen neuen Flächenstil anlegen oder einen vorhandenen kopieren und abändern.

Abb. 3: Implizite Bearbeitung – während der Auswahl von Katalogeinträgen, können diese auch bearbeitet werden.

Abb. 3: Implizite Bearbeitung – während der Auswahl von Katalogeinträgen, können diese auch bearbeitet werden.

Diese Bearbeitung lässt sich weiter fortsetzen, wenn Sie beispielsweise für den neuen Flächenstil eine neue Strichart benötigen.

Abb. 4: Implizite Bearbeitung auf der 2. Ebene – das lässt sich beliebig fortsetzen.

Abb. 4: Implizite Bearbeitung auf der 2. Ebene – das lässt sich beliebig fortsetzen.

Auf diese Weise kommen Sie effektiv zu den gewünschten Ergebnissen und komplettieren ganz nebenbei Ihre Kataloge, für eine noch schneller Arbeit mit card_1.

igm_feature_baukoerper_01_1000x667

Querprofillinien mit einem oder keinem Punkt anlegen

Wenn man von einer Linie, auch einer Querprofillinie, spricht, geht man normalerweise davon aus, dass sie mindestens 2 Stützpunkte enthält. Wenn nur ein oder gar kein Stützpunkt vorhanden ist, kann man im klassischen Sinne eigentlich nicht mehr von einer Linie sprechen. Trotzdem erfüllen solche „Querprofillinien“ ihre Zwecke, sodass es notwendig sein kann, diese anzulegen.

„Leere“ Querprofillinien spielen dann eine Rolle, wenn es darum geht, aus einzelnen Querschnitten in Längsverbindung Massen oder Bauwerke zu erzeugen. Denn wenn es an einer Zwischenstation gar keine Querprofillinie gibt, wird diese nicht berücksichtigt, die Masse und der Baukörper gehe darüber hinweg. Wenn sich an dieser Station dagegen ein Nullprofil befindet, werden Masse und Baukörper unterbrochen.

Im folgenden Beispiel werden Querprofile an 6 Querschnitten erzeugt, aller 10 m, beginnend an Station 0:

Abb1. :Querprofile aller 10m und daraus resultierendes Bauwerke

Abb1. :Querprofile aller 10m und daraus resultierendes Bauwerke

Wenn man nun die Querprofile an den Stationen 0+20,000 und 0+40,000 weg lässt, entsteht das gleiche Bauwerk, nur mit weniger Einzelabschnitten:

Abb2. :Querprofile in unregelmäßigen Abständen und daraus resultierendes Bauwerk

Abb2. :Querprofile in unregelmäßigen Abständen und daraus resultierendes Bauwerk

Wenn man erreichen möchte, dass der Teil zwischen den Stationen 0+10,000 und 0+40,000 ausgespart wird, genügt es nicht, die dazwischen liegenden Querprofile wegzulassen. Man könnte eine Profillinie auch im Querschnitt reduzieren und nur noch mit einem oder wenigen Punkten angeben, die keine Querschnittsfläche bilden. Damit wird Masse und Bauwerk im Übergangsbereich geschrumpft und wieder aufgeweitet:

Abb. 3: Querprofile an Zwischenstationen mit nur einem Punkt

Abb. 3: Querprofile an Zwischenstationen mit nur einem Punkt

Eine solche Vorgehensweise kann sinnvoll und erforderlich sein, wenn Bauwerk oder Masse durchgehen, aber in einem bestimmten Bereich keine weiteren Volumen erzeugen sollen. Dies kommt z.B. bei einer Massenberechnung nach REB 21.003 vor. Damit die Bereiche des Schrumpfens und Aufweitens realitätsnah gehalten werden, müssten jeweils 2 unmittelbar aufeinender folgende Stationen dafür genutzt werden, z.B. 0+19,999 und 0+20,000.

Es ist aber auch möglich, ein Nullprofil zu erzeugen. Dies geht über den Befehl:

ELLING 0; 0; 0; 0; 110

wenn die zu erzeugende Profillinie die Nr. 110 bekommen soll. Wenn man derartige Profile an den Stationen 0+20,000 und 0+30,000 erzeugt, wird der Bereich zwischen dem vorherigen und dem nachfolgenden Querschnitt ausgespart:

Abb. 4: Aussparung von Bauwerken und Massen durch Nullprofile. Diese befinden sich hier an den Stationen 0+20,000 und 0+30,000 und sind nicht sichtbar.

Abb. 4: Aussparung von Bauwerken und Massen durch Nullprofile. Diese befinden sich hier an den Stationen 0+20,000 und 0+30,000 und sind nicht sichtbar.