ATKIS-DGM-Daten als Punktwolke verwalten

Bei den Landesvermessungsämtern der einzelnen Bundesländer können mittlerweile fast flächendeckend digitale Geländemodelle in verschiedenen Qualitätsstufen erworben werden. Beispielsweise stellt der Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen ein digitales Geländemodell in drei Qualitätsstufen zur Verfügung:

  • ATKIS-DGM25: Gitterweite 20m, Höhengenauigkeit der Gitterpunkte +/- 2 m.
  • ATKIS-DGM10: Gitterweite 10m, Höhengenauigkeit der Gitterpunkte +/- 0,2 m.
  • ATKIS-DGM2: Gitterweite 2 m, Höhengenauigkeit der Gitterpunkte +/-0,2m.

Ein digitales Geländemodell (DGM) beschreibt die Geländeoberfläche durch die räumlichen Koordinaten einer repräsentativen Menge von Bodenpunkten. Oberflächenpunkte, wie z.B. Gebäude und Vegetation sind in so einem Modell nicht enthalten.

Beim ATKIS-DGM wird diese Oberfläche durch ein regelmäßiges Punktraster repräsentiert. Dabei sind von jedem Rasterpunkt die Lage und die Höhe bekannt.

4530000 5660288 169.24
4530000 5660290 169.24
4530000 5660292 169.18
4530000 5660294 169.04
4530000 5660296 168.95
4530000 5660298 168.85
4530000 5660300 168.78
4530000 5660302 168.70
4530000 5660304 168.65
4530000 5660306 168.53

Abb: “Importierte Punktwolke im regelmäßigen Raster”

 

Übernahme ins CARD/1
Die Übernahme solcher Punkte ins CARD/1-System bietet sich an. Die einfachste und bekannteste Methode ist hier der Import über „fremdes Format“. Anschließend kann aus diesen Punkten direkt ein DGM erzeugt werden, welches für die weitere Auswertung im Projekt verwendet werden kann.

Allerdings ist die maximale Anzahl der Topografiepunkte in einem CARD/1-Projekt auf 16 Millionen beschränkt. Das ist eine Grenze, die schon beim Import weniger ATKIS-DGM-Dateien überschritten wird.

Hier bieten die Module zur Punktwolkenverwaltung und -auswertung eine Abhilfe. Die Vielzahl von Punkten kann hier ohne Punktnummer und weitere Punktattribute in einer unabhängigen Punktdatenbank verwaltet und gespeichert werden. Die Punktdatenbank der Topografiepunkte bleibt somit für andere Aufgaben frei.

Einlesen als Punktwolke
Die Punkte aus dem ATKIS-DGM liegen hier zwar nicht in einem gängigen Laserscannerformat vor. Aber mittlerweile können mit Hilfe einer CardScript-Datei alle ASCII-Formate selbst definiert und als Punkte importiert werden, die einen Hochwert, Rechtswert und eine Höhe besitzen. Diese Datei steht im CARD/1-Supportcenter unter CardScript zum Download für jeden CARD/1-Anwender zur Verfügung. Nach dem Import können diese Punktwolken in alle Planungsebenen angezeigt werden. In der 3D-Projektansicht werden diese Punkte einzeln mit Ihrer 3D-Koordinate dargestellt, so dass man hier schon einen Räumlichen Eindruck erhält (siehe Abbildung).

Abb: “3D-Darstellung des importierten ATKIS-DGMs”

 

Auswerten der Punktwolke
Mit der Funktion „Vermessung – Punktwolke auswerten“ kann aus diesem Punktraster ein DGM berechnet werden, das beispielsweise zur Erzeugung von Schnitten in allen Planungsebenen oder zur Massenberechung weiter verwendet werden kann.

Eine räumliche Betrachtung dieses DGMs ist in der 3D_Projektansicht möglich.

 


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