Bahnkörper mit bis zu 10 Gleisen

Seit dem Freshup 8.413 ist die neue Funktionsgruppe „Bahnkörper generieren“ nun für alle Bahnanwender freigegeben. Die Erweiterung ist kostenfreier Bestandteil der Pflege des Moduls Querprofilentwicklung Bahn.

Abb. 1: Entwurfsansicht für Querschnitt mit Bahnkörper, Lichtraum und Bahnsteigkante

Abb. 1: Entwurfsansicht für Querschnitt mit Bahnkörper, Lichtraum und Bahnsteigkante

Mit der Funktionsgruppe „Bahnkörper generieren“ steht den Kunden ein Werkzeug zur Bearbeitung von Regelquerschnitten gemäß der Richtlinie Ril 800.0130 „Streckenquerschnitte auf Erdkörpern“ zur Verfügung.
Die flexible Generierung von Bahnkörpern, Lichträumen und Bahnsteigkanten erfordert keine Kenntnisse zur Profilentwicklung.
Alle Entwurfsparameter werden in übersichtlichen Masken erfasst.

Abb. 2: Entwurfsparameter für Bahnkörper

Abb. 2: Entwurfsparameter für Bahnkörper

 

Bahnkörper

Für jedes Gleis können ein Regelabschnitt und beliebig viele weitere Abschnitte mit den Streckenparametern für Oberbau, Planum und Entwässerung ausgestattet werden.
Die Auswertung kann streng benutzerdefiniert gesteuert sein oder automatisiert verlaufen. Im zweiten Fall wird beispielsweise das Planum bei eingleisigen Strecken automatisch zur Bogen-Innenseite entwässert. Als Ergebnis werden Profillinien generiert

 

Lichtraumprofile

Auch die Lichtraumprofile orientieren sich an der Ril 800.0130. Die Berechnung der Grenzlinie ist für die Profile „GC“ und „S-Bahn“ mit und ohne Oberleitung möglich. Sie berücksichtigt alle Details der unteren Grenzlinie sowie die Erweiterungen in Ausrundungen und engen Kreisbögen. Die Lichtraumprofile werden als Bauwerk erzeugt. Die Bauwerke sind lückenlos und ermöglichen somit die Betrachtung im Schnittbild an beliebiger Station. Berücksichtigt werden dabei auch die Lichtraumerweiterung bei Unterschreitung des Grenzradius.

 

Bahnsteige

Die Berechnung der Bahnsteige basiert auf den Einbaumaßen der Richtlinie 813.0201 „Bahnsteige konstruieren und bemessen“. Abhängig von Gradiente, Überhöhung und Gleisbogenradius wird der exakte Verlauf der Bahnsteigkante ermittelt.
Auch für die Bahnsteige werden Bauwerke erzeugt.

Alle erzeugten Objekte und Vorgänge sind aktualisierbar, undo-fähig und sofort in allen Ansichten darstellbar.

 

Näheres zu Bahnkörpern, Besonderheit bei mehr als 2 Gleisen

Die Elementparameter beim Bahnkörper werden in einem sogenannten Vorgang gespeichert.
Für den Bahnkörper wird dazu automatisch eine QSB-Datei erzeugt, die jeweils einen Vorgang beinhaltet. In einem Vorgang sind zur Bezugsachse 1 oder 2 Gleisachsen enthalten.

Abb. 3: Eingabemaske für einen Vorgang mit Dialog für Anschluss des Bahnkörpers an Bestand

Abb. 3: Eingabemaske für einen Vorgang mit Dialog für Anschluss des Bahnkörpers an Bestand

Unter „Ergebnisse“ werden die gewünschten Profilliniennummern eingegeben sowie die Profilpunktnummern definiert. Die Streifennummer ist für die eindeutige Vergabe der Punktnummern wichtig, wenn zu zwei Gleisachsen weitere Gleisachsen in einem gemeinsamen Bahnkörper generiert werden sollen.

Abb. 4: Ergebnisprofillinien und Streifennummer für Vorgang 1

Abb. 4: Ergebnisprofillinien und Streifennummer für Vorgang 1

Bei der Verwendung von mehr als einer Gleisachse in einem Bahnkörper gibt es folgende Vorgaben.

  1. Die Achsen dürfen sich nicht kreuzen.
  2. Die Achsen müssen die selbe Stationierungsrichtung aufweisen.
  3. Ab einem Achsabstand größer 11 m wird der Querschnitt nicht mehr als zweigleisig bewertet. Der Bahnköprer wird dann nur für Gleis 1 erzeugt.

 

Diese Bedingungen werden beim Generieren geprüft und führen u.U. zu Meldungen im Protokoll.

Soll ein Bahnkörper mehr als zwei Gleisachsen enthalten, benötigt man einen zweiten Vorgang bzw. eine zweite QSB-Datei.
Der Weg dorthin ist im Programm etwas versteckt.
Unter „Bahnkörper generieren“ wird, wie das nachfolgende Bild zeigt, der Vorgang 1 zur Auswahl angeboten.

Abb. 5: Auswahlliste für Vorgänge und Neuanlegen

Abb. 5: Auswahlliste für Vorgänge und Neuanlegen

Wenn man in dieser Tabelle die ESC-Taste drückt, öffnet sich der Dialog für die Eingabe eines weiteren Vorgangs.
Auf diese Art kann man bis zu fünf zweigleisige Streckenquerschnitte nebeneinander in einer Profillinie planen (5 Vorgänge pro Bezugsachse).

Abb. 6: Eingabemaske für Anlegen Vorgang 2 (QSB-Datei 2)

Abb. 6: Eingabemaske für Anlegen Vorgang 2 (QSB-Datei 2)

In den zwei folgenden Masken werden die Parameter für den neuen Vorgang festgelegt.

 

Abb. 7: Eingabemaske für Parameter Vorgang 2 mit neuer Streifennummer

Abb. 7: Eingabemaske für Parameter Vorgang 2 mit neuer Streifennummer

 

Im neuen Vorgang werden für die Ergebnislinien die selben Profilliniennummern angeboten, wie im 1. Vorgang. Das ist sinnvoll, wenn das Ziel die Darstellung des mehr­gleisigen Bahnkörpers als eine durchgehende Profillinie in der Zeichnung ist.
Um eindeutige Profilpunktnummern zu erhalten, sollte dagegen für jedes Gleispaar eine eindeutige Streifennummer vergeben werden. Dazu finden sich in der Hilfe umfangreiche Erläuterungen.

 

 

 


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