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Auswertung von Baugruppenattributen

Mit dem Übergang zur 3D-Planung und BIM steigt die Anzahl an 3D-Bauwerken innerhalb der card_1 Projekte. CityGML ist der erste Datentyp, der hauptsächlich als Bauwerk importiert wird. Andere Schnittstellen wie Shape und WFS ziehen nach und liefern z.B. Schutzgebiete, die für die Planung relevant sind, auch als Bauwerke.

Abb. 1: Schutzgebiet als transparentes 3D-Bauwerk (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, dl-de/by-2-0)

Abb. 1: Schutzgebiet als transparentes 3D-Bauwerk (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, dl-de/by-2-0)

Hinzu kommen Bauwerke, die in den Modulen „Bestandsmodellierung“ und „Brückengenerator“ innerhalb von card_1 erzeugt werden. Entsprechend wird es immer wichtiger, die Attribute der Baugruppen nicht nur im BIM-Prozess zu erfassen und weiterzugeben, sondern auch innerhalb des card_1 Systems auszuwerten. Entsprechend gibt es die Datenselektionen, die seit Version 8.4 für Punkte, Linien und Texte im GIS-Datenaustausch integriert sind, nun auch für Baugruppen.
Bei Punkten, Linien und Texten erfolgte die Auswahl über Markierung und Kodes und bei Linien und Texten zusätzlich über Schichten.

Abb. 2: Festlegung eines Anwendungsbereichs einer Datenselektion bei Linien

Abb. 2: Festlegung eines Anwendungsbereichs einer Datenselektion bei Linien

Baugruppen haben diese Eigenschaften nicht, so dass hier die Auswahl über alle, ausgewählte oder ein einzelnes Bauwerk erfolgt.

Abb. 3: Festlegung eines Anwendungsbereichs einer Datenselektion bei Baugruppen

Abb. 3: Festlegung eines Anwendungsbereichs einer Datenselektion bei Baugruppen

Auch die Bedingungen und Aktionen mit Baugruppen unterscheiden sich teilweise von denen der anderen Datenarten. Eine Änderung von Nebenattributsinhalten ist auch hier möglich, aber anstatt von Kode und Markierung können hier Stift und Material in Abhängigkeit von Nebenattributen verändert werden. Stift und/oder Material führen dann zu einer Visualisierung, die auch in der 3D-Ansicht die selektierten Daten entsprechend hervorhebt.
Ein Beispiel dafür findet sich in dem Artikel Übernahme von Attributen aus City-GML-Daten:

Abb. 4: Beispiel Sachsen-Anhalt Darstellung mit Stiftfarben nach Gebäudefunktion,  (Quelle der Geodaten: © GeoBasis-DE / LVermGeo LSA, 2019, es gelten die Nutzungsbedingungen des LVermGeo LSA)

Abb. 4: Beispiel Sachsen-Anhalt Darstellung mit Stiftfarben nach Gebäudefunktion,  (Quelle der Geodaten: © GeoBasis-DE / LVermGeo LSA, 2019, es gelten die Nutzungsbedingungen des LVermGeo LSA)

Erreicht wurde diese Darstellung durch das Ändern der Stifte der Baugruppen je nach Gebäudefunktion.

Abb.5: Datenselektion, bei der die Stifte je nach Inhalt des Nebenattributs „Funktion“ geändert werden.

Abb.5: Datenselektion, bei der die Stifte je nach Inhalt des Nebenattributs „Funktion“ geändert werden.

Wenn man die Darstellung so einstellt, dass die Baugruppen in den Stiftfarben zu sehen sind, ergeben sich in 3D- und Lageplanfenster die in Abb. 4 gezeigten Visualisierungen.

Abb. 6: Bauwerksdarstellung mit Stiftfarben

Abb. 6: Bauwerksdarstellung mit Stiftfarben

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Geodatendownload über WFS-Dienste

Für eine detaillierte Trassenplanung sind Informationen zu Natur- und Landschaftsschutzgebieten, Wasserschutzzonen, Überschwemmungsgebieten, Verwaltungsgrenzen, Straßenbestandsdaten u.v.a.m. zweckdienlich. Diese Bestandsdaten werden von den Umwelt- und Vermessungsbehörden der Bundesländer in Geoinformationssystemen vorgehalten und vielfach als Webdienst bereitgestellt. Diese Webdienste funktionieren im Prinzip genauso wie der Aufruf von Web-Inhalten über die Angabe einer Webadresse (URL).

WFS steht für WebFeatureService und ist ebenso wie WMS (WebMapService) ein spezieller Webdienst für den Geodaten-Download. WFS-Dienste stellen dabei die Daten im Vektorformat bereit – WMS-Dienste vorrangig im Rasterformat. Eine WFS-Abfrage liefert als Ergebnis eine GML-Datei, aus der die Elemente, die sogenannten Features, importiert werden können. Neben der Geometrie können die GML-Features auch Sachdateninformationen in Form von Attributen mitbringen.

Das card_1 Modul „GIS Import” stellt neben dem Import von Shape-Dateien die Schnittstelle für den Import von WFS-Daten bereit. Hierbei wird zwischen dem Einzelimport und dem Direktimport unterschieden.

Beim Einzelimport liegen dem Anwender bereits physisch WFS-Daten in Form einer GML- bzw. XML-Datei vor. Diese Variante kommt dann in Betracht, wenn die Datenanbieter bereits vorgefertigte Downloadmöglichkeiten auf ihrer Webseite anbieten. Beispiele dafür sind das Transparenzportal Hamburg und das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum.

Beim Direktimport werden für eine Webadresse die Informationen zum Dienst abgerufen und ausgewählte Features des Dienstes heruntergeladen. Ergebnis hierbei ist auch eine GML-Datei, aus welcher direkt beim Import die Geometrien als Topografie-Elemente, Linien oder Punkte, angelegt und die Sachdaten als Nebenattribute übernommen werden.

Direkter WFS-Import

Abb.1: Dialog „WFS-Import“

Abb.1: Dialog „WFS-Import“

Sie starten, indem Sie im WFS-Dialog (Abb. 1) eine URL-Adresse eintragen und dann die Funktion „URL prüfen“ ausführen. Die Anwendung führt in einer Voranalyse drei Anfragen (Requests) an den WFS-Dienst aus:

  • GetCapabilities-Request: Die Abfrage ermittelt die Metadaten zum Dienst. Hier werden Informationen zu Titel, Beschreibung, Datenanbieter, Nutzungsbedingungen, aber auch zum Service-Typ, Koordinatenbereich und der Liste der vorhandenen Features abgerufen.
  • DescribeFeatureType-Request: Die Abfrage erstellt eine Liste der Attribute aller Features und ihrer Datentypen.
  • GetFeature-Request: Dies ist der eigentliche Download-Request, bei welchem die Elemente der Features abgerufen werden. In der Voranalyse wird für jedes Feature des Dienstes ein Datensatz heruntergeladen, um den Zugriff zu prüfen und Beispielwerte für die Attribute des Features zu ermitteln.

Alle Features werden mit Vorgabewerten versehen, die Sie über „Voreinstellungen“ anpassen können.  Sie legen den Koordinatenbereich fest, in welchem die WFS-Daten eingelesen werden sollen. Der EPSG-Kode wird aus den Koordinatensystem-Einstellungen des Projektes ermittelt oder von Ihnen eingetragen.

Abb.2: Tabelle „WFS-Features“ und Dialog „Import-Einstellungen für WFS-Feature bearbeiten“

Abb.2: Tabelle „WFS-Features“ und Dialog „Import-Einstellungen für WFS-Feature bearbeiten“

Die Schaltfläche „WFS-Features“ öffnet die Tabelle aller verfügbaren Features und Sie können für jedes Feature die Einstellungen, wie Einlesen, Schichtzuweisung, Punktnummerierung und Überschreibmodus individuell festlegen (Abb. 2).

Um einen Dienst zu testen, empfiehlt es sich, den Koordinatenbereich auf „Ausdehnung markierte Features“ festzulegen und die Objektanzahl einzuschränken, z.B. auf 10 Objekte.

Abb.3: Tabelle der Attribute des Features “Biosphärenreservat“ und Dialog der Bearbeitung

Abb.3: Tabelle der Attribute des Features “Biosphärenreservat“ und Dialog der Bearbeitung

Die Schaltfläche „Attribute“ öffnet die Tabelle der Attribute eines Features (Abb. 3). Sie können festlegen, welche Attribute importiert werden sollen, wie der Name lauten soll und welchen Datentyp das Nebenattribut zugewiesen haben soll. Alle Zuordnungen sind durch die Voranalyse bereits mit Vorgabewerten versehen.

https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0

Abb.4: importierte WFS-Feature im Lageplan – Bsp.: Schutzgebiete in Sachsen; Quelle: GeoSN, dl-de/by-2-0

Nachdem Sie alle Einstellungen für alle Features vorgenommen haben, starten Sie den Import der WFS-Features. Es wird der GetFeature-Request ausgeführt und aus der GML-Datei die Elemente in die Topografie eingelesen (Abb. 4).

Für die wiederholte Nutzung gleicher WFS-Dienste können WFS-Schemata gespeichert werden. Wenn Sie die Schemata in verschiedenen Projekten nutzen wollen, so wählen Sie als Speicherort das zentrale Projekt. Hierbei sollten Sie dann aber die Einstellungen Koordinatenbereich und EPSG-Kode nicht übernehmen, damit für diese Angaben die projektspezifischen Einstellungen genutzt werden.

Abb.5: Zeichnung aus Linien mit Nebenattributen; Quelle: GeoSN, dl-de/by-2-0

Abb.5: Zeichnung aus Linien mit Nebenattributen; Quelle: GeoSN, dl-de/by-2-0

Die importierten Linien können Sie u.a. für die Zeichnungserstellung nutzen. Durch eine Filterung der Linien nach einem ausgewählten Nebenattribut ist eine differenzierte Darstellung möglich, ohne dass eine unterschiedliche Kodezuweisung notwendig ist. Im Beispiel werden die Linien der Schutzgebiete von Sachsen nach dem Nebenattribut „Kategorie“ unterschieden (Abb. 5).

Auszug aus einer Plotvereinbarung für eine Differenzierung der Schutzgebiete nach „Kategorie“:

LFLÄCHE $ERSTER; $LETZTER; '§SNL_Nationalpark(#11078)';       FILTER: [Schutzgebiete.KATEGORIE]=="NLP"; LAYER: "NLP"
LFLÄCHE $ERSTER; $LETZTER; '§SNL_Naturpark(#11077)';          FILTER: [Schutzgebiete.KATEGORIE]=="NP";  LAYER: "NP"
LFLÄCHE $ERSTER; $LETZTER; '§SNL_Biosphärenreservat(#11012)'; FILTER: [Schutzgebiete.KATEGORIE]=="NLP"; LAYER: "BR"
LFLÄCHE $ERSTER; $LETZTER; '§SNL_LSG(#11011)';                FILTER: [Schutzgebiete.KATEGORIE]=="NLP"; LAYER: "LSG"
LFLÄCHE $ERSTER; $LETZTER; '§SNL_Naturschutzgebiet(#11079)';  FILTER: [Schutzgebiete.KATEGORIE]=="NLP"; LAYER: "NSG"
LFLÄCHE $ERSTER; $LETZTER; '§SNL_Nationalpark(#11016)';       FILTER: [Schutzgebiete.KATEGORIE]=="NLP"; LAYER: "FND"

Wenn Sie Daten aus einem WFS-Dienst veröffentlichen wollen, so informieren Sie sich in card_1 über die Schaltfläche „Nutzungsbedingungen und Gebühren“, ob die Datennutzung nicht nur für private Zwecke kostenfrei ist, und welche Quellenangaben zu machen sind.

Abbildung 01: MS Access Infobild

Verknüpfungen zum Öffnen von MDC-Datenbanken

Eine korrekte Verknüpfung von .mdc Dateien mit einer Access-Installation auf dem Rech­ner stellt für die An­wender eine deut­liche Er­leichter­ung der täg­lichen Ar­beit dar. Leider ist das Her­stell­en der kor­rekten Ver­knüpf­ung nicht im­mer ein­fach zu be­werk­stell­igen. Wie es den­noch klappt, möch­ten wir in die­sem Artikel er­läutern.

Abbildung 01: Die Oberfläche von Access

Abbildung 01: Die Oberfläche von Access

Anders als Datenbanken wie MySQL, MariaSQL, Firebird, etc. ist eine Access-Datenbank ein Gebilde aus Tabellen, Abfragen, Formularen und weiteren Bestandteilen. Access-Daten­ban­ken lassen sich ohne weitere Vorkehrungen benutzen. Der Anwender benötigt lediglich eine Installation von Access oder eine Runtime Version der Software. Diese kann kostenlos im Internet herunter geladen werden.

Das unkomplizierte Öffnen einer Datenbank stellt für den Anwender eine praktische Form der Bearbeitung dar, so kann er schnell etwas in der Datenbank nachschauen oder eintragen. Eine Voraussetzung dafür ist die korrekte Verknüpfung.

Datenbanken, die in card_1 eingesetzt werden, haben in der Regel die .mdc-Dateiendung. Im Prinzip handelt es sich um .mdb-Dateien, das native Dateiformat für Access-Datenbanken.

Aber während .mdb-Dateien korrekt mit dem Access-Programm oder der installierten Runtime-Version verknüpft werden, gelingt das bei .mdc-Dateien in der Regel nicht. Windows interpretiert die Dateiendung .mdc üblicherweise als ein Dateiformat einer Digitalkamera von Minolta und stellt die Verknüpfung zum hauseigenen Programm "Fotos" her. 

Die korrekte Verknüpfung der .mdc-Datei mit Access kann auf verschiedenen Wegen hergestellt werden. Eine Option ist die Nutzung der Windows-Einstellungen.

Abbildung 02: Startbildschirm der Windows-Einstellungen

Abbildung 02: Startbildschirm der Windows-Einstellungen

Abbildung 03: Standard-Apps wählen

Abbildung 03: Standard-Apps wählen

Dazu öffnen Sie die mit der Tastenkombination "Windowstaste + I" das Fenster mit den Windows-Einstellungen (siehe Abbildung 02). Klicken Sie auf "Apps" und im folgenden Fenster in der Seitenleiste links auf den Punkt "Standard-Apps". Scrollen Sie den Inhalt des Fensters nach unten bis zum Text "Standard-Apps nach Dateityp auswählen" und wählen Sie diesen Punkt aus (siehe Abbildung 03). Im nächsten Fenster scrollen Sie bis zum Eintrag .mdc und klicken auf die nebenstehende Auswahlmöglichkeit (siehe Abbildung 04). Im besten Fall können Sie an dieser Stelle den Eintrag "Access" wählen. Wenn Ihnen dieser Eintrag nicht angeboten wird, müssen Sie einen anderen Weg gehen, um die gewünschte Anwendung mit dem entsprechenden Dateityp zu verbinden.

Abbildung 04: Beispiel einer Verknüpfung mit Fotos

Abbildung 04: Beispiel einer Verknüpfung mit Fotos

Abbildung 05: Auswahl des Programms über Kontextmenü und "Öffnen mit ..."

Abbildung 05: Auswahl des Programms über Kontextmenü und "Öffnen mit ..."

Eine weitere Option ist Nutzung des Kontextmenüs. Diese (empfohlene) Vorgehensweise führt fast immer zum gewünschten Ergebnis. Durch Rechtsklick auf die zu verknüpfende .mdc-Datei das Kontextmenü angezeigt. Über den den Punkt "Öffnen mit" öffnet sich ein angehängtes Fenster. In diesem Fenster wählen Sie "Andere App auswählen" (siehe Abbildung 05).

Abbildung 06: Auswahl der korrekten Anwendung

Abbildung 06: Auswahl der korrekten Anwendung

Abbildung 07: Auswahl des Programms über Explorer

Abbildung 07: Auswahl des Programms über Explorer

Im Fenster "Wie soll diese Datei geöffnet werden?", im Abschnitt "Weitere Optionen" sollten Sie den Access-Eintrag finden. Setzten Sie den Haken unter "Immer diese App zum Öffnen von .mdc-Dateien verwenden" (siehe gelber Punkt in Abbildung 06) bevor Sie den Access-Eintrag anwählen. Damit verknüpfen Sie diese Dateiendung dauerhaft mit dem Access auf Ihrem Rechner und Sie können ab sofort .mdc-Dateien mit einem Doppelklick öffnen.

Wenn der Eintrag in der Liste fehlt, dann klicken Sie auf "Weitere Apps" (siehe orangener Punkt in Abbildung 06) und schauen in der nun um­fang­reich­eren Liste nach dem Access-­Eintrag. Sollten Sie diesen Eintrag in der Liste nicht finden, so müssen Sie die Auswahl des Programms auf Dateiebene durchführen. Dazu klicken Sie auf "Andere App auf diesem PC suchen" (siehe Abbildung 07). Es öffnet sich ein Explorerfenster und Sie können innerhalb des Fensters zum Access-Programm navigieren.

Den richtigen Pfad zur Datei msaccess.exe zu finden, ist nicht ganz trivial. Diese Datei versteckt sich innerhalb der eventuell vorhandenen Access-, Office- oder Runtime-Installation. So lautet der Pfad zum Access innerhalb der Installation von Office 2016 beim Autor:

C:\Program Files\Microsoft Office\root\Office16\MSACCESS.EXE

oder im Fall einer Installation mit einer 32Bit Version von Access:

C:\Program Files (x86)\Microsoft Office\Office\MSACCESS.EXE

Die Pfade können unterschiedlich sein, am schnellsten finden Sie den korrekten Pfad, wenn Sie in der Registry nachschauen.

Sollten Sie keine Rechte besitzen, um den Registry-Editor aufrufen zu können, müssen Sie die Windows-Suche bemühen. Beginnen Sie die Suche im Ordner "C:Programme (x86)" und im Falle einer 64Bit Installation im Ordner "C:Programme".

Rufen Sie dazu den Registrierungseditor auf (Windowstaste drücken, "regedit" eingeben und Entertaste drücken). Unter dem Eintrag:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\App Paths\

finden Sie den korrekten Pfad.

Innerhalb des Explorerfensters navigieren Sie nun dorthin und klicken die Datei msaccess.exe an.

Das Access-Programmfenster öffnet sich und Sie sehen die gewünschte Datenbank vor sich.

Abbildung 08: Die Datenbank innerhalb der Access-Oberfläche

Abbildung 08: Die Datenbank innerhalb der Access-Oberfläche

Wenn Sie vergessen haben, den Haken unter "Immer diese App zum Öffen von .MDC-Dateien verwenden" (siehe gelber Punkt in Abbildung 06) zu setzen, dann wiederholen Sie die Schritte, setzen den Haken und wählen das nun in der Liste aufgeführte Access-Programm (siehe Abbildung 09).

Abbildung 09: MDC-Dateien dauerhaft mit Access verknüpfen

Abbildung 09: MDC-Dateien dauerhaft mit Access verknüpfen

Abb. 2: Massendruckliste

Aussparung von Stationsbereichen bei der Massenberechnung

Das Problem bei Brückenbauwerken ist, dass bestimmte Massenpositionen in diesem Bereich ausgespart werden müssen. Das betrifft z.B. den Erdaushub.

Abb. 1: Drei Stationsbereiche innerhalb einer Achse

Abb. 1: Drei Stationsbereiche innerhalb einer Achse

Mit der Umstellung auf ein neues Massenberechnungsmodul für Querprofile innerhalb von card_1 wurde die REB-Verfahrensbeschreibung 21.013 „Massenberechnung zwischen Begrenzungslinien“ vollständig umgesetzt. Das beinhaltet unter anderem auch den Punkt 2.1.3.5., der die Unterbrechung einer Massenberechnung z.B. bei Bauwerken regelt. Darin ist zu lesen, dass die Eingabe von „0“ anstelle der oberen Begrenzungslinie die gewünschte Lücke erzeugt.

Beispiel:

StationsbereichAnfangsstationEndstationBegrenzungs-Profillinie obenBegrenzungs-Profillinie unten
vor Brücke400.00727.3406263
Brücke727.340774.414063
nach Brücke774.414780.0006263

In card_1 ergibt das die Eingabe von 3 Zeilen bei den Massenpositionen, während durchgehende Massen nur eine Zeile benötigen:

Positionvon Sationbis StationBezeichnungVorgabemasseOben 12KFZ/dZUnten 12
1.1400.000727.340Aushub vor Brücke0.000620630
1.1727.340774.414Brücke0.00000630
1.1774.414780.000Aushub nach Brücke0.000620630
2.1400.000780.000Volumen Deckschicht0.000610200

Es kann also eine Station sowohl als Endstation einer Masse als auch als Anfangsstation einer zweiten Masse verwendet werden. Das Einfügen von Pseudo-Stationen mit Nullprofilen, z.B. wenige Millimeter versetzt, ist nicht erforderlich.

Wichtig ist, dass die Positionsnamen für die mehrteiligen Berechungen gleich bleiben. Über diese Namen wird erreicht, dass die Gesamtmasse aus dem ersten Teil als Anfangswert für den dritten Teil benutzt wird. Es ist nicht erforderlich, eine Vorgabemasse einzutragen.

Im Ausdruck kann das für die Massenposition 1.1 im entscheidenden Abschnitt folgendermaßen aussehen:

Abb. 2: Massendruckliste

Abb. 2: Massendruckliste

Das hier gezeigte Beispiel wurde in einem kleinen card_1 Projekt realisiert, welches wir Ihnen auf Wunsch gern als E-Mail zusenden.

Abb. 01: Startbildschirm von Thunderbird

PosModus: Textpositionen bei der Erzeugung von Längsschnittzeichnungen

Bei der Generierung von Zeichnungen werden Standardbeschriftungen erzeugt. Deren Inhalt wie deren Format können in den Plotgeneratoren beeinflusst werden.

Die Zeichen der ansprechbaren Beschriftungstexte formatieren Sie über die Anweisung SCHRIFTSTIL. Hinter Schriftstilen verbergen sich komplexe Definitionen von Textformatierungen. Diese können für sämtliche Standardbeschriftungen benutzt werden.
Die zeichnungserzeugenden Funktionsgruppen unterstützen eine vereinheitlichte Form zur Nutzung von Schriftstilen.

SCHRIFTSTIL Kennung; Schriftstil [; PosModus [; MaxLänge]

Seit Version 9.0 ist die Anweisung SCHRIFTSTIL um den Parameter „PosModus“ erweitert werden. Damit ist ein Konflikt beseitigt worden, der sich aus der Einführung von Schriftstilen in card_1 ergeben hat.
Im Bereich der Längsschnittzeichnung sind vor Einführung von Schriftstilen beim Generieren der Beschriftungstexte Textpositionen und Textausrichtungen definiert worden, die ein Zeichnungsergebnis mit geringem Aufwand zur Nachbearbeitung ergaben.

Diese konkreten Festlegungen, insbesondere in Bezug auf die Textausrichtung, wurden auch nach der Einführung von Schriftstilen im Bereich Längsschnittzeichnung, teilweise auch in anderen Plotgeneratoren, beibehalten, damit bestehende Plotvereinbarungen zu den selben Zeichnungen führten wie vor der Verwendung von Schriftstilen. Das bedeutete aber gleichzeitig, dass einzelne Parameter innerhalb der Schriftstilvereinbarungen nicht ausgewertet wurden.
Diese Lücke wurde mit der Erweiterung der Parameter bei SCHRIFTSTIL um den den Parameter „PosModus“, der in allen Plotgeneratoren angewendet werden kann, geschlossen. Damit besteht die Möglichkeit, die Zeichnungserzeugung gemäß der bisherigen card_1-Version zu betreiben. Alternativ ist es seit Version 9.0 auch möglich, in der Plotvereinbarung die vollständige Definition aus den Schriftstilen umzusetzen.

Abb. 01: Parameter für PosModus

Abb. 01: Parameter für PosModus

Die Voreinstellungen für „PosModus“ führt selbstverständlich zur Auswertung der Schriftstile gemäß der alten Vereinbarungslogik, so dass bestehende Plotvereinbarungen die selben Zeichnungsoptik generieren.
Zwei weitere Parameter lassen zu, die Textausrichtung und die Textposition, abweichend vom bisherigen Verfahren, beliebig anzupassen und damit die Definition aus dem Schriftstil komplett umzusetzen.

Abb. 02: Varianten für PosModus:1 und 2

Abb. 02: Varianten für PosModus:1 und 2

Abb. 01: Startbildschirm von Thunderbird

Dynamische Lesezeichen nutzen

In zunehmendem Maße nutzen Sie frei zugängliche Geodaten als Basis für Projektplanungen. Ein Thema dabei ist die Aktualität. Eine sichere Variante wäre, alle Daten vor jeder Nutzung neu aus dem Internet zu holen. Aus Aufwands- und Zeitgründen kommt diese aber normalerweise nicht in Frage, zumindest nicht für alle Daten.

Die gegenteilige Herangehensweise wäre, nach dem Erstbezug der Daten nie wieder die Aktualität zu prüfen. Das kann aber dazu führen, dass Ihre Daten veraltet sind und Sie daraus falsche Schlüsse ziehen. z.B. wenn sich die Grenzen eines Schutzgebietes verlagert haben oder wenn ein Flurstück von öffentlich an privat veräußert wurde.
Abhilfe können hier dynamische Lesezeichen bringen, die Sie in Ihre E-Mail-Applikation einbinden. Auf diese Weise erhalten Sie eine Nachricht, wenn es aktuellere Daten gibt und Sie ersparen sich das regelmäßige Überprüfen der Internet-Angebote und müssen dafür auch keinen Newsletter abonnieren, der größtenteils irrelevante Informationen enthält.
Die Einbindung in ein E-Mail Programm erklären wir Ihnen am Beispiel der beiden populären E-Mail Clients „Outlook“ von Microsoft und „Thunderbird“.

Thunderbird

In Thunderbird können Sie sehr einfach einen RSS-Feed einbinden. Dafür nutzen Sie den Startbildschirm des Thunderbird-Kontos. Klicken Sie im Bereich „Konten“ auf „Feeds“ (Abb. 01). Im folgenden Fenster vergeben Sie eine Bezeichnung für Ihre zukünftige Feed-Sammlung (Abb. 02). Nach Eingabe der Bezeichnung erstellen Sie Ihr Feed-Konto mit Klick auf „Fertigstellen“ (Abb. 03).

Abb. 01: Startbildschirm von Thunderbird

Abb. 01: Startbildschirm von Thunderbird

Abb. 02: Eingabe des Kontonamens

Abb. 02: Eingabe des Kontonamens

Abb. 03: Bestätigung zum Anlegen des Feed-Kontos

Abb. 03: Bestätigung zum Anlegen des Feed-Kontos

Ihr neu entstandenes Feed-Konto finden Sie in der Seitenleiste (Abb. 04). Wählen Sie dieses Konto aus. Im rechten Fenster finden Sie den Abschnitt „Feeds“. Klicken Sie hier auf den Punkt „Abonnements verwalten“ (Abb. 05). Anschließend geben Sie die gewünschte Feed-Adresse an, z.B.: http://sg.geodatenzentrum.de/web_download/dgm/dgm200/dgm200.atom.xml (Abb. 06).

Abb. 04: Das neue Konto in der Seitenleiste

Abb. 04: Das neue Konto in der Seitenleiste

Abb. 05: Abonnements verwalten

Abb. 05: Abonnements verwalten

Abb. 06: Verwaltung der Feed-Adresse

Abb. 06: Verwaltung der Feed-Adresse

Wenn Sie eine Adresse eingetragen haben, können Sie den Knopf „Hinzufügen“ anklicken. Nach der Prüfung erhalten Sie die Meldung „Feed hinzugefügt“ (Abb. 07). Die Einrichtung Ihres Feeds ist damit abgeschlossen. Für weitere Feeds wiederholen Sie die Schritte ab Abbildung 05.

Den Inhalt des jeweiligen Feeds finden Sie analog zum E-Mail Postfach im Nachrichtenbereich von Thunderbird (Abb. 08). Wenn Sie an dieser Stelle auf einen Eintrag doppelt klicken, startet unmittelbar ein Download der damit verbundenen Daten als eine zip-Datei (Abb. 09).

Abb. 07: Prüfung der eingegeben Adresse und Fertigstellung des Feeds

Abb. 07: Prüfung der eingegeben Adresse und Fertigstellung des Feeds

Abb. 08: Die Einträge des Feeds im Nachrichtenbereich von Thunderbird

Abb. 08: Die Einträge des Feeds im Nachrichtenbereich von Thunderbird

Abb. 09: Download der verknüpften Dateien

Abb. 09: Download der verknüpften Dateien

Outlook

Die Einrichtung eines RSS-Feeds ist in Outlook schnell erledigt. Nach dem Start von Outlook finden Sie in der linken Seitenleiste die Rubrik „RSS-Feeds“ (Abb. 10). Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf diese Rubrik und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag „Neuen RSS-Feed hinzufügen“ (Abb. 11). Im folgenden Fenster (Abb. 12) tragen Sie die gewünschte Feed-Adresse ein, z. B.: http://sg.geodatenzentrum.de/web_download/dgm/dgm200/dgm200.atom.xml.

Abb. 10: Rubrik: RSS-Feeds

Abb. 10: Rubrik: RSS-Feeds

Abb. 11: RSS-Feed hinzufügen im Kontextmenü

Abb. 11: RSS-Feed hinzufügen im Kontextmenü

Abb. 12: Pfadangabe zum gewünschten RSS-Feed

Abb. 12: Pfadangabe zum gewünschten RSS-Feed

Nach Prüfung des Pfades wird Ihnen ein Hinweisfenster gezeigt (Abb. 13). Hier können Sie den Vorgang abbrechen, das Anlegen des Feeds bestätigen oder Sie nutzen die Möglichkeit, den Eintrag noch anzupassen (Abb. 14).

Wenn Sie den Feed angelegt haben, finden Sie die dazugehörigen Einträge im Nachrichtenbereich von Outlook (Abb. 15).

Abb. 13: Hinweis zum Einrichten des Feeds

Abb. 13: Hinweis zum Einrichten des Feeds

Abb. 14: Konfiguration des Feeds

Abb. 14: Konfiguration des Feeds

Abb. 15: Anzeigen des Feed-Inhalts

Abb. 15: Anzeigen des Feed-Inhalts

Der Download der verknüpften Daten erfolgt nach Anzeigen der Nachricht (Abb. 16) und durch Klicken auf „Artikel anzeigen“.

Weitere Feeds erstellen Sie durch Wiederholen der Schritte ab Abbildung 10.

Abb. 16: Download der verknüpften Dateien

Abb. 16: Download der verknüpften Dateien

Nachfolgend finden Sie Beispiele für sinnvolle Feeds für card_1 Anwender:

Digitales Geländemodell Gitterweite 200 m (der im Beispiel verwendete Feed)
http://sg.geodatenzentrum.de/web_download/dgm/dgm200/dgm200.atom.xml

INSPIRE – Flurstuecke und Gemarkungen Sachsen
http://geodownload.sachsen.de/inspire/cp_atom/Dataset_sn_cp_shape.xml

INSPIRE – Schutzgebiete Sachsen ATOM Service Feed
http://geodownload.sachsen.de/inspire/ps_atom/Service_ps.xml

INSPIRE Dataset Feed: INSPIRE TH Schutzgebiete ALKIS Thüringen
http://www.geoproxy.geoportal-th.de/inspire-dl/atom/DataSet/DataSet_605d5273-0c78-45b2-a472-68b422d142b4.xml

INSPIRE Downloadservice Schutzgebiete Baden-Württemberg
https://rips-gdi.lubw.baden-wuerttemberg.de/Atom_feed/de-bw-lubw_inspire_downloadservice_rips_naturschutz/de-bw-lubw_inspire_downloadservice_rips_naturschutz.xml

INSPIRE-Downloaddienst – Bundesamt für Naturschutz
https://geodienste.bfn.de/arcgis/rest/directories/arcgisforinspire/inspire/protectedsites_MapServer/Service_e2e51dc2-af22-486f-8e66-ebf12c3a2f77.atom.xml

Atom-Feed Straßennetz Landesbetrieb Straßenbau NRW
http://www.gis-rest.nrw.de/atomFeed/rest/atom/f4affc5e-a01a-4531-895c-5c6e59685ed1.html

Offene Geodaten des GeoSN: Einfach nutzen!

Quelle: GeoSN, dl-de/by-2-0

Quelle: GeoSN, dl-de/by-2-0

Für die Arbeit mit card_1 setzt sich immer mehr durch, dass georeferenzierte Luftbilder, topografische Karten und andere allgemeine Geodaten wie Straßennetze und Schutzgebiete eine erste Planungsgrundlage bilden. Diese, meist über WMS oder WFS bereit gestellten Daten haben sich nicht nur durchgesetzt, weil sie sich in card_1 einfach verwenden lassen, sondern auch, weil sie in verschiedenen Bundesländern gebührenfrei und ohne einschränkende Nutzungsbedingungen zur Verfügung stehen. Dies gilt ab 1.9.2019 auch für Sachsen!

Seit kurzem stellt der GeoSN seine digitalen Geodaten offen bereit. Die angebotenen Daten können von jedem Nutzer, jederzeit für beliebige Zwecke eingesetzt werden.
Startseite: https://www.geodaten.sachsen.de/index.html

So können Sie Daten zu 3D-Gebäuden, zum Beispiel im Format „CityGML“, finden, indem Sie auf der Seite des GeoSN unter dem Punkt Höhenmodelle auf Digitales 3D-Stadtmodell – Daten herunterladen – CityGML klicken. Wermutstropfen: Die hier angebotenen CityGML-Daten haben nur LoD1, obwohl in Sachsen, wie hier (im unteren Teil der sich neu öffnenden Seite) zu sehen ist, bereits LoD2-Daten existieren. Diese werden derzeit auf Bestellung und mit Erhebung einer Verwaltungsgebühr abgegeben.

(Hier der direkte Link zur Seite mit den landesweiten CityGML-3D-Gebäuden)

Zu beachten sind die entsprechenden Nutzungsbedingungen.

Es geht auch anders: Das Landesprogramm „Offene Geodaten“ des Freistaates Thüringen

Abb. 1: Thüringer Landschaft

Abb. 1: Thüringer Landschaft

Für die Arbeit mit card_1 setzt sich immer mehr durch, dass georeferenzierte Luftbilder und topografische Karten eine erste Planungsgrundlage bilden. Diese, meist über WMS bereit gestellten Daten haben sich nicht nur durchgesetzt, weil sie sich in card_1 einfach verwenden lassen, sondern auch, weil sie in verschiedenen Bundesländern wie z.B. Sachsen gebührenfrei und ohne einschränkende Nutzungsbedingungen zur Verfügung stehen.

Leider gibt es für die Art der Bereitstellung keine einheitliche Vorgehensweise, sondern jedes Bundesland regelt den Umgang mit Geodaten für sich selbst. Und leider ist die Tendenz, wie jüngst Brandenburg und vorher Bayern gezeigt hat, so, dass anfänglich frei zugängliche Daten inzwischen kostenpflichtig oder in der Nutzung eingeschränkt sind.
Dass es auch anders geht, beweist der Freistaat Thüringen. Dort wurde 2016 die Initiative „Offene Geodaten“ gestartet, siehe Webinfo. Im Dezember 2016 wurde nun an angemeldete Nutzer der Thüringer Geodaten die Mitteilung versendet, dass ab 1.1.2017 die Geobasisdaten, sofern sie nicht personenbezogen sind, gebührenfrei bereitgestellt werden und auch gebührenfrei weiterverwendet werden dürfen, und das sowohl für kommerzielle als auch für nicht kommerzielle Zwecke. Somit entfällt die Notwendigkeit, eine Nutzungsvereinbarung für diese Daten abzuschließen. Die Nutzung eines Zwischenprogramms zum Zugriff auf die WMS-Daten entfällt ebenfalls. Für card_1 Anwender vereinfacht sich damit der Umgang mit Luftbildern, topografischen Karten, Schutzgebieten und anderen Geobasisdaten und es bleibt zu hoffen, dass andere Bundesländer dem Thüringer Beispiel folgen.

Ergänzung vom 18. Januar 2017

Inzwischen ist der Zugang zu den offenen Geodaten über einen einheitlichen Zugang
https://www.geoportal-th.de/ organisiert.

Auch andere haben darüber berichtet: NNZ-Online

Abb. 1: DGM in Höhenschichtdarstellung ohne Brückenbauwerk

Brückenbauwerke auf gemappten Orthofotos

Ein Merkmal von Geländemodellen ist, dass an jeder Position genau eine Höhe existiert. Entsprechend sind von Brückenbauwerken nur entweder die Brückenoberfläche oder das darunter liegende Gelände modelliert, wobei im Normalfall das Gelände im DGM enthalten ist.

Abb. 1: DGM in Höhenschichtdarstellung ohne Brückenbauwerk

Abb. 1: DGM in Höhenschichtdarstellung ohne Brückenbauwerk

Wenn man in card_1 die Möglichkeit nutzt, in der 3D-Ansicht ein Orthofoto auf das DGM zu mappen, ergibt sich der Zustand, dass die Brückenfahrbahn „im Tal versinkt“ und die Gebäude „kleben“ am Boden.

Abb. 2: DGM in der 3D-Ansicht mit unbearbeitetem Orthofoto (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, <a href="http://www.govdata.de/dl-de/by-2-0" target="_blank" rel="noopener">dl-de/by-2-0</a>)

Abb. 2: DGM in der 3D-Ansicht mit unbearbeitetem Orthofoto (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, dl-de/by-2-0)

Für die Gebäude lässt sich einfach Abhilfe schaffen, indem man die CityGML-Daten hinzufügt. Diese überdecken die Gebäude des Luftbildes, sodass keine weitere Bearbeitung des Bildes erforderlich ist.

Abb. 3: 3D-Ansicht mit Orthofoto auf DGM und Gebäuden aus CityGML-Dateien (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, <a href="http://www.govdata.de/dl-de/by-2-0" target="_blank" rel="noopener">dl-de/by-2-0</a>)

Abb. 3: 3D-Ansicht mit Orthofoto auf DGM und Gebäuden aus CityGML-Dateien (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, dl-de/by-2-0)

Bei Brücken ist etwas mehr Aufwand erforderlich, zum einen, weil es davon keine Dateien zum Herunterladen gibt und zum anderen, weil die Brücke auf dem Orthofoto nicht von der neuen Brücke abgedeckt wird. Entsprechend kann die Brücke im card_1 Modul Rasterbilder bearbeiten ausradiert und durch eine umliegende Farbe ersetzt werden.

Abb. 4: Orthofoto in 3D-Ansicht nach Ersetzen der Brückendarstellung durch eine Farbe (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, <a href="http://www.govdata.de/dl-de/by-2-0" target="_blank" rel="noopener">dl-de/by-2-0</a>)

Abb. 4: Orthofoto in 3D-Ansicht nach Ersetzen der Brückendarstellung durch eine Farbe (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, dl-de/by-2-0)

Je nach Verwendungszweck reicht diese einfache Bildbearbeitung meist aus. Soll eine detailiertere und auch bei Heranzoomen plausiblere Darstellung erreicht werden, kann das Bild auch mit einem externen Werkzeug „geflickt“ werden. Dazu kann es aus card_1 als GeoTiff mit TFW exportiert, extern verändert und wieder importiert werden.

Abb. 5: 3D-Ansicht mit unter der Brücke angepasstem Orthofoto (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, <a href="http://www.govdata.de/dl-de/by-2-0" target="_blank" rel="noopener">dl-de/by-2-0</a>)

Abb. 5: 3D-Ansicht mit unter der Brücke angepasstem Orthofoto (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, dl-de/by-2-0)

Schließlich kann über den card_1 Brückengenerator eine schematische Brücke nachgebildet werden. Dazu sollte es eine Achse mit Gradiente für die über die Brücke führende Trasse geben, die Brücke passt sich dann den entsprechenden Gegebenheiten an.

Abb. 6: 3D-Ansicht mit Orthofoto, 3D-Gebäuden und Brücke (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, <a href="http://www.govdata.de/dl-de/by-2-0" target="_blank" rel="noopener">dl-de/by-2-0</a>)

Abb. 6: 3D-Ansicht mit Orthofoto, 3D-Gebäuden und Brücke (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, dl-de/by-2-0)

Film 1: 6 Schritte zur 3D - Ansicht Ansicht und Flug durch die Brücke

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Scrollen mit der Maus im CAD-Menü in card_1 unter Windows 10

Das Arbeiten mit Fenstern in Windows kann an­streng­end sein. Möchte man bei­spiels­weise den In­halt zweier Fenster nebeneinander legen und zeilen­weise ver­glei­chen, so war das Scrollen im Fenster, welches inaktiv ist, nicht möglich. Mit Windows 10 hat nun eine Maus­funk­tion Ein­zug ge­hal­ten, die vor­her nur durch die In­stal­lation von Zusatz­pro­gram­men* mög­lich war. Es handelt sich um die Funk­tio­nali­tät: „In­ak­tive Fen­ster beim Da­rauf­zei­gen scrol­len“.

Bisher war es notwendig, dem Fenster, in dem gescrollt werden soll, den Fokus zu geben, beispielsweise per Klick auf die Titelleiste. In Windows 10 ist das deutlich einfacher. Es genügt, den Mauszeiger auf das inaktive Fenster zu ziehen und es kann gescrollt werden.

Möglich macht das eine Option im Einstellungsfenster „Geräte – Maus und Touchpad“.

Abb. 1: Darstellung des Einstellungsdialoges der Mausoptionen

Abb. 1: Darstellung des Einstellungsdialoges der Mausoptionen

Standardeinstellung für das „Inaktive Fenster beim Daraufzeigen scrollen“ ist „Ein“.

Abb. 2: Zoom auf die Mausoption „Inaktive Fenster beim Daraufzeigen scrollen“

Abb. 2: Zoom auf die Mausoption „Inaktive Fenster beim Daraufzeigen scrollen“

Die Tatsache, dass die neue Windows-Funktionalität mit einer Einstellmöglichkeit versehen ist lässt erkennen, dass es damit offensichtlich nicht nur Vorteile gibt.
Möglicherweise haben Sie bereits bemerkt, dass mit dieser Einstellung das CAD-Menü in card_1 nicht mehr scrollt. Somit können die unteren Zeilen des CAD-Menüs nur noch über das Pfeil-Symbol sichtbar gemacht werden.

Möchte man lieber die Funktionalität des bequemen Scrollens im CAD-Menü haben, so stellt man die Option „Inaktive Fenster beim Daraufzeigen scrollen“ im Einstellungsmenü für die Maus auf „Aus“.

Abb. 3: Anpassen der Mauseigenschaften (animiert)

Abb. 3: Anpassen der Mauseigenschaften (animiert)

Hilfreich sei an dieser Stelle der Hinweis auf die Möglichkeit, dass das CAD-Menü abgedockt werden kann. Dann ist auch ein Scrollen im CAD-Menü möglich, wenn in den Eigenschaften für die Maus die Option „Inaktive Fenster beim Daraufzeigen scrollen“ auf „Ein“ eingestellt ist.

 

* Die Software, die für diese Funktionalität unter Windows 7 und Windows 8 verwendet werden kann, findet man im Internet unter den Suchwörtern „WizMouse“ oder „Katmouse“.