Bwk_Kegel

Bwk Kegel

Name:

Bwk_Kegel

Zusammenfassung:

Kegel als 3D-Objekt

Inhalt:

Nach im Dialog vorgegebenen Parametern werden ein oder mehrere Kegel erzeugt. Zu den Parametern gehören u.a. Material, Höhe, Durchmesser und Anzahl der Ecken der Grundfläche sowie die Entscheidung, ob die Spitze der Kegel oben oder unten sein soll. Die Position kann direkt oder über markierte Punkte vorgegeben werden. Über mehrere Durchläufe können auch verschiedene Kegel in ein und das selbe Bauwerk eingebracht werden.

Anwendung:

Insbesondere in der 3D-Projektansicht kann es sinnvoll sein, auf eine bestimmte Stelle des Projekts hinzuweisen. Die Kegel können eine Position oder eine Strecke markieren und somit z.B. den Verlauf einer neuen Trasse im Gelände verdeutlichen. Da auch die Darstellungsebene der Kegel festgelegt werden kann, lassen sich diese auch durch Wahl der darzustellenden Ebenen an- oder ausschalten.

Erweiterungsmöglichkeiten:

  • Grundhöhe der Kegel aus einem DGM gewinnen
  • Attribute hinzufügen, um sich diese in der 3D-Ansicht anzeigen zu lassen

Einbinden in eigene Skripte:

BENUTZE "<?>Bwk_Kegel.CSC" 
Kegel()

Modulvoraussetzungen:

  • CardScript

Format:

  • CSC
  • CSX auf Anfrage

Screenshot:

Optionen:

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CSX-Datei anfordern

Die CSX-Datei kann per Formular angefordert werden. Dies ist nur erforderlich, wenn Sie das Skript abwandeln oder die Skriptsprache erlernen möchte.

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Aussparung mit Berücksichtigung der Triangulations-Pfeilhöhe

In der DGM-Bearbeitung werden Selektionspolygone u.a. für Umringe und Aussparungen benutzt. Für das Anlegen und Bearbeiten von Selektionspolygonen gibt es unter „Topografie“ die Funktionsgruppe „Selektionspolygone bearbeiten“.

Beim Erzeugen einer neuen Selektion über Linien/Linienabschnitten mit Elementen vom Typ 'Spline' oder 'Kreisbogen' wird das Selektionspolygon mit einer Pfeilhöhe von 1 mm (0,001 m) segmentiert.

Oftmals werden im DGM begleitend zur Aussparung oder zum Umring Bruchlinie mit identischem Verlauf verwendet. Für Bruchlinien gibt es in der DGM-Bearbeitung unter „Triangulation“ mit „Einstellungen“ auch eine individuelle Vorgabe für das Auflösen von Splines und Kreisbögen.

Abbildung 1: Einstellung Pfeilhöhe

Abbildung 1: Einstellung Pfeilhöhe

Die Voreinstellung für Bruchkanten ist mit „0,001 m“ identisch zur „Bearbeitung Selektionspolygone“, jedoch kann der Wert für das Auflösen verändert werden.

Mit einer von „0,001 m“ abweichenden Pfeilhöhe für Bruchlinien kann es bei der Triangulation in Nachbarschaft zu Aussparungen und Umringen zu Lücken im Dreiecksnetz kommen.

 

Abbildung 2: fehlende Dreiecke wegen unterschiedlicher Pfeilhöhe für Umring und Bruchlinie

Abbildung 2: fehlende Dreiecke wegen unterschiedlicher Pfeilhöhe für Umring und Bruchlinie

Um dieses Problem zu vermeiden, gibt es im DGM eine besondere Bearbeitungsvariante für Selektionen.

Legt man Selektionspolygone innerhalb der DGM-Bearbeitung unter „Umring“ bzw. „Aussparung“ mit „neu“ an, wird die im DGM vereinbarte Pfeilhöhe nicht nur für Bruchkanten sondern auch für das neue Selektionspolygon angewendet.

Abbildung 3: Selektionspolygon „neu“ über „Umring“

Abbildung 3: Selektionspolygon „neu“ über „Umring“

Somit ist es möglich, Splines und Kreisbögen mit einer individuell angepassten Pfeilhöhe für Bruchlinien und Selektionspolygone gleichermaßen zu benutzen.
In der Hilfe ist dieses Verhalten wie folgt beschrieben:

Abbildung 4: Selektionspolygon „neu“ über „Umring“

Abbildung 4: Selektionspolygon „neu“ über „Umring“

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Sichtschattenbänder und versteckter Kurvenbeginn nach HViSt 2008 (Hinweise zur Visualisierung von Straßen)

Die HViSt gibt Hinweise zur Anwendung der bildhaften Darstellung von Straßenentwürfen und legt die Datengrundlagen fest. Diese ermöglichen eine Vergleichbarkeit der Visualisierungsergebnisse. Des Weiteren wird die Vorgehensweise zur Überprüfung der räumlichen Linienführung für außerörtliche Straßen aufgezeigt. In den folgenden Ausführungen wird auf die Handhabung und Darstellung des Moduls „Sichtweiten berechnen“ und auf die Analyse des Sichtweitenbandes eingegangen. Die Begrifflichkeiten 2D und 3D (zwei- und dreidimensional) werden auf die Datengrundlage und nicht auf die Darstellungsart bezogen. Die 2D-Sichtweitenberechnung im Modul „Sichtweiten berechnen“ ist ein gradientenbasiertes Verfahren, welches über das Tangentenverfahren erfolgt. Die 3D-Sichtweitenberechnung gründet auf dem „Räumlichen Sichtkegelverfahren“, für welches ein ausreichend „breites“ Oberflächenprofil erforderlich ist. Mit diesem Profil kann die in der HViSt beschriebene Perspektivdarstellung im Modul „Fahrweg simulieren“ umgesetzt werden.

„Sichtweiten berechnen“ Vorgang neu (anlegen)

Nach der Festlegung des Berechnungsverfahrens, der Wahl der auszuwertenden Sichtweiten und der Berechnungsrichtung (Hin- und Rückfahrt) werden die Datengrundlagen eingeben. Neben der Definition des Stationsbereiches werden die Stationsdaten (Geschwindigkeitsband, Gradiente, Profillinie) aufgerufen. Bei der Einstellung der maximalen Sichtweite kann man zwischen der Einstellung „maximal erforderliche +25“ und „konstant“ wählen.

Abb. 01: “Sichtweite berechnen“

Abb. 01: "Sichtweite berechnen"

Eine konstante maximale Sichtweite von 700 m schließt alle in den Richtlinien geforderten Mindestweiten ein. Die folgenden Eingaben betreffen die Angaben zu Aug- und Zielpunkt. Die Augpunkthöhe beträgt 1,0 m und beschreibt die durchschnittliche Augenhöhe eines Fahrers im Fahrzeug. Die Höhe des Zielpunktes kann über die Option „V85“ die Höhen aus der RAS-L, Anhang 10, Tabelle 20 in Abhängigkeit zur Geschwindigkeit V85 ermittelt werden. Nach HViSt wird eine Zielpunkthöhe von 0,0 m empfohlen. Die Zielpunkthöhe für die “Überholsichtweite” sollte (lt. RAS-L, Anhang 10, Tabelle 20) 1,0 m über der Gradiente betragen. Im Folgenden sind die Abstände (Fahrbahnränder) über Breitenbänder und Abstandseingaben für die Ermittlung der Mitte des Fahrstreifens einzugeben. In der letzten Eingabe können Daten optional zur Berechnung der Sichtprofile eingegeben werden. Dazu zählen die Angabe der Querneigungsbänder und die Festlegung der Stationsdaten für die Sichtprofile.

„Sichtweiten berechnen“ Vorgang darstellen

Über die Funktion „Daten darstellen“ werden die Sichtweitenvorgänge eingeblendet. Dabei sind die darzustellenden Datenmengen beeinflussbar. Auch die Darstellung der Sichtschatten und der verdecken Kurvenanfänge ist hier möglich. Die farbliche Abbildung entspricht den Vorgaben der HViSt. Des Weiteren kann zur besseren Übersicht eine Skalierung eingeblendet werden. Die Y-Achse (Ordinate) stellt den Abstand vom Betrachter dar, während die X-Achse die Stationswerte zeigt. Zur Verdeutlichung der Darstellung des Sichtweitenbandes dient die Abbildung “Sichtweiten berechnen”.

Abb. 02: "Fenstergruppe"

Abb. 02: "Fenstergruppe"

Fenstergruppe bilden

Wird das Sichtweitenband angezeigt, benötigt man zur besseren Analyse der Vorgänge in der Ansicht zudem die Gradiente und das Krümmungsband. Über einen rechten Mausklick in das Sichtweitenband besteht die Möglichkeit zu „Fenstergruppen bearbeiten“. Hier erfolgt der zusätzliche Aufruf des Längsschnitts und des Kümmungsbandes. Diese Fenster werden unter das Sichtweitenband angeordnet. Diese Fenster korrespondieren miteinander. Dies zeigt sich beim Zoomen, indem die Ansicht in allen drei Fenstern aktualisiert wird. Des Weiteren kann durch das weiße Fadenkreuz die betrachtete Station in allen Fenstern nachvollzogen werden (siehe Abbildung “Fenstergruppe”).

„Sichtweiten berechnen“ Interpretation/Analyse des Sichtweitenbandes anhand der Station 0+350

Abb. 03: "Analyse Sichtschatten 1"

Abb. 03: "Analyse Sichtschatten 1"

Zur besseren Verdeutlichung des Sichtweitenbandes ist in der in der Abbildung “Analyse Sichtschatten 1″ die Sichtweite an der Station 0+350 für die Hinfahrt dargestellt. Untersucht wird die Sichtweite bis zur Station 1+050, da diese in einer Entfernung von 700 m liegt (Einstellung beim Vorgang anlegen siehe oben). Bei der Analyse ist es hilfreich, sich die Gradiente senkrecht aufgestellt vorzustellen. An der Station 0+350 befindet sich der Autofahrer auf einer Kuppe und blickt in Stationierungsrichtung. Die ersten 50 m hat er freie Sicht auf der Kuppe, dann beginnt ein Sichtschattenbereich, welcher bis ca. Station 0+450 eine Sichtschattentiefe kleiner 0,75 m aufweist (grün). Zwischen Station 0+450 und 0+550 befindet sich ein kritischer Sichtschattenbereich (rot) mit einer Sichtschattentiefe größer gleich 0,75 m (zwischen Kuppe und Wanne). Ab dem Ende der Wanne ca. bei Station 0+570 (Abstand vom Betrachter bei Station 0+350 beträgt 220 m) beginnt ein Abschnitt mit freier Sicht (Blick auf den Anstieg der folgenden Kuppe). Alles was hinter der Kuppe bei Station 0+760 liegt, befindet sich im kritischen Sichtschattenbereich (rot) und ist für den Autofahrer nicht mehr einzusehen. Die kritischen Sichtweiten sind grundsätzlich zu vermeiden. Des Weiteren ist bei Station 0+350 festzustellen, dass die vorhandenen Sichtweiten nicht die erforderlichen Sichtweiten einhalten. Zum Beispiel liegt die benötigte Sichtweite zum Halten bei einem Abstand ca. 180 m. Die vorhandene Haltesichtweite beträgt aber nur 100 m. In den folgenden 2 Abbildungen ist die hier beschriebene Situation an der Station 0+350 dargestellt. Die kritischen Sichtweiten sind grundsätzlich zu vermeiden (die Sichtbereiche sind in der Abbildung “Analyse Sichtschatten 2″ dargestellt).

Abb. 04: "Analyse Sichtschatten 2"

Abb. 04: "Analyse Sichtschatten 2"

Die Defizite im Straßenentwurf sind durch Bearbeitung der Entwurfselemente im Lage- und Höhenplan zu beseitigen. Des Weiteren ist zu empfehlen, dass beim Entwurf Standardraumelemente gebildet werden. „Standardraumelemente entstehen, wenn Beginn und Ende von Kurven im Lageplan mit dem Beginn und den Ende von Kuppen und Wannen im Höhenplan zusammenfallen.“[HViSt 2008] Prinzipiell ist eine geringfügige Verschiebung um bis zu 20 % der Länge des Lageplanelementes zulässig. Eine Verschiebung ist zum Beispiel für die Erkennbarkeit eines Kurvenbeginns erforderlich. Die erforderliche Verschiebung des Kuppenbeginns hinter den Kurvenbeginn beim Übergang Gerade – Klothoide – Kreisbogen ist in der Tabelle 5 in der HViSt ausgewiesen.

"Sichtweiten berechnen" Interpretation/Analyse des Sichtweitenbandes zwischen Station 1+365 bis 1+240; Erläuterung "verdeckter Kurvenbeginn"

„Ein verdeckter Kurvenbeginn liegt dann vor, wenn aus einer Entfernung von 75 m vor dem Kurvenbeginn in Lageplan die voraus liegende Straßenoberfläche nicht mindestens bis zu dem Punkt einsehbar ist, an dem eine Richtungsänderung von 3,5 gon im Lageplan vorliegt.“ [HViSt 2008]

Ist der Einsatz eines Standardraumelementes nicht möglich, muss die Richtungsänderung deutlich erkennbar innerhalb der vorhandenen Sichtweite beginnen. Im Kuppenbereich darf die Kurve nicht verdeckt werden. Es ist zu gewährleisten, dass der Fahrer den Richtungssinn und möglichst die Krümmung abschätzen kann. Die erkennbare Richtungsänderung der Lageplankurve sollte gemessen vom Übergangsbogen, innerhalb der vorhandenen Sichtweite mindestens 3,5 gon betragen.

In der folgenden Abbildung “Analyse Verdeckter Kurvenbeginn” ist ein verdeckter Kurvenbeginn dargestellt.

Abb. 05: "Analyse Verdeckter Kurvenbeginn"

Abb. 05: "Analyse Verdeckter Kurvenbeginn"

Abb. 06: "Verd. Kurvenbeginn Station 1+365"

Abb. 06: "Verd. Kurvenbeginn Station 1+365"

Die Abbildung “Verd. Kurvenbeginn Station 1+365″ ist mit dem Modul „Fahrweg simulieren“ erzeugt.
Die Darstellung entspricht den Hinweisen der HViSt. Die Fahrsimulation kann u.a. mit Leitpfosten, Schutzplanken und Bäumen ergänzt werden. Das Bild der Fahrsimulation an Station 1+365 (Rückfahrt) zeigt deutlich, dass die Richtungsänderung, die in einer Entfernung von 75 m + Strecke (bis eine Richtungswinkeländerung von 3,5 gon erreicht ist), nicht erkennbar ist. Die Richtungswinkeländerung befindet sich hinter der Kuppe, es entsteht ein verdeckter Kurvenbeginn, da die Sichtweite zur Erkennung der Richtungsänderung nicht ausreichend ist. „Daher ist im Entwurf zu gewährleisten, dass der Beginn des für den Fahrer unsichtbaren Teils der Kuppe vom Fahrer weiter entfernt liegt als der Punkt der relevanten Richtungsänderung.“ [HViSt 2008]

Bauwerksbeschriftung1_1000x667

Bauwerksbeschriftung mit Nebenattributen

Beim Erstellen der Achs-, Längsschnitt- und Querprofilzeichnung ist es möglich, Bauwerksschnitte zu zeichnen und auch Beschriftungen zu den Bauwerken anzulegen. Neben den Standardbauwerksattributen, wie der Bauwerks- und Baugruppen-Name, ist es auch möglich, die Nebenattribute der Bauwerke als Texte in der Zeichnung generieren zu lassen.

Voraussetzung

Um Bauwerke mit zusätzlichen Informationen beschriften zu können, müssen diese Nebenattribute besitzen. Ob das der Fall ist, kann man sich über das Menü „Daten zeigen und messen“ und „Trassierung – Baugruppe“ anzeigen lassen.

In unserem Beispiel wollen wir Gebäudebauwerke, die über die CityGML-Schnittstelle eingelesen wurden, mit den mitgelieferten Attributen beschriften. Alle im Bild dargestellten Nebenattribute können in die Zeichnung übernommen werden.

Abbildung 1: Nebenattribute von CityGML-Gebäuden, mit denen die Bauwerke beschriftet werden können.

Abbildung 1: Nebenattribute von CityGML-Gebäuden, mit denen die Bauwerke beschriftet werden können.

Zeichnungserzeugung

Die Kennworte BWKÖRPER und BWBESCHRIFTUNG gibt es in den Zeichnungsvereinbarungen für Achszeichnung, Längsschnittzeichnung und Querprofilzeichnungen.

Die Syntax für BWBESCHRIFTUNG wird in der Hilfe wie folgt angegeben:

BWBESCHRIFTUNG Bauwerk [; BGFilter]; Objekt [; XPos [; YPos [; BasisPos]
BauwerkName des Bauwerks oder Filter zum Selektieren der Bauwerke. Folgende Platzhalter können im Filter genutzt werden:

*: Variable Zeichenkette
?: Variables Zeichen
BGFilterNebenattributfilter zum Selektieren der Baugruppen innerhalb der Bauwerke (voreingestellt: gezeichnet werden alle Baugruppen der selektierten Bauwerke).

Folgende Syntax wird ausgewertet: [Nebenattribut] == Wert
ObjektVerweispfad auf ein Objekt einer PLT-Zeichnungsdatei, das die Platzhaltertexte enthält.
XPos, YPosHorizontale und vertikale Verschiebung [cm] des Objektverweises bezogen auf die Basisposition (voreingestellt: XPos = 0, YPos = 0).
BasisPosPosition des Objektverweises. Die Position wird relativ zum Rechteck bestimmt, das alle Flächen der Baugruppe umschließt. Folgende Kennziffern sind möglich:

0: Mitte des Rechtecks (voreingestellt)
1: Schwerpunkt der Fläche
2: Linke untere Ecke
3: Rechte untere Ecke
4: Linke obere Ecke
5: Rechte obere Ecke
6: Unten mittig des Rechtecks
7: Oben mittig des Rechtecks
8: Links mittig des Rechtecks
9: Rechts mittig des Rechtecks

Um diese Bauwerksbeschriftungen anzulegen, benötigen wir zunächst ein Zeichnungsobjekt mit Textvariablen, die den Wert der Bauwerksattribute annehmen können.

In unserem Beispiel haben wir ein neues Zeichnungsobjekt angelegt und mit allgemeingültigen Platzhaltertexten gefüllt.

Abbildung 2: Zeichnungsobjekt mit Platzhaltertexten für Textvariablen

Abbildung 2: Zeichnungsobjekt mit Platzhaltertexten für Textvariablen

Da die Länge der Nebenattributswerte zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt ist, sollten in den Objektparametern die Option „überstehende Elemente in Objektverweisen darstellen“ aktiviert werden. Die variabel gehaltenen Texte werden bei der Darstellung des Objektverweises dann in voller Länge und nicht beschnitten angezeigt.

Abbildung 3: diese Objektparametereinstellungen können im Zeichnungsmenü unter „Bearbeiten- Parameter“ angepasst werden

Abbildung 3: diese Objektparametereinstellung kann im Zeichnungsmenü unter „Bearbeiten- Parameter“ angepasst werden

Mit der Anweisung OBJEKTATTR werden die Textvariablen im Objektverweis mit den Bauwerksnebenattributen verknüpft. Diese Definition muss vor der Anweisung BWBESCHRIFTUNG erfolgen.

OBJEKTATTR Variable; Beschriftung [; Format [; Ersatztext]
VariableName (max. 19 Zeichen) der Textvariablen.
BeschriftungDefinition der Bauwerksbeschriftung
FormatPlatzhalter zur Formatierung der Beschriftung.
ErsatztextIst eine Information nicht vorhanden, lässt sich ein Ersatztext vereinbaren.

Bauwerke können dabei mit allgemeinen card_1-Bauwerksattributen oder mit speziellen selbstdefinierten Nebenattributen beschriftet werden. Folgende Schreibweise muss dafür verwendet werden:

DefinitionInformation
$KONSTANT
Konstanter Text bzw. Wert
$BUILDSTRUCTURE.NAMEName des Bauwerks
$BUILDSTRUCTURE.DESCRIPTIONBezeichnung des Bauwerks
$BUILDASSEMBLY.NAMEName der Baugruppe
$BUILDASSEMBLY.DESCRIPTION
Bezeichnung der Baugruppe
[ Nebenattribut ]Nebenattribut der Baugruppe

Im Ergebnis kann die Achszeichnungsvereinbarung für unser Beispiel folgende Zeilen enthalten:

*Bauwerk zeichnen
*BWKÖRPER [Bauwerk [; BGFilter [; Stift1 [; Stift2]
BWKÖRPER 


*Bauwerksbeschriftung zeichnen

*OBJEKTATTR Variable; Beschriftung [; Format [; Ersatztext]
OBJEKTATTR 'Variable1';$BUILDASSEMBLY.NAME;'BG #'                                | Name Baugruppe
OBJEKTATTR 'Variable2';"[CG.Hoehe_gemessen]";'Höhe: #.## m'                      | Nebenattribut
OBJEKTATTR 'Variable3';"[CG.Dachart_Bezeichnung]";'Dachart: #';                  | Nebenattribut
OBJEKTATTR 'Variable4';"[CG.DatenquelleDachhoehe_Bezeichnung]";'Datenquelle: #'  | Nebenattribut
OBJEKTATTR 'Variable5';"[CG.Funktion_Bezeichnung]";'Funktion: #'                 | Nebenattribut

 

*BWBESCHRIFTUNG Bauwerk [; BGFilter]; Objekt [; XPos [; YPos [; BasisPos]
BWBESCHRIFTUNG 'CityGMLGebäude';;'Bauwerk_5Variablen(Bauwerksbeschriftung.PLT)'

In der Zeichnung wird die Beschriftung daraufhin in dieser Form erzeugt:

Abbildung 4: Achszeichnung mit CityGML-Bauwerken und Beschriftung aus Nebenattributen

Abbildung 4: Achszeichnung mit CityGML-Bauwerken und Beschriftung aus Nebenattributen

Die gleiche Anweisungsfolge kann in die Längsschnitt- oder Querprofilzeichnungsvereinbarung übernommen werden. Das Ergebnis in unserem Beispielprojekt sieht im Querprofil wie folgt aus:

Abbildung 5:  Querprofilzeichnung mit Schnitt durch CityGML-Bauwerke und Beschriftung aus Nebenattributen

Abbildung 5:  Querprofilzeichnung mit Schnitt durch CityGML-Bauwerke und Beschriftung aus Nebenattributen

AAA_Ortssuche

AAA Ortssuche (neue Version)

Name:

AAA_Ortssuche

Zusammenfassung:

2D- und 3D-Fenster auf Position einer Adresse oder eines Flurstücks bringen

Inhalt:

Die ALKIS-Daten enthalten eine Datenart AX_Lagebezeichnung und eine Datenart AX_Flurstueck. Diese Datenarten werden ausgewertet und alle enthaltenen Lagebezeichnungen oder Flurstücksnummern werden in einer Liste zur Auswahl angeboten. Bei Wahl einer Zeile, ggf. unter Nutzung des Textfilters, wird ein Lageplanfenster um den entsprechenden Ort gelegt und die 3D-Ansicht an diese Position bewegt.

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Auswertung von Baugruppenattributen

Mit dem Übergang zur 3D-Planung und BIM steigt die Anzahl an 3D-Bauwerken innerhalb der card_1 Projekte. CityGML ist der erste Datentyp, der hauptsächlich als Bauwerk importiert wird. Andere Schnittstellen wie Shape und WFS ziehen nach und liefern z.B. Schutzgebiete, die für die Planung relevant sind, auch als Bauwerke.

Abb. 1: Schutzgebiet als transparentes 3D-Bauwerk (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, dl-de/by-2-0)

Abb. 1: Schutzgebiet als transparentes 3D-Bauwerk (Quelle der Geodaten: © GDI-Th, dl-de/by-2-0)

Hinzu kommen Bauwerke, die in den Modulen „Bestandsmodellierung“ und „Brückengenerator“ innerhalb von card_1 erzeugt werden. Entsprechend wird es immer wichtiger, die Attribute der Baugruppen nicht nur im BIM-Prozess zu erfassen und weiterzugeben, sondern auch innerhalb des card_1 Systems auszuwerten. Entsprechend gibt es die Datenselektionen, die seit Version 8.4 für Punkte, Linien und Texte im GIS-Datenaustausch integriert sind, nun auch für Baugruppen.
Bei Punkten, Linien und Texten erfolgte die Auswahl über Markierung und Kodes und bei Linien und Texten zusätzlich über Schichten.

Abb. 2: Festlegung eines Anwendungsbereichs einer Datenselektion bei Linien

Abb. 2: Festlegung eines Anwendungsbereichs einer Datenselektion bei Linien

Baugruppen haben diese Eigenschaften nicht, so dass hier die Auswahl über alle, ausgewählte oder ein einzelnes Bauwerk erfolgt.

Abb. 3: Festlegung eines Anwendungsbereichs einer Datenselektion bei Baugruppen

Abb. 3: Festlegung eines Anwendungsbereichs einer Datenselektion bei Baugruppen

Auch die Bedingungen und Aktionen mit Baugruppen unterscheiden sich teilweise von denen der anderen Datenarten. Eine Änderung von Nebenattributsinhalten ist auch hier möglich, aber anstatt von Kode und Markierung können hier Stift und Material in Abhängigkeit von Nebenattributen verändert werden. Stift und/oder Material führen dann zu einer Visualisierung, die auch in der 3D-Ansicht die selektierten Daten entsprechend hervorhebt.
Ein Beispiel dafür findet sich in dem Artikel Übernahme von Attributen aus City-GML-Daten:

Abb. 4: Beispiel Sachsen-Anhalt Darstellung mit Stiftfarben nach Gebäudefunktion,  (Quelle der Geodaten: © GeoBasis-DE / LVermGeo LSA, 2019, es gelten die Nutzungsbedingungen des LVermGeo LSA)

Abb. 4: Beispiel Sachsen-Anhalt Darstellung mit Stiftfarben nach Gebäudefunktion,  (Quelle der Geodaten: © GeoBasis-DE / LVermGeo LSA, 2019, es gelten die Nutzungsbedingungen des LVermGeo LSA)

Erreicht wurde diese Darstellung durch das Ändern der Stifte der Baugruppen je nach Gebäudefunktion.

Abb.5: Datenselektion, bei der die Stifte je nach Inhalt des Nebenattributs „Funktion“ geändert werden.

Abb.5: Datenselektion, bei der die Stifte je nach Inhalt des Nebenattributs „Funktion“ geändert werden.

Wenn man die Darstellung so einstellt, dass die Baugruppen in den Stiftfarben zu sehen sind, ergeben sich in 3D- und Lageplanfenster die in Abb. 4 gezeigten Visualisierungen.

Abb. 6: Bauwerksdarstellung mit Stiftfarben

Abb. 6: Bauwerksdarstellung mit Stiftfarben

igm_feature_geodaten_1000x667

Geodatendownload über WFS-Dienste

Für eine detaillierte Trassenplanung sind Informationen zu Natur- und Landschaftsschutzgebieten, Wasserschutzzonen, Überschwemmungsgebieten, Verwaltungsgrenzen, Straßenbestandsdaten u.v.a.m. zweckdienlich. Diese Bestandsdaten werden von den Umwelt- und Vermessungsbehörden der Bundesländer in Geoinformationssystemen vorgehalten und vielfach als Webdienst bereitgestellt. Diese Webdienste funktionieren im Prinzip genauso wie der Aufruf von Web-Inhalten über die Angabe einer Webadresse (URL).

WFS steht für WebFeatureService und ist ebenso wie WMS (WebMapService) ein spezieller Webdienst für den Geodaten-Download. WFS-Dienste stellen dabei die Daten im Vektorformat bereit – WMS-Dienste vorrangig im Rasterformat. Eine WFS-Abfrage liefert als Ergebnis eine GML-Datei, aus der die Elemente, die sogenannten Features, importiert werden können. Neben der Geometrie können die GML-Features auch Sachdateninformationen in Form von Attributen mitbringen.

Das card_1 Modul „GIS Import” stellt neben dem Import von Shape-Dateien die Schnittstelle für den Import von WFS-Daten bereit. Hierbei wird zwischen dem Einzelimport und dem Direktimport unterschieden.

Beim Einzelimport liegen dem Anwender bereits physisch WFS-Daten in Form einer GML- bzw. XML-Datei vor. Diese Variante kommt dann in Betracht, wenn die Datenanbieter bereits vorgefertigte Downloadmöglichkeiten auf ihrer Webseite anbieten. Beispiele dafür sind das Transparenzportal Hamburg und das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum.

Beim Direktimport werden für eine Webadresse die Informationen zum Dienst abgerufen und ausgewählte Features des Dienstes heruntergeladen. Ergebnis hierbei ist auch eine GML-Datei, aus welcher direkt beim Import die Geometrien als Topografie-Elemente, Linien oder Punkte, angelegt und die Sachdaten als Nebenattribute übernommen werden.

Direkter WFS-Import

Abb.1: Dialog „WFS-Import“

Abb.1: Dialog „WFS-Import“

Sie starten, indem Sie im WFS-Dialog (Abb. 1) eine URL-Adresse eintragen und dann die Funktion „URL prüfen“ ausführen. Die Anwendung führt in einer Voranalyse drei Anfragen (Requests) an den WFS-Dienst aus:

  • GetCapabilities-Request: Die Abfrage ermittelt die Metadaten zum Dienst. Hier werden Informationen zu Titel, Beschreibung, Datenanbieter, Nutzungsbedingungen, aber auch zum Service-Typ, Koordinatenbereich und der Liste der vorhandenen Features abgerufen.
  • DescribeFeatureType-Request: Die Abfrage erstellt eine Liste der Attribute aller Features und ihrer Datentypen.
  • GetFeature-Request: Dies ist der eigentliche Download-Request, bei welchem die Elemente der Features abgerufen werden. In der Voranalyse wird für jedes Feature des Dienstes ein Datensatz heruntergeladen, um den Zugriff zu prüfen und Beispielwerte für die Attribute des Features zu ermitteln.

Alle Features werden mit Vorgabewerten versehen, die Sie über „Voreinstellungen“ anpassen können.  Sie legen den Koordinatenbereich fest, in welchem die WFS-Daten eingelesen werden sollen. Der EPSG-Kode wird aus den Koordinatensystem-Einstellungen des Projektes ermittelt oder von Ihnen eingetragen.

Abb.2: Tabelle „WFS-Features“ und Dialog „Import-Einstellungen für WFS-Feature bearbeiten“

Abb.2: Tabelle „WFS-Features“ und Dialog „Import-Einstellungen für WFS-Feature bearbeiten“

Die Schaltfläche „WFS-Features“ öffnet die Tabelle aller verfügbaren Features und Sie können für jedes Feature die Einstellungen, wie Einlesen, Schichtzuweisung, Punktnummerierung und Überschreibmodus individuell festlegen (Abb. 2).

Um einen Dienst zu testen, empfiehlt es sich, den Koordinatenbereich auf „Ausdehnung markierte Features“ festzulegen und die Objektanzahl einzuschränken, z.B. auf 10 Objekte.

Abb.3: Tabelle der Attribute des Features “Biosphärenreservat“ und Dialog der Bearbeitung

Abb.3: Tabelle der Attribute des Features “Biosphärenreservat“ und Dialog der Bearbeitung

Die Schaltfläche „Attribute“ öffnet die Tabelle der Attribute eines Features (Abb. 3). Sie können festlegen, welche Attribute importiert werden sollen, wie der Name lauten soll und welchen Datentyp das Nebenattribut zugewiesen haben soll. Alle Zuordnungen sind durch die Voranalyse bereits mit Vorgabewerten versehen.

https://www.govdata.de/dl-de/by-2-0

Abb.4: importierte WFS-Feature im Lageplan – Bsp.: Schutzgebiete in Sachsen; Quelle: GeoSN, dl-de/by-2-0

Nachdem Sie alle Einstellungen für alle Features vorgenommen haben, starten Sie den Import der WFS-Features. Es wird der GetFeature-Request ausgeführt und aus der GML-Datei die Elemente in die Topografie eingelesen (Abb. 4).

Für die wiederholte Nutzung gleicher WFS-Dienste können WFS-Schemata gespeichert werden. Wenn Sie die Schemata in verschiedenen Projekten nutzen wollen, so wählen Sie als Speicherort das zentrale Projekt. Hierbei sollten Sie dann aber die Einstellungen Koordinatenbereich und EPSG-Kode nicht übernehmen, damit für diese Angaben die projektspezifischen Einstellungen genutzt werden.

Abb.5: Zeichnung aus Linien mit Nebenattributen; Quelle: GeoSN, dl-de/by-2-0

Abb.5: Zeichnung aus Linien mit Nebenattributen; Quelle: GeoSN, dl-de/by-2-0

Die importierten Linien können Sie u.a. für die Zeichnungserstellung nutzen. Durch eine Filterung der Linien nach einem ausgewählten Nebenattribut ist eine differenzierte Darstellung möglich, ohne dass eine unterschiedliche Kodezuweisung notwendig ist. Im Beispiel werden die Linien der Schutzgebiete von Sachsen nach dem Nebenattribut „Kategorie“ unterschieden (Abb. 5).

Auszug aus einer Plotvereinbarung für eine Differenzierung der Schutzgebiete nach „Kategorie“:

LFLÄCHE $ERSTER; $LETZTER; '§SNL_Nationalpark(#11078)';       FILTER: [Schutzgebiete.KATEGORIE]=="NLP"; LAYER: "NLP"
LFLÄCHE $ERSTER; $LETZTER; '§SNL_Naturpark(#11077)';          FILTER: [Schutzgebiete.KATEGORIE]=="NP";  LAYER: "NP"
LFLÄCHE $ERSTER; $LETZTER; '§SNL_Biosphärenreservat(#11012)'; FILTER: [Schutzgebiete.KATEGORIE]=="NLP"; LAYER: "BR"
LFLÄCHE $ERSTER; $LETZTER; '§SNL_LSG(#11011)';                FILTER: [Schutzgebiete.KATEGORIE]=="NLP"; LAYER: "LSG"
LFLÄCHE $ERSTER; $LETZTER; '§SNL_Naturschutzgebiet(#11079)';  FILTER: [Schutzgebiete.KATEGORIE]=="NLP"; LAYER: "NSG"
LFLÄCHE $ERSTER; $LETZTER; '§SNL_Nationalpark(#11016)';       FILTER: [Schutzgebiete.KATEGORIE]=="NLP"; LAYER: "FND"

Wenn Sie Daten aus einem WFS-Dienst veröffentlichen wollen, so informieren Sie sich in card_1 über die Schaltfläche „Nutzungsbedingungen und Gebühren“, ob die Datennutzung nicht nur für private Zwecke kostenfrei ist, und welche Quellenangaben zu machen sind.

Zeichnungsbearbeitung für Einsteiger vom 8. bis 10. November 2021

QPR0000061.CRD

Name:

QPR0000061.CRD

Zusammenfassung:

Situationen zur Querschnittsanzeige definieren und anwenden

Inhalt:

Analog zur Lageplandarstellung, die das Laden und Speichern von Situationen erlaubt, kann es auch in der Querschnittsansicht sinnvoll sein, verschiedene Darstellungen zu speichern und bei Bedarf anzuwenden. Mit dem Skript können die darzustellenden Profillinien, optional eine Arbeitslinie und die Station der Anzeige definiert und dargestellt werden. Es lassen sich beliebig viele Darstellungen anlegen und anschließend auswählen.

Optionen:

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Abbildung 01: MS Access Infobild

Verknüpfungen zum Öffnen von MDC-Datenbanken

Eine korrekte Verknüpfung von .mdc Dateien mit einer Access-Installation auf dem Rech­ner stellt für die An­wender eine deut­liche Er­leichter­ung der täg­lichen Ar­beit dar. Leider ist das Her­stell­en der kor­rekten Ver­knüpf­ung nicht im­mer ein­fach zu be­werk­stell­igen. Wie es den­noch klappt, möch­ten wir in die­sem Artikel er­läutern.

Abbildung 01: Die Oberfläche von Access

Abbildung 01: Die Oberfläche von Access

Anders als Datenbanken wie MySQL, MariaSQL, Firebird, etc. ist eine Access-Datenbank ein Gebilde aus Tabellen, Abfragen, Formularen und weiteren Bestandteilen. Access-Daten­ban­ken lassen sich ohne weitere Vorkehrungen benutzen. Der Anwender benötigt lediglich eine Installation von Access oder eine Runtime Version der Software. Diese kann kostenlos im Internet herunter geladen werden.

Das unkomplizierte Öffnen einer Datenbank stellt für den Anwender eine praktische Form der Bearbeitung dar, so kann er schnell etwas in der Datenbank nachschauen oder eintragen. Eine Voraussetzung dafür ist die korrekte Verknüpfung.

Datenbanken, die in card_1 eingesetzt werden, haben in der Regel die .mdc-Dateiendung. Im Prinzip handelt es sich um .mdb-Dateien, das native Dateiformat für Access-Datenbanken.

Aber während .mdb-Dateien korrekt mit dem Access-Programm oder der installierten Runtime-Version verknüpft werden, gelingt das bei .mdc-Dateien in der Regel nicht. Windows interpretiert die Dateiendung .mdc üblicherweise als ein Dateiformat einer Digitalkamera von Minolta und stellt die Verknüpfung zum hauseigenen Programm "Fotos" her. 

Die korrekte Verknüpfung der .mdc-Datei mit Access kann auf verschiedenen Wegen hergestellt werden. Eine Option ist die Nutzung der Windows-Einstellungen.

Abbildung 02: Startbildschirm der Windows-Einstellungen

Abbildung 02: Startbildschirm der Windows-Einstellungen

Abbildung 03: Standard-Apps wählen

Abbildung 03: Standard-Apps wählen

Dazu öffnen Sie die mit der Tastenkombination "Windowstaste + I" das Fenster mit den Windows-Einstellungen (siehe Abbildung 02). Klicken Sie auf "Apps" und im folgenden Fenster in der Seitenleiste links auf den Punkt "Standard-Apps". Scrollen Sie den Inhalt des Fensters nach unten bis zum Text "Standard-Apps nach Dateityp auswählen" und wählen Sie diesen Punkt aus (siehe Abbildung 03). Im nächsten Fenster scrollen Sie bis zum Eintrag .mdc und klicken auf die nebenstehende Auswahlmöglichkeit (siehe Abbildung 04). Im besten Fall können Sie an dieser Stelle den Eintrag "Access" wählen. Wenn Ihnen dieser Eintrag nicht angeboten wird, müssen Sie einen anderen Weg gehen, um die gewünschte Anwendung mit dem entsprechenden Dateityp zu verbinden.

Abbildung 04: Beispiel einer Verknüpfung mit Fotos

Abbildung 04: Beispiel einer Verknüpfung mit Fotos

Abbildung 05: Auswahl des Programms über Kontextmenü und "Öffnen mit ..."

Abbildung 05: Auswahl des Programms über Kontextmenü und "Öffnen mit ..."

Eine weitere Option ist Nutzung des Kontextmenüs. Diese (empfohlene) Vorgehensweise führt fast immer zum gewünschten Ergebnis. Durch Rechtsklick auf die zu verknüpfende .mdc-Datei das Kontextmenü angezeigt. Über den den Punkt "Öffnen mit" öffnet sich ein angehängtes Fenster. In diesem Fenster wählen Sie "Andere App auswählen" (siehe Abbildung 05).

Abbildung 06: Auswahl der korrekten Anwendung

Abbildung 06: Auswahl der korrekten Anwendung

Abbildung 07: Auswahl des Programms über Explorer

Abbildung 07: Auswahl des Programms über Explorer

Im Fenster "Wie soll diese Datei geöffnet werden?", im Abschnitt "Weitere Optionen" sollten Sie den Access-Eintrag finden. Setzten Sie den Haken unter "Immer diese App zum Öffnen von .mdc-Dateien verwenden" (siehe gelber Punkt in Abbildung 06) bevor Sie den Access-Eintrag anwählen. Damit verknüpfen Sie diese Dateiendung dauerhaft mit dem Access auf Ihrem Rechner und Sie können ab sofort .mdc-Dateien mit einem Doppelklick öffnen.

Wenn der Eintrag in der Liste fehlt, dann klicken Sie auf "Weitere Apps" (siehe orangener Punkt in Abbildung 06) und schauen in der nun um­fang­reich­eren Liste nach dem Access-­Eintrag. Sollten Sie diesen Eintrag in der Liste nicht finden, so müssen Sie die Auswahl des Programms auf Dateiebene durchführen. Dazu klicken Sie auf "Andere App auf diesem PC suchen" (siehe Abbildung 07). Es öffnet sich ein Explorerfenster und Sie können innerhalb des Fensters zum Access-Programm navigieren.

Den richtigen Pfad zur Datei msaccess.exe zu finden, ist nicht ganz trivial. Diese Datei versteckt sich innerhalb der eventuell vorhandenen Access-, Office- oder Runtime-Installation. So lautet der Pfad zum Access innerhalb der Installation von Office 2016 beim Autor:

C:\Program Files\Microsoft Office\root\Office16\MSACCESS.EXE

oder im Fall einer Installation mit einer 32Bit Version von Access:

C:\Program Files (x86)\Microsoft Office\Office\MSACCESS.EXE

Die Pfade können unterschiedlich sein, am schnellsten finden Sie den korrekten Pfad, wenn Sie in der Registry nachschauen.

Sollten Sie keine Rechte besitzen, um den Registry-Editor aufrufen zu können, müssen Sie die Windows-Suche bemühen. Beginnen Sie die Suche im Ordner "C:Programme (x86)" und im Falle einer 64Bit Installation im Ordner "C:Programme".

Rufen Sie dazu den Registrierungseditor auf (Windowstaste drücken, "regedit" eingeben und Entertaste drücken). Unter dem Eintrag:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\App Paths\

finden Sie den korrekten Pfad.

Innerhalb des Explorerfensters navigieren Sie nun dorthin und klicken die Datei msaccess.exe an.

Das Access-Programmfenster öffnet sich und Sie sehen die gewünschte Datenbank vor sich.

Abbildung 08: Die Datenbank innerhalb der Access-Oberfläche

Abbildung 08: Die Datenbank innerhalb der Access-Oberfläche

Wenn Sie vergessen haben, den Haken unter "Immer diese App zum Öffen von .MDC-Dateien verwenden" (siehe gelber Punkt in Abbildung 06) zu setzen, dann wiederholen Sie die Schritte, setzen den Haken und wählen das nun in der Liste aufgeführte Access-Programm (siehe Abbildung 09).

Abbildung 09: MDC-Dateien dauerhaft mit Access verknüpfen

Abbildung 09: MDC-Dateien dauerhaft mit Access verknüpfen